Trouble With Machines
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
The Laser's Edge |
| Durchschnittswertung: |
11.33/15 (3 Rezensionen) |
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Besetzung
| Leslie Hunt |
lead & backing vocals |
| Rob Clearfield |
keyboards, additional guitar |
| Jim Tashijan |
guitar, backing vocals |
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| Patrick Mulcahy |
bass |
| Jonathan Schang |
drums |
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Gastmusiker
| John Wetton |
lead & backing vocals on "The Perfect Young Man" |
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| Katinka Kleijn |
cello on "Read Your Mind" |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Back And Forth
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8:43
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| 2. |
Open Your Eyes
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4:25
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| 3. |
The Actual Color
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5:48
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| 4. |
The Perfect Young Man
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10:01
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| 5. |
Who Cares?
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4:55
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| 6. |
Read Your Mind
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7:32
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| 7. |
The Thief
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13:43
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| Gesamtlaufzeit | 55:07 |
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| Disc 2 |
| 1. |
The Man Who Knows Your Name
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| 2. |
I Can't Take You With Me
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| 3. |
The Actual Color
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| 4. |
Termites
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| 5. |
The Thief
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| 6. |
Presto Vivace
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| 7. |
Back in NYC
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| 8. |
I Don't Wanna Wait Another Day
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| 9. |
The Perfect Young Man
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| 10. |
Back And Forth
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| 11. |
Mindscan VIII, IX, X
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Rezensionen

2010 debütierten District 97 mit „Hybrid Child“ und legten sicherlich eines der überraschendsten Alben des Jahres vor. Eine sehr eigenwillige Mischung aus durch mainstreamigen Momenten, verspieltem Progressive Rock, metallischen Passagen, kratzigem Cello und hervorragendem weiblichen Gesang war so noch selten gehört. Auf dem Weg zu ihrem zweiten Werk spielten die jungen Herren und die Dame auf einigen Festivals, ernteten auch live gutes Feedback und präsentierten immer mal wieder einen neuen Song. Nun liegt „Trouble with Machines“, das zweite Album der jungen Amerikaner vor. Wohin geht die Reise?
Ein deutlicher Ruck in Richtung massenkompatibler Rock wäre sicherlich nicht unerwartet gekommen, denn in ihren eingängigsten Momenten hatte die Band sicherlich auch auf „Hybrid Child“ schon ein gewisses Hitpotential, zumindest bei den typischen Rock-Spartensendern. Aber District 97 halten sich mit sowas nicht weiter auf. Selbst die kürzeren Songs, wie „Open Your Eyes“ oder „Who Cares?“, kommen zwar locker-flockig daher, enthalten aber immer noch genug Gimmicks und Wendungen, um nicht in Trivialitäten abzugleiten.
Die längeren Stücke sind ohnehin deutlich als District 97-Musik zu identifizieren. Metallisches Riffing trifft auf neoprog-verseuchte Keyboards, die immer wieder in flotte Soli ausbrechen, und verspielte Gitarren-Soli. Druckvoll agiert der Bass mit ganz eigenen Linien im Untergrund und Jonathan Schang spielt moderat-vertrackte Rhythmen, die ordentlich grooven. Da ist sie wieder diese sehr eigene Mischung aus eingängigen Melodien, durchaus dissonanten Instrumentalpassagen, ausladenden instrumentalen Duellen und dem hervorragenden Gesang von Leslie Hunt. Manchmal schießt die Band im jugendlichen Überschwang etwas über das Ziel hinaus und klingt dann leicht angestrengt auf Komplexität getrimmt, aber überwiegend gelingt der Spagat ziemlich perfekt. Selbst ein sehr eingängiger Song wie „Who Cares?“ wird immer wieder durch wilde Gitarren-Eskapaden aufgebrochen. Jim Tashijan ist ohnehin ein kommender Gitarren-Gott.
Mit „The Perfect Young Man“ - in dem auch John Wetton einen gelungenen Gesangsauftritt hat – legen die Amerikaner einen fast schon traditionellen Sympho-Retroprog-Song vor, der aber einer der Höhepunkte des Albums ist. Zum Abschluss gibt es dann zum Ausgleich einen modernen, ziemlich vertrackt-verspielten Longtrack, in die Band nochmals alle Register zieht und deutlich konziser rüberkommt, als noch zu „Mindscan“-Zeiten. Der Wermutstropfen ist sicherlich, dass Katinka Kleijn und ihr Cello nurmehr eine Randnotiz sind und nur auf einem Song zu hören sind. Der - „Read Your Mind“ - ist aber dann auch gleich eine kleine Besonderheit mit seinem jazzrockigen Fundament, über dem sich dann ein veritabler Rocker mit eleganten Cello-Einlagen entfaltet.
