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Vespero

By the Waters of Tomorrow

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2010
Besonderheiten/Stil: Psychedelic; RetroProg; Spacerock
Label: R.A.I.G
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Ivan Fedotov Drums, Percussion
Arkady Fedotov Bass, Melodica, Bass Synth, Oscillations
Alexander Kuzovlev Guitar, Electronics
Alexei Klabukov Keyboards, Mellotron

Gastmusiker

Vladimir Belov Cello, Keyboards
Alisa Coral Bubbles, Waves, Oscillations
Valentin Rulev Violin
Natalya Dosoyevskaya Flute
Elena Belozyorova Voice

Tracklist

Disc 1
1. Daphne 5:21
2. Percious 8:32
3. Amaryllis 7:28
4. Gao Zült 5:50
5. Tall Tree 7:31
6. Punto Fijo 8:02
7. Pavane Lacryme 4:23
8. Seagulls Sing (when it rains) 6:47
9. Aurora Borealis 9:15
Gesamtlaufzeit63:09


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Für ihr drittes Album - das 2010 von der R.A.I.G veröffentlichte "By the Waters of Tomorrow" - haben Vespero im Vergleich zum Vorgänger das Instrumentarium wieder erweitert. Cello, Violine (Valentin Rulev, Gründungsmitglied der Band, als Gast) und Flöte wurden integriert, dazu lässt Alexei Klabukov bisweilen ein Mellotron (oder Samples eines solchen) erklingen (Streichertimbres meist). Dafür gibt kaum noch menschliche Stimmen zu hören.

Eine Art von Spacerock ist auch auf "By the Waters of Tomorrow" zu finden, doch haben sich Klang und Instrumentierung im Vergleich zu den beiden Vorgängerscheiben verändert. Tastensounds und Elektronisches stehen weiterhin im Zentrum der Musik und erzeugen zusammen mit Gitarre und Bass einen getragen bis flott dahintreibende, sehr dynamische und voluminöse Space-Postrock-Psychedelik, die nun auch deutliche Retroprogelemente aufweißt. Streicher und Flöte sorgen zudem für klangliche Verzierungen bzw. Abwechslung. Die verschiedenen Gesangseinlagen, insbesondere der textlosen Lautäußerungen von Natalya Tujrina (die offenbar die Band verlassen hatte) die auf "Surpassing All Kings" nicht selten waren, sind dagegen - wie schon angedeutet - weitestgehend verschwunden.

Flächige Tastensounds, allerlei Elektronikgewölk, retroproggige Keyboardmuster, psychedelisch-kosmische Gitarrenexkurse, repetitives Postgerocke, einige folkig-russische Melodien (vorgetragen meist von einer Melodica), treibende Bassmuster, spacig-jaulende bzw. flott voran hetzende E-Gitarrengeflechte, sonores Cellogeknartze, hypnotisches Gejamme, heftigeres Gerocke, krautig-elektronische Momente, elegisches Gegeige, dezentes Akustikgeschrammel, lockere Flöteneinlagen, pulsierende Synthesizerflächen und die beeindruckende, ausgesprochen vielseitige und flotte Schlagwerkarbeit Ivan Fedotovs (der heimliche Star der Band) werden zu einem dichten Ganzen verwoben, welches sehr abwechslungsreich und perfekt produziert aus den Boxen strömt. Im abschließenden "Aurora Borealis" wird dann sogar recht deutlich und originell der Berliner Elektronikschule gehuldigt.

Mit "By the Waters of Tomorrow" halten Vespero problemlos das Hohe Niveau des Vorgängers, sorgen aber gleichzeitig für klangliche Veränderungen. Natürlich haben die Russen diverse Inspirationsquellen, die von Gong, den frühen Pink Floyd und Krautelektronischem der späten 70er Jahre bis hin zu den rezenteren Spacerockformationen à la Ozric Tentacles reicht, doch schaffen sie damit und diversen eigenen Ingredienzien eine sehr eigene und beeindruckende Version des psychedelisch-progressiven Spacerocks. Wer dem Genre etwas abgewinnen kann, sollte die Band nicht verpassen!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 9.3.2013
Letzte Änderung: 11.8.2015
Wertung: 12/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Vespero

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2007 Rito 11.00 1
2009 Surpassing All Kings 12.00 1
2012 Subkraut: U-Boats Willkommen Hier 13.00 1
2013 Droga 12.00 2
2015 Fitful Slumber until 5 A.M. 12.00 1
2016 Lique Mekwas 11.00 1
2016 Azmari: Abyssinian Liventure 12.00 1

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