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Grand General

Grand General

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Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2013
Besonderheiten/Stil: instrumental; HardRock; Jazzrock / Fusion; RetroProg
Label: Rune Grammofon
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Even Helte Hermansen guitar
Ola Kvernberg violin, viola
Erlend Slettevoll keyboards
Trond Frønes bass
Kenneth Kapstad drums

Tracklist

Disc 1
1. antics 12:20
2. the fall of troy 6:31
3. clandestine 4:08
4. tachyon 6:25
5. ritual 6:02
6. red eye 11:02
Gesamtlaufzeit46:28


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß


Norwegische Musiker scheinen ja zuweilen inzestuöse Verhältnisse zu pflegen und so entstehen immer wieder neue Formationen aus Musikern diverser anderer Combos. Manches ist nur ein Einmal-Projekt, manches wächst zur live-performenden Band. Was genau aus Grand General wird ist noch offen. Man ist auf jeden Fall schon live aufgetreten, allerdings noch unter dem Namen Kenneth Kapstadt Group, womit schon einer, der hier engagierten Musiker, klar wäre. Kenneth Kapstadt, der Drummer von Motorpsycho, ist mit an Bord, ebenso wie Gitarrist Even Helte Hermanssen (bekannt von Bushman's Revenge und Shining) und Violinist Ola Kvernberg (zuletzt u.a. auf „The Death Defying Unicorn“ in Erscheinung getreten), am mal die bekannten Gesichter zu benennen. Dazu kommt z.B. noch Trond Frønes, der zur aktuellen Live-Formation von El Doom & The Born Electric zählt und der hier einige der Tracks komponiert hat. Für das Debütalbum suchte die Band nach einem neuen Namen, da es Kenneth Kapstadt Group irgendwie nicht mehr so richtig zu treffen schien.

Grand General also. Vor etwa einem Jahr präsentierte uns das Rune Grammofon-Label El Doom & The Born Electric, die verproggten Hardrock mit Jazzanklängen und voller Saft und Kraft spielten. Grand General könnten nun glatt sowas wie ein Nachfolger sein. Wenn die Combo mit „antics“ loslegt, dann wird auch schon mal der Hardrock-Knüppel ausgepackt, die Gitarre jault, die Felle werden ordentlich bearbeitet. Dazu gesellt sich allerdings noch die riffende Violine, was der Musik schon noch deutlich Charakter verleiht. Das Mahavishnu Orchestra jammt mit The Who, oder so. Zwei Tracks lang wird ordentlich verspielt, teils episch Ge-Hard-Rockt, jazzige Linien inklusive.

Danach begeben sich Grand General in freiere Gefilde (und damit enden auch die direkten Bezüge zu El Doom). Teils jazzrockige, teils schon in RIO-Avant-Gefilden wildernde Klangkaskaden überfallen den Hörer. Forschende Tonreihen entwickeln sich, die Musik rockt immer noch, aber nun komplexer, verstörenden, anstrengender. Nach dem sich die Musik ausgetobt haben, kehren sich am Schluss wieder zum progressiven Hardrock mit Jazzrock-Elementen vom Anfang zurück und hauen mit „red eye“ noch einen epischen Rocker, ganz im Stile von Motorpsycho, raus. Hier darf sich auch Violinist Kvernberg mit kraftvollen Violinen-Soli nochmal so richtig in den Vordergrund spielen. Und gar ein kleiner Schuss kernigen Blues-Rocks (Jehova!) darf nicht fehlen. Ach ja, alles instrumental, gesungen wird nicht.

Das Debüt von Grand General ist klar ein Album aus Kategorie „Spaß mit Kern“, rockt fröhlich dahin, strapaziert Hirn und Bauch und hinterlässt glückliche Prog-ROCKer. So muss das sein.

Anspieltipp(s): the fall of troy, tachyon
Vergleichbar mit: El Doom & The Born Electric, Motorpsycho, Bushman's Revenge, "The Death Defying Unicorn"
Veröffentlicht am: 3.3.2013
Letzte Änderung: 3.3.2013
Wertung: 12/15

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