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Disen Gage

...the reverse may be true

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2008
Besonderheiten/Stil: sonstiges
Label: R.A.I.G
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Konstantin Mochalov
Sergei Bagin
Nikolai Syrtsev
Eugeny Kudryashov

Tracklist

Disc 1
1. What's up on planet Plyuk? 3:34
2. Landing 8:31
3. Lehaim to N.E.P. 5:09
4. Exyrinx 7:36
5. To kill Kenny 3:12
6. The Parovoz hitchhikers to Japan 5:10
7. God saw otherwise 3:26
8. Laxavities are included 5:54
9. Ikar's guide to the galaxy 8:33
10. How much is Oxygen on planet Khanud? 5:32
Gesamtlaufzeit56:37


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Disen Gage zum dritten. "...the reverse may be true" nannten Konstantin Mochalov, Sergei Bagin, Nikolai Syrtsev und Eugeny Kudryashov den 2008 erschienen Nachfolger von "Libertage". Das Gegenteil könnte also richtig sein ... ja, kann schon sein. Das Album wird jedenfalls in einem Platz sparenden, bunt bedruckten Pappklappteil geliefert, in dem sich an einer Stelle die CD festklemmen läst. Ebenda ist auch etwas an Text zu finden, der feststellt, dass DG diese Musik in tiefster Verehrung an Claude Debussy, Maurice Ravel, John Wetton, Douglas Adams und Georgi Danelija komponiert, arrangiert und eingespielt (und ab und zu auch eingesungen) hätten. Georgi Danelija? Ah ja ... ein russisch-georgischer Regisseur und Drehbuchautor (Danke Wikipedia!), der in der Sowjetunion u.a. mit dem satirischen SF-Streifen "Kin-dza-dza!" Aufsehen erregt hat.

Debussy, Ravel und Wetton ... ja und Fripp? Einen crimsonesken Gitarrenprog gibt es nämlich auch auf "...the reverse may be true" zu hören, der sich irgendwo in der Mitte zwischen dem eher kühl-konstruierten Erstling und dem weitestgehend frei improvisierten Zweitling platzieren lässt und sich damit doch sehr weit von der einstmaligen Inspirationsquelle entfernt hat. Will sagen: Das hier ist sehr eigenständig! Ziemlich humorvoll, irgendwie kurios, fast skuril ist die Musik diesmal auch ausgefallen (a la Douglas Adams / Danelija - auf beider Werke wird in der Titelliste bisweilen angespielt), gibt es hier doch immer mal wieder Momente, die nach Polka oder Kirmes klingen, angereichert mit entsprechenden bläserartigen Sounds (die vermutlich von einem Keyboard erzeugt wurden - wer hier was spielt wird nirgends auf dem Pappklappteil verraten) und bisweilen passendem Gesang.

Mitunter gleiten die Klänge auch seltsam filmmusikartig aus den Boxen oder scheinen in irgendeiner schummrigen Bar in Moskau zur Unterhaltung nachtschwärmender Gäste zu erklingen. Ansonsten wird hier sehr abwechslungsreich und dynamisch, ab und zu auch reichlich angeschrägt gerockt, vor allem von E-Gitarren, Bass und Schlagwerk, wobei im Hintergrund immer allerlei (Tasten-)Sounds und Samples herumschwirren, die sich bisweilen auch klangprägend nach Vorne arbeiten. Verschroben und verzwirbelt bewegen sich aber vor allem die Gitarrenlinien umeinander, druckvoll vorangetrieben von der exzellenten Rhythmusabteilung, insbesondere dem mächtigen Bass, mal locker und luftig, mal härter rockend und riffend, mit deftigen Ecken und Kanten.

Das akustische Ergebnis ist eine sehr beeindruckende und verspielte Mischung aus komplexem Instrumentalprog, Jazzigem, Polka-Folkloristischem, SF-Soundtrackartigem, anspruchsvoller Hintergrundmusik und auch Schräg-Experimentellem - oder doch eher dem Gegenteil? Wie auch immer, "...the reverse may be true" ist ein ausgesprochen unterhaltsames und perfekt gespieltes Album mit einem modernen, intelligenten Instrumentalprog, dem einmal zu lauschen ich jedem Babyblauen Leser empfehlen möchte!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 12.4.2013
Letzte Änderung: 17.10.2014
Wertung: 12/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Disen Gage

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2004 The Screw-Loose Entertainment 11.00 1
2006 Libertage 12.00 1

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