Für die immer noch recht jugendlichen Musiker klingt „Trouble with Machines“ erstaunlich „erwachsen“ und souverän, ohne in Routine oder Abgeklärtheit abzugleiten, etwas düsterer, etwas moderner als das Debüt. Der Überraschungseffekt ist natürlich weg, aber vielleicht ist „Trouble with Machines“ der bestmögliche Nachfolger für ein so herausragendes Debüt wie „Hybrid Child“, der sich denken lässt. Im Übrigen beteiligen sich alle Bandmitglieder an den Kompositionen, auch hier eine echte Band und ein gemeinsames Werk. Sicherlich Evolution statt Revolution, aber sehr stimmig und mitreißend.
Die Erstauflage (2.000 Stück) des Albums kommt mit einer DVD, einem Live-Mitschnitt vom Rites of Spring-Festival 2011. Hier zeigt sich allerdings, dass die Band live noch nicht richtig überzeugen kann. Sehr konzentriert spielen die jungen Männer ihre Parts herunter und wirken dabei wie Bankbeamte bei der Arbeit. Bühnenaustrahlung - nicht vorhanden, wenigstens ein bisschen Bewegung oder ähnliches – nein, Interaktion mit dem Publikum – wo kommen wir denn dahin. Das krasse Gegenteil ist Leslie Hunt, deren seltsame Verrenkungen und „Tanzschritte“ möglicherweise das Bewegungsmanko ihrer Mitstreiter ausgleichen soll, aber eher unfreiwillig komisch wirken. Trotzdem ist es für den Fan natürlich ein Spaß, die Band mal live zu sehen (aber vielleicht schaffen sie es ja auch mal in Persona nach Europa).
Album-Vorbesteller kamen übrigens noch in den Genuss einer weiteren DVD, nämlich einem Radioauftritt beim Sender WFPK. Hier spielt die Band fast etwas lockerer auf, als auf der 'offiziellen' Live-DVD. Diese DVD kann über den Band-Webshop separat erworben werden, was sich für Fans schon empfehlen würde.
| Anspieltipp(s): |
Back And Forth, Read Your Mind, The Perfect Young Man |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
5.9.2012 |
| Letzte Änderung: |
10.9.2012 |
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"Retroprog at its best" nannte neulich eine große deutsche Musikzeitschrift das zu einem müden Witz erschlaffte Comeback-Album der Flower Kings, dabei passiert der Retroprog längst jenseits der von seinen einstigen Erfindern ausgetretenen Pfade. Neben Beardfish, Ciccada, Kotebel oder den Bands von Dan Britton (All Over Everywhere, Deluge Grander, Birds And Buildings, Cerebus Effect) waren es in den letzten Jahren vor allem District 97, die aufhorchen ließen, und das gewaltig. Mit "Hybrid Child" legten District 97 ein derartig hervorragendes Debüt vor, dass mein verehrter Kollege Thomas sorgenvoll schrieb: "Fast muss man mit der Band etwas Mitleid haben, denn wie wollen die das denn noch toppen?"
Nun, Thomas klingt oben recht beruhigt. Und Euch da draußen kann ich ebenfalls Entwarnung verkünden. Legt "Trouble With Machines" auf, lehnt Euch zurück und genießt. Denn das Album bietet alles, was man sich von District 97 erhofft hatte. Nur schnallt Euch an, denn die Band lässt keine Minute locker...
Naja, wer District 97 seit damals verfolgt hat, den dürfte das nicht überraschen. Denn mit "Back and Forth", "Who cares?" und "Open Your Eyes" (keine Angst, kein Cover) waren drei der Songs ja schon live gespielt und auf "Live at CalProg 2010" veröffentlicht worden. Außerdem hat niemand geringeres als Bill Bruford die Band endorst - und was soll da noch schiefgehen?!?
