SUCHE
Erweiterte Suche
NEUE REZENSIONEN
18.5.2013
Arco Iris - Agitor Lucens V
Elora - Crash
Zs - Grain
Thierry Zaboïtzeff - Sequences
17.5.2013
Poor Genetic Material - A Day In June
Uriel - Arzachel Collectors Edition
Cloudkicker - Hello
Elara - Soundtrack for a quiet place
16.5.2013
Eclipse Sol-Air - Schizophilia
Genesis - Selling England by the Pound
15.5.2013
VeryShortShorts - Minimal Boom!
Queensrÿche - Operation: Mindcrime
Mr Averell - Gridlock
14.5.2013
Circa: - Live from Here There & Everywhere
Pelagic Zone - Pelagic Zone
13.5.2013
Leprous - Bilateral
Kate Bush - The Dreaming
12.5.2013
Kalutaliksuak - Last Day of Sun
ARCHIV
STATISTIK
19208 Rezensionen zu 13015 Alben von 4921 Bands.
SITE MAP
STARTSEITE

Periphery

Periphery II: This Time It's Personal

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2012
Besonderheiten/Stil: Mathrock; Metal; Progmetal
Label: Century Media
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Jake Bowen guitar, synths, programming
Matt Halpern drums
Misha 'Bulb' Mansoor guitar, synths
Adam 'Nolly' Getgood bass
Mark Holcomb guitar
Spencer Sotelo vocals

Gastmusiker

Guthrie Govan guest solo on "Have a Blast"
John Petrucci guest solo on "Erised"
Wes Hauch guest solo on "Mile Zero"
Alice McIlrath violin on "Have a Blast"
Lezlie Smith cello on "Have a Blast"

Tracklist

Disc 1
1. Muramasa 2:51
2. Have a Blast 5:55
3. Facepalm Mute 4:54
4. Ji 5:15
5. Scarlet 4:09
6. Luck As A Constant 6:05
7. Ragnarok 6:36
8. The Gods Must Be Crazy 3:38
9. MAKE TOTAL DESTROY 4:27
10. Erised 6:13
11. Epoch 2:11
12. Froggin Bullfish 5:06
13. Mile Zero 5:31
14. Masamune 6:09
15. Far Out   (additional track) 3:34
16. The Heretic Anthem   (additional track) 3:49
Gesamtlaufzeit76:23


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß @


Mit ihrem Debüt haben Periphery einen ordentlichen Maßstab gesetzt, so waren die Erwartungen an den Nachfolger hoch. Die Mitbegründer der „djent“-Bewegung – Bandleader Mansoor soll diesen Begriff ja gar geprägt haben – standen also vor einer gewissen Herausforderung, die teils mit neuem Personal – der dritte Gitarrist und der Basser sind neu, wobei Basser Getgood (sonst bei Red Seas Fire aktiv) schon desöfteren als Gitarrist bei Periphery ausgeholfen hat und in dieser Rolle auch als Gast beim Debüt mitgewirkt hat – angegangen werden musste.

Kurzfazit: Herausforderung gemeistert! Man kann darüber streiten, ob Periphery II besser als das Debüt ist, es ist auf jeden Fall anders. Die Band hat einen deutlichen Entwicklungsschritt vollzogen und dürfte vor allem für Progger (und um die geht es ja auf diesen Seiten) deutlich interessanter geworden sein (wenn diese mit dem Gesang umgehen können).

Periphery brennen ein Feuerwerk vertrackter Gitarrenlinien, kraftvoll aufblitzender Soli und wilden Riffs ab. Dabei klingen sie vollkommen eigenständig und entfernen sich von den Übervätern Meshuggah soweit das irgendwie möglich erscheint, in einem Genre, dass von „chuggah“-Riffs geprägt wird. Drummer Halpern ergeht sich in extrem komplexen Spiel, zaubert ganz eigene Schlagzeugfiguren und groovt dabei auch noch ungemein. Der neue Basser folgt den rhythmischen Anomalien dynamisch und sorgt so für ordentlich Druck im Kessel. Das Spiel mit unterschiedlichen Rhythmen und Metriken macht die Musik von Periphery nicht gerade zugänglicher, aber natürlich äußerst spannend.

Periphery wechseln geschickt zwischen hartem Tempogebolze und nahezu ruhigen, atmosphärischen Momenten, was dem Album einen erstaunlich warmen Grundsound verpasst. Aber überwiegend wird schon ordentlich Gas gegeben und dem Hörer ordentlich was um die Ohren gehauen.

Neben einigen Gastsoli – bei denen vor allem Dream Theaters John Petrucci ein zum Sterben schönes Solo abliefert – und witzigem Einsatz von Streichern, glänzt das Album immer wieder mit eingebauten Gimmicks, seien das mal Keyboardflächen, elektronische Effekte oder auch mal technoide Drum-Rhythmen. So bleibt der Hörer trotz der langen Laufzeit bei der Stange und aufmerksam.

Sänger Sotelo präsentiert sich selbstbewusster als noch beim Debüt. Er nutzt den vollen Umfang seiner Stimme von Klargesang bis hin zu Growls, Screams und Core-Geschrei. Da wird es teilweise ganz schön heftig und das ist sicherlich der Knackpunkt für viele Hörer. Aber gerade die Brüll-Passagen sind hier so gut wie selten in die Musik integriert... und müssen halt einfach irgendwie so sein.

Die Digipak-Version des Albums ist mit zwei Bonustracks bestückt. Einem vertrackten Instrumental und einem Slipknot-Cover bei dem es nochmals so richtig zur Sache geht. Der Fan greift natürlich zu dieser Version.

Mit ihrem Zweitling sorgen Periphery für das Frickel-Death-Krach-Werk des Jahres 2012 (bisher, mal unterstellt, dass Meshuggah einfach außerhalb des Hör-Spektrums gängiger Prog-Adepten agieren. Aber selbst dann, gefällt mir Periphery II besser als „Koloss“, weil hier doch etwas mehr Abwechslung geboten ist) und zeigen, dass sie sich in der Speerspitze des modernen Progmetal etablieren.

Anmerkung: Etwas inkonsequent bekommt Periphery II von mir die gleiche Wertung wie das Debüt. Periphery II gefällt mir besser und ist in meinen Ohren auch eine Weiterentwicklung, aber ein herausragendes Debüt hat natürlich seinen eigenen Zauber. So sind die beiden Alben auf Augenhöhe... und überhaupt: Die Wertung ist nur ein Fingerzeig, was zählt sind die Worte.

Anspieltipp(s): Have a Blast, Facepalm Mute, Ragnarok
Vergleichbar mit: TesseracT, Canvas Solaris, Between The Buried and Me, Vildhjarta
Veröffentlicht am: 17.8.2012
Letzte Änderung: 18.8.2012
Wertung: 12/15

Zum Seitenanfang

Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Periphery

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2010 Periphery 12.00 1

Zum Seitenanfang

© 1999-2013; Das Copyright aller Texte liegt bei den jeweiligen Autoren; Haftungsausschluss
Site Map - Startseite - FAQ - Reviews - Leitfaden - Lesestoff - Kontakt - Links
RSS | Impressum