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Kalutaliksuak

Kalutaliksuak

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2007 (Aufnahmen von 1993)
Besonderheiten/Stil: Elektronische Musik; Krautrock; Psychedelic; Spacerock; sonstiges
Label: R.A.I.G
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Vladimir Konovkin Keyboards, Hohner Clavinet, Piano, Synthesizer, Electronics
Alexander Chuvakov Guitars, Effects, Voice
Bath Gremlin Bass

Tracklist

Disc 1
1. They shall catch you up for sure 8:00
2. While he sits in ice cracking a whip around 7:56
3. What are your feet eating? 6:36
4. They usually eat humans 5:35
5. Crow-quill clothing 9:35
6. Put this sucking into her hood 15:38
Gesamtlaufzeit53:20


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Kalutaliksuak soll angeblich, so steht es auf der Internetpräsenz des russischen Labels R.A.I.G zu lesen, der Name einer bösartigen Eskimo-Göttin sein. Ich konnte dafür zwar im Weltweiten Netz keine Bestätigung finden (alle Suchen führten auf Seiten, die sich mit demselben musikalischen Objekt befassen, wie diese Rezension), aber die für einen Mitteleuropäer relative Unaussprechbarkeit desselben spricht dafür, dass an der Behauptung etwas dran ist. Kalutaliksuak nannten jedenfalls 1993 Vladimir Konovkin und Alexander Chuvakov ihr gemeinsames Bandprojekt, mit dem sie und eine wechselnde Anzahl an Mitmusikern im Moskauer Rockuntergrund der mittleren 90er Jahre des letzten Jahrhunderts unterwegs waren. 1997 löste man sich dann wieder auf.

2006 reaktivierten Konovkin und Chuvakov das Projekt. Im Jahr darauf erschien mit "Kalutaliksuak" das verspätet Debütalbum der Gruppe. Dasselbe beinhaltet allerdings "Archivaufnahmen" der ersten Inkarnation der Band, entstanden meist 1993 in Zusammenarbeit mit dem Bassisten Bath Gremlin. Ein Jahr später legte die Gruppe (mit neuem Bassisten und Schlagzeuger) dann mit "Last Day of Sun" das erste Album der reformierten Band vor. Zurück zu "Kalutaliksuak"!

Im weltweiten Netz habe ich die Musik auf dieser Scheibe als "ethno-psychedelic and proto-space rock" beschrieben gefunden, was ganz gut passt. Eine Art Spacerock ist das schon, psychedelisch ist die Musik auch und ab und zu gibt es seltsame Ethno-Folk-Einlagen. E-Gitarre, sehr viel Tastenwerk und Bass gibt es auf "Kalutaliksuak" zu hören, dazu selten etwas "Gesang", recht viel elektronisches Gewölk und Perkussives aus der Dose (aus irgendeinem Grund hatte man keinen Schlagzeuger). Typischer Spacerock wird mit diesen klanglichen Ingredienzien allerdings nicht erzeugt.

Ein recht eigenartiges Gemenge an vielseitigen Gitarrenlinien (die mal an Robert Fripp gemahnen, mal eher Floydig daher kommen, mal ausladend-spacig jaulen, oder derb riffen), sehr abwechslungsreichen Tastengebilden (mal retro-symphonisch, mal jazzig-verspielt, mal kosmisch-mächtig wabernd, mal ambientartig-wogend), unzähligen wirr und krautig blubbernden Elektroniksounds und -geräuschen kommt hier aus den Boxen, ergänzt um den voluminös knurrenden Bass und die eher billig wirkende, aber recht eigenartige, monoton-repetitive Muster erzeugende Drummachine. Bisweilen gibt es zudem noch einige weggetreten-anderweltige, hallend-mysteriöse Vokaleinlagen, die bisweilen wirklich an Inuit-Gesänge gemahnen (oder an etwas, wovon sich der Rezensent vorstellt, dass es wie Inuit-Gesänge klingt). Das Ergebnis ist ein ziemlich eigenständige Musik, die klingt, als hätte man Throbbing Gristle mit Harmonia gekreuzt, einen guten Schuss King Crimson zugegeben und darum gebeten Spacerock zu machen.

"Kalutaliksuak" bietet ziemlich kultige Musik, zumindest für diejenigen Babyblauen Leser, die mit "experimentellem" Spacerock, Retrokrautrock, sperrige Elektronik, ausladenden Tasteneskapaden und ausgedehntem Crimsoneskem Gejamme etwas anfangen können (bzw. einer Mischung daraus) und nichts gegen den gelegentlichen Einsatz eines elektronischen "Schlagzeugs" einzuwenden haben. Diese Musik stammt direkt aus dem rockmusikalischen Untergrund Moskaus und hat eine entsprechende Atmosphäre, wobei noch angemerkt sei, dass der Klang des Ganzen exzellent ist!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 21.4.2013
Letzte Änderung: 6.12.2014
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Kalutaliksuak

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2008 Last Day of Sun 12.00 1
2011 Snow Melts Black 12.00 1
2014 Death of the Alpinist 12.00 1

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