Nein, District 97 sind sich treu geblieben: Sie paaren packenden amerikanischen Retroprog mit süffigen Metalriffs, irrwitzig schnelle Frickel-Läufe mit flächigem New Artrock und federndem Jazz. Allenfalls sind die verschiedenen Stilelemente auf "Trouble With Machines" noch etwas verschiedener, stammen die Songs hier doch nicht mehr nur von Jonathan Schang, stattdessen waren sämntliche Mitglieder am Songwriting beteiligt. Beardfish machen derzeit in Hinsicht auf das Fusionieren jener Stile ähnliches, doch trennen sie ihre Einflussstile viel stärker voneinander, während District 97 sich an einer Verschmelzung versuchen. Und was soll ich sagen: Sie gelingt hervorragend, mal wieder, und das macht das Album ungeheuer bunt, bunter noch als die letzten Beardfish-Scheiben. "Trouble With Machines" ist eines jener wenigen Alben, von denen wir gerne sagen, dass man bei jedem Hördurchlauf etwas neues auf ihnen entdecken kann.
Und District 97 haben dazugelernt: Kein halbstündiger Longtrack mehr, gut so, das soll man erst machen, wenn man weiß, wie das geht. Statt dessen konzentrieren sie sich auf kurze, prägnante Songs und ein, zwei Tracks mittlerer Länge, von denen sicherlich "The perfect young Man" der herausragende ist. Wer jetzt aber von kurz auf einfach schließt, ist auf dem Holzweg. Ständig schlägt die Band unerwartete Haken, um Ecken allerdings, die sich nichtsdestoweniger folgerichtig aus dem Songaufbau ergeben. Großartig!
Für die wohltuende Ferne vom üblicherweise klebrigen und devot an Genesis orientierten Retroprog sorgen neben der stupenden Klangvielfalt der Band auch ihre Melodien: Niemals klingen sie platt und vorhersehbar, immer sind sie jazzig, schräg, bisweilen erinnern sie sogar an RIO/Avant-Melodien, anders als diese bleiben sie aber eingängig und haben passagenweise sogar Ohrwurmcharakter. Großartig, wenn einer Band so etwas gelingt! Komplexität, Qualität und Eingängigkeit gehen so selten mal Hand in Hand.
Und Leslie Hunt trägt sie überzeugend vor, etwas, das mir beim Debüt noch nicht so schien. Präsenter, selbstsicherer klingt sie hier, vielschichtiger auch, was vielleicht auch an der Produktion liegen mag, die ganz hervorragend ist (Rich Mouser eben) und jede verborgene Klangfacette aus der Band herausholt.
Dazu die Texte: Schwer, es geht um Tod, Gewalt, District 97 verhandeln ernste Themen. Prog eben. Keine leichtgewichtige Musik für den Jedermannkonsumenten.
Bei einer derartigen Qualität spielt es schon fast keine Rolle mehr, dass John Wetton im Longtrack "The perfect young Man" eine Gastrolle übernimmt. Er singt seinen Part, einen seiner schrägsten seit UK, allerdings so bravourös, dass sein Gastauftritt einer der Höhepunkte des Albums ist. Und das bei einem Song, der sich um einen Kerl dreht, der junge Frauen in ein Verlies in seinem Keller lockt. Ob ich das dem netten Wetton zutrauen will?!?
District 97 haben, wie einst mit ihrem Debüt, mit "Trouble With Machines" eines der herausragenden Retroprogalben des Jahres vorgelegt, vielleicht sogar eines der besten der ganzen letzten Jahre. Überrascht bin ich nicht - es wird nur langsam Zeit, dass sich die entsprechenden Leute für diese Band interessieren. Höchste Zeit für ausführliche Features, "Album des Monats"-Ehrungen, Homestories! Im Deutschlandfunk wurden sie bereits gefietschert. Oh, und natürlich höchste Zeit für Live-Auftritte auf den Prog-Bühnen Europas! Ich finde sie nämlich in Punkto Bühnenpräsenz gar nicht so übel - und kann es kaum noch erwarten!
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
5.9.2012 |
| Letzte Änderung: |
26.10.2012 |
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Tja, da stecke ich wohl in einer Zwickmühle. Einerseits sind District 97 eine dieser modernen, dringend benötigten Auffrischungen für das, abgesehen von extremen Randbereichen, überwiegend in Vergreisung der Altvorderen oder der inzüchtigen Genesis- und Dream-Theater-Verehrung zahlreicher Retrobands dahinvegetierende Mainstream-Prog-Genre. Auch die Frauenquote erfüllt die Truppe aus Chicago, und so möchte man schon von dieser Band einige Großtaten erhoffen.
