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Order Of Nine

Seventh Year Of The Broken Mirror

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2012
Besonderheiten/Stil: Gothic; Progmetal
Label: Nightmare Records
Durchschnittswertung: 9/15 (1 Rezension)

Besetzung

Michael DeGrena Gesang
Steve Pollick Gitarre
Mark Kreh Gitarre
Chris Dillon Keyboard
Mark Howard Bass
Larry Boord Schlagzeug

Tracklist

Disc 1
1. Seventh Year Of The Broken Mirror 4:44
2. Words That Were Said 4:35
3. Dreamspeak 5:24
4. Spiral Staircase 7:04
5. Changing Of The Guard 6:17
6. Innocence 5:43
7. Third Wish 6:04
8. Eye Of The Enemy 8:25
9. Twelfth Talisman 5:41
10. Reign Down 3:57
11. Winter's Call 2:47
Gesamtlaufzeit60:41


Rezensionen


Von: Gunnar Claußen @


Was einem so alles entgehen konnte: Order Of Nine aus Pittsburgh existieren seit 1997, und "Seventh Year Of The Broken Mirror" ist nun schon das fünfte Album der Band. Merkwürdig scheint wohl die Veröffentlichung dieses Albums abgelaufen zu sein; fertig waren die Aufnahmen dem Vernehmen nach schon im Frühjahr 2011, einen Verleger hat man aber offenbar erst jetzt gefunden.

Wie der Albentitel schon in doppelter Hinsicht andeutet (der übrigens im krassen Gegensatz zum Vorgängerwerk "A Means To Know End" mit seinem Einhornritter-Cover steht), ist der Stil von Order Of Nine gleich mal eine ganze Ecke düsterer ausgefallen als der übliche Progmetal der Konkurrenz. Hauptverantwortlicher hierfür dürfte wohl Sänger Michael DeGrena sein, dessen Organ aufs Beste zu Melodic-Doom-Bands à la Candlemass, Solitude Aeturnus etc. passen würde. Ebensogut könnte man die Stimme aber auch als bluesiges Elvis-Imitat bezeichnen. Auch die Musik ist keinesfalls als "von der Stange" zu bezeichnen. Gemäß der Maßgabe der Gesangsstimme fällt diese eher mittelschnell aus und setzt auf rockig-schwere Riffs vor einem flexibel-groovigen Rhythmus, was ganz entfernt an die fortgeschrittene Variante von Bands wie The Bronx Casket Co. oder The Vision Bleak erinnert, oder auch an Kamelot in schwarz. Hierzu passt die recht atmosphärische Keyboardarbeit mit Fokus auf dem Klavier, wie sie insbesondere die ersten beiden Tracks bieten.

Bezeichnenderweise wird "Seventh Year Of The Broken Mirror" wesentlich unspektakulärer und gewöhnlicher, wenn man sich von diesem Terrain wegbewegt. "Dreamspeak" und "Changing Of The Guards" beispielsweise sind gewöhnlicher Hochgeschwindigkeits-Progmetal à la Symphony X, der nicht nur eher schwächlich dargeboten wird (man höre nur die Keyboards in letzterem), sondern mit dem Gesangsstil auch eine eher suboptimale Kombination bildet. Auch "Innocence" und "Twelfth Talisman" sind recht mainstreamig und bieder ausgefallen, besser funktionieren indes das recht technische "Third Wish" und das Blind-Guardian-mäßig orchestrierte "Eye Of The Enemy". Zum Ende gibt's mit dem äußerst groovigen "Reign Down" und der Ballade "Winter's Call" einen netten Abschluss. Lustig sind zudem ein paar Passagen, in denen offenbar andere Bands zitiert werden: In "Spiral Staircase" klingt kurzzeitig "Incantation Of The Apprentice" von Symphony X durch (3:12), und in "Changing Of The Guards" erwartet den Hörer der Arabesken-Part aus Megadeths "Holy Wars... The Punishment Due" (3:11).

Am Ende zeigt sich allerdings, dass Michael DeGrena auch einen gewissen Mangel an "Seventh Year Of The Broken Mirror" darstellt: Auf Dauer ist der Gesang hier etwas eintönig und monoton. Andererseits ist es aber natürlich ebenso möglich, dass das Album an sich ein wenig zu lang geraten ist, worauf auch die genannten Tracks in der Mitte hindeuten. Sollte man sich mit einem dieser beiden Sachverhalte arrangieren können, ist "Seventh Year Of The Broken Mirror" dagegen ein ganz manierliches Album des eher untypischen Progmetals. Order Of Nine haben hier definitiv die Chance, sich ihre eigene Nische im Bereich dieses Genres zu schaffen.

Anspieltipp(s): Seventh Year Of The Broken Mirror, Eye Of The Enemy
Vergleichbar mit: Kamelot in düster, The Vision Bleak in proggig
Veröffentlicht am: 13.8.2012
Letzte Änderung: 15.8.2012
Wertung: 9/15

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