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GRICE

Propeller

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2012
Besonderheiten/Stil: ArtPop; Jazz; Moderne Electronica; sonstiges
Label: hungersleep records
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

GRICE (Jim Peters) lead vocals, acoustic guitar, electric guitar, bass, kora, tzouras, percussion, EBow, Virtual Vincenzo TM, electronic percussion, sequencing and programming, piano treatments, string and horn arrangements, backing vocal arrangements

Gastmusiker

Alan Burton uilleann pipes
BJ Cole pedal steel guitar
Fred Ehresmann hammond organ, digital santur, pianos, Fender Rhodes
Jacqueline Kershaw french horn
Jerri Hart trumpet
Jim Peters (snr) pianos and backing vocals
Joe Breban drums
Lee Fletcher bass, electronic percussion, soundscapes, backing vocal arrangements, string and french horn arrangements
Lisa Fletcher backing vocals
Luca Calabrese trumpet
Markus Reuter soundscapes, U8 touch guitar
Alexander Marchant bass
Ondrej Pochyly acoustic and electric violin
05Ric drums, percussion
Raphael Ravenscroft saxophone, flute
Steve Bingham violin, viola

Tracklist

Disc 1
1. Patiently 6:32
2. Let It Go 4:57
3. Slowdive 3:19
4. Highly Strung 4:12
5. 214 Squadron 0:36
6. Propeller 9:59
7. Propeller (Coda) 1:33
8. Lost and Found (006.5) 7:09
9. Broken Arrow 5:36
10. Propeller (Overture) 1:06
11. Summer Screams 1:37
12. The Cage 3:47
13. Propeller (Reprise) 1:16
Gesamtlaufzeit51:39


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß


Ich will es gleich vorweg schicken, man kann sicherlich diskutieren, ob ein Album wie „Propeller“ den Wertekontext dieser Seiten, die sich ja im Kern dem Progressive Rock (dem Genre, dem Stil) verschrieben haben, sprengt. Aber andererseits, wo könnte solche Musik wahrgenommen werden? Die Spur zum Debütalbum des englischen Künstlers GRICE (alias Jim Peters) führt – zumindest für mich – über das Team von Unsung Productions und insbesondere Lee Fletcher, der intensiv an diesem Album mitgearbeitet hat. Aber auch Namen wie Markus Reuter, BJ Cole oder Luca Calabrese lassen natürlich aufhorchen.

Singer-Songwriter, Komponist und Multiinstrumentalist GRICE bringt uns mit „Propeller“ denn auch ein Werk außergewöhnlicher schöner, beeindruckender, hoch künstlerischer Musik, die sich ihren schlängelnden Weg zwischen elektronischen Klängen, sanften folkigen Passagen, jazzigen Harmonien, leicht angezerrten Rhythmen und durchaus loung-poppigen Melodien sucht. Ein sehr eigenes Werk, welches vom leicht jazzigen Gesangsstil GRICEs mit einer besonderen Note versehen wird.

Die geschmackvollen Instrumentierungen, die berauschenden Soundscapes, die gelegentlich schräg-pulsierenden Rhythmen führen in eine ruhige, entspannte, traumhafte, melancholische, aber doch stellenweise auch düstere und beunruhigende Klangwelt. Der beste Song des Albums - „Highly Strung“ - fällt allerdings mit Elektro-Beats und kratzigen Touch-Guitar-Riffs Tuner-like ein bisschen aus dem Rahmen, ist aber ein Erlebnis. Der Titelsong beeindruckt durch seine leicht klaustrophobische, sehr eindringliche Atmosphäre und erinnert wiederum in Stil und Ausdruck an andere Unsung-Projekte und -Produktion, vor allem aber beispielsweise an Werke von Stefano Panunzi, Fjieri oder auch David Sylvian. In der zweiten Hälfte des Songs gibt es sogar etwas orchestralen Bombast zu hören und wunderschöne Streicherparts.

Überhaupt setzen Streicher und Bläser immer wieder wunderschöne Akzente. Interessanterweise versteht es GRICE auch beeindruckende Miniaturen zu schaffen, wie im Klangexperiment „Propeller (Coda)“ nur mit Percussion, Elektro-Wabern und Trompeten-Tupfern. Oder mit wehmütiger Trompete, Piano und sanfter Gitarre in „Propeller (Overture)“ oder mit Gesang und Streichern im irritierenden „Summer Screams“. Es müssen also nicht immer Longtracks sein. Das passt es irgendwie auch, dass „The Cage“ mit nahezu soul-funkigen Bläsern befeuert wird.

„Propeller“ ist ein wundervolles Album mit kunstvoller Musik, die überhaupt nicht verkopft wirkt (wohl aber vermutlich genauestens durchkomponiert ist) und bei der es immer wieder viel zu entdecken gibt. Sagte ich schon? Stimmt halt auch...

Anspieltipp(s): Highly Strung, The Cage (man kann das Album komplett bei Bandcamp anhören)
Vergleichbar mit: Fijeri, Stefano Panunzi, Lee Fletcher, David Sylvian / Japan
Veröffentlicht am: 7.10.2012
Letzte Änderung: 7.10.2012
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von GRICE

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2015 Alexandrine 12.00 1

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