Andererseits ist aber nun "Trouble With Machines" gar nicht so gefällig ausgefallen, wie man sich das da wünschen würde. Und der Grund dafür ist natürlich im Songwriting zu finden. In Nummern wie "Back And Forth" geht District 97 dabei das narrative Element ebenso ab wie der berüchtigte Blick für das "große Ganze". Genannte Nummer dümpelt ohne große Höhepunkte vor sich hin von Part zu Part, verlegt sich in seinen simpelsten Momenten auf nervöses Riffing und windet sich ansonsten dahin wie ein frisch aus dem Wasser gezogener Aal. Da sind die gewollt komplizierten Melodien auch nicht gerade hilfreich, sondern geben dem ganzen Stück eine reichlich gekünstelte Aura. "The Perfect Young Man" muss dem mainstreamigen Refrain der Nummer zufolge ein ziemlicher Langweiler sein, kein genialer, etwas weltfremder Freak, wie man es melodisch und dramaturgisch vergleichbar gelagerten Stücken der frühen Spock's Beard angehört hätte. Auch wenn zwischendrin mal ganz verrückt soliert wird und die Nummer eine kuriose Wendung nimmt.
Kürzere Stücke wie "Open Your Eyes" (soll das etwa eine heimliche Yes-Hommage sein? Hehehe...), "The Actual Colour" oder "Who Cares?" verknüpfen dagegen mehr oder weniger vertrackte, teils am Progmetal orientierte Passagen mit amerikanisch geprägtem, wenig aufregendem Rock-Mainstream und kuriosen Zwischenspielen, die dem eigentlichen Material somit ziemlich konkurrenzlos die Schau stehlen. In solchen Momenten fühle ich mich ein bisschen an verspielten Pomprock à la A.C.T erinnert, auch wenn's hier natürlich nicht so over the top ist. Besser wird es dabei, wenn pausenlos Action herrscht, wie etwa in "The Actual Colour". Allerdings ist man auch hier, was Einsatz und Esprit angeht, noch längst nicht bei 100%. Schade drum, denn aus einem derartigen Grundsound, der sowohl Retroprog als auch Progmetal und die moderne Alternative kennt, sollte mehr rauszuholen sein.
Spannender sind da insgesamt aber die beiden abschließenden Stücke: "Read Your Mind" überzeugtmit einer mal verträumten, mal bedrohlichen Atmosphäre und äußerst liquider Rhythmusarbeit. Insbesondere die gebotenen Harmonien sind schön anzuhören, und insgesamt entsteht der Eindruck einer federleichten und verspielten Version der alten, stählern-ernsten Änglagård-Klassiker. Und auch "The Thief" hält diese Stimmung durch, kann dabei als Longtrack aber ebenso mit einem schlüssigen Aufbau punkten. Vor allem wirkt auch dieses Stück dabei wesentlich natürlicher und weniger verkrampft als seine Antipoden zu Beginn von "Trouble With Machines". Das bringt das Album dann somit auch noch zu einem guten Ende.
Somit steht abschließend meinerseits das Fazit, dass District 97 über weite Strecken dieses Albums ihr Potenzial eher so in den Sand setzen, denn "Trouble With Machines" beginnt auf ziemlich mittelprächtigem bis unspektakulärem Niveau. Danach allerdings steigert man sich recht schnell, und die letzten 25 Minuten des Albums sind hingegen äußerst angenehm. Ja, dieser zwiespältige Eindruck vom Beginn bestätigt sich somit. Von einer richtig guten Band erwartet man nämlich auch durchgehend gute Alben, und ein solches ist "Trouble With Machines" für mich leider nicht.
Aber Moment mal... Prog mit Versatzstücken von Moderne und Früher, einer Dame am Mikro und ein bisschen Düsternis zwischendrin? Wie mein Gedächtnis soeben meldet, sind District 97 da gar nicht so alleine. Den Vergleich mit Musica Ficta verliert man allerdings aus den genannten Gründen.
| Anspieltipp(s): |
Read Your Mind, The Thief und vielleicht noch The Actual Colour |
| Vergleichbar mit: |
A.C.T. meets Spock's Beard und Mainstream |
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| Veröffentlicht am: |
4.10.2012 |
| Letzte Änderung: |
5.10.2012 |
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