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Dead Can Dance

Anastasis

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2012
Besonderheiten/Stil: Ambient; Elektronische Musik
Label: Pias Recordings (rough trade)
Durchschnittswertung: 6/15 (1 Rezension)

Besetzung

Brendan Perry Instruments, Computer, Sampling, Vocals
Lisa Gerrard Vocals

Tracklist

Disc 1
1. Children of the Sun 7:33
2. Anabasis 6:50
3. Agabe 6:54
4. Amnesia 6:36
5. Kiko 8:01
6. Opium 5:44
7. Return of the She-King 7:51
8. All in good Time 6:37
Gesamtlaufzeit56:06


Rezensionen


Von: Piotre Walter @


Da ist es nun, nach 16 Jahren Abstinenz, das neue Werk von Dead Can Dance pünktlich zur Worldtour 2012.

"Anastasis", griechisch, bedeutet soviel wie "Wiedergeburt". Ist es nun ein "Phönix" aus der Asche oder eine Totgeburt? Weder noch möchte ich sagen. Mystische Musik, Melancholie, Minimalistik und Weltmusik ist nun etwas um das sich Dead Can Dance verdient gemacht haben. Das ist aber genau das Problem mit "Anastasis" - leider - im Westen überhaupt nichts neues, da helfen auch die Weltmusikklänge nichts.

Erneut werden keltische und orientalische Elemente im Mix mit symhonischen Elektro-Pop verarbeitet. Der eingefleischte DCD-Fan kann da vermutlich durchaus mit Leben, bezaubern Perry und Gerrard doch wieder mit schönem unverwechselbarem Gesang und Wohlfühlmelancholie. Gerard setzt wieder orientalische Akzente, während Perry der getragen Melodik huldigt.

Musikalisch aber fehlt einfach neues - die Innovation die DCD früher auszeichnete - man könnte es auch als kleinen Rückschritt bezeichnen. Die treibenden percussiven Elemente alter Zeiten fehlen völlig - sogesehen Dead could Dance - und auch die barrocken Klangwelten sucht man vergeblich, wenn man von den synthetischen Streichern absieht und mehrstimmigen Gesang auf "Return of the She-King". Die Rhythmik des Albums ist zu gleichförmig und vorhersehbar.

Das etwas blutleere Charisma des Albums kommt vermutlich auch daher, dass das Album komplett in Perrys‘ Heimstudio gebastelt wurde. Wenn auch gut gemacht, klingt es mir einfach zu synthetisch und ist überwiegend Computermusik mit reichlich Sampling und Dosen-Drums. Das wäre erst mal nichts verwerfliches, hätte man nicht öfters das Gefühl dem Album fehle etwas - Leben. Ein wenig Schwung bringt Gerrards‘ Gesang. Interessant wäre, ob das Werk auf der Tour auch überwiegend aus der Dose kommt oder mit Hilfe von Musikern dargeboten wird.

Fazit: Für den beinharten Fan o.k. Die Pfade progressiver Klangwelten haben DCD damit jedoch definitiv verlassen.

Anspieltipp(s): Anabasis, Return of the She-King
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 16.8.2012
Letzte Änderung: 16.8.2012
Wertung: 6/15
mehr Ambient als Mittelalter

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Dead Can Dance

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1984 Dead Can Dance/Garden of the Arcane Delights EP 8.00 1
1987 Within the Realm of a dying Sun 12.00 1
1988 The Serpent's Egg 8.50 2
1990 Aion 12.00 1
1993 Into the Labyrinth 7.00 1

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