SUCHE
Erweiterte Suche
NEUE REZENSIONEN
26.9.2017
Electric Orange - EOXXV
Tori Amos - Native Invader
25.9.2017
Vuur - In This Moment We Are Free
24.9.2017
Electric Orange - EOXXV
Cosmograf - The Hay​-​Man Dreams
23.9.2017
Grobschnitt - Jumbo
22.9.2017
Violent Attitude If Noticed - Ourselves and Otherwise
The Tangent - The Slow Rust Of Forgotten Machinery
21.9.2017
7C - Compartment C
The Great Discord - The Rabbit Hole
White Moth Black Butterfly - Atone
20.9.2017
Panther & C. - Il Giusto Equilibrio
19.9.2017
Mastermind - Until Eternity
Hällas - Hällas
Pere Ubu - The Pere Ubu Moon Unit
Arabs in Aspic - Victim of Your Father´s Agony
17.9.2017
VagusNerve - Lo Pan
Guerilla Toss - Gay Disco
ARCHIV
STATISTIK
23883 Rezensionen zu 16318 Alben von 6339 Bands.
SITE MAP
STARTSEITE

Thierry Zaboïtzeff

Sixteenth

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2012
Besonderheiten/Stil: RIO / Avant
Label: Booster / wtpl-music
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Thierry Zaboitzeff bass, cello, guitar, samplers, vocals, soundscapes, programming.
Isabelle Farmini soprano voice on tracks 2 / 8 / 11 / 12
Beda Percht lyrics on tracks 2 / 11
Tomaž Simatovic voice of millions on track 3

Gastmusiker

Dominique Badia Guitar on track 7
Paul Gonet Guitar on track 7
Francis Rateau Guitar on track 7
Bruno Remazeilles Guitar on track 7
Sébastien Verlhac Guitar on track 7
Erik Baron Bass on track 7
Alain Guyon Bass on track 7

Tracklist

Disc 1
1. Slippery Nights 6.54
2. Makes Me Sleep 3.08
3. Schluss Mit Kunst 4.33
4. Deil Zom an De Lay 3.58
5. Free At Last 6.01
6. Ov.Expv 4.24
7. Mariée À La Nuit 6.07
8. Connectivity 2.48
9. Kordz Et Les Anges Gardiens 12.23
10. Ov.6 4.18
11. Touch 4.47
12. Dr Zab am Wolfgang See 5.06
Gesamtlaufzeit64:27


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @


"Sixteenth" nennt sich das im Jahre 2012 erschienene Werk von Thierry Zaboitzeff. Demnach gab es in jenem Jahr bereits sechzehn Solowerke des enorm kreativen Franzosen. Bei dem eventuellen Versuch diese Zahl nachzuprüfen erfährt der interessierte Avant-Prog-Hörer auf der Webseite des Künstlers, dass das 1995 veröffentlichte Fotoalbum von Philippe Schlienger "Epreuves d'acier" nach Ansicht von Zaboitzeff als sein Solowerk No.3 zu fungieren hat. Dem Buch liegt die CD mit dem Titeltrack bei, der später auch als eine Art Zoyd-Nummer auf "Häxan" erschien. Bis auf die eine Ausnahme besteht die Zaboitzeff-Diskographie "nur" aus den herkömmlichen CD's.

"Sixteenth" ist ausnahmsweise mal kein Soundtrack-Album von Zaboitzeff und auch kein Konzeptwerk, sondern einfach eine thematisch lose Ansammlung von Studioaufnahmen. Man findet also keine fiktiven Ensembles, die Zaboitzeff angeblich begleiten, sondern einige wenige echte Musikerkolleg/Innen, die ihn bei seinem Vorhaben unterstützen. Darunter fünf Gitarristen, zwei Bassisten (alle sieben aus dem Umfeld von d-zAkørd), eine Sopranistin sowie zwei bis drei seltsame Gäste, die ebenso seltsame Aufgaben wahrnehmen, indem sie "beatboxen", oder "voice of millions" beisteuern. So habe ich ganz nebenbei gelernt, dass Beatboxen nichts anderes bedeutet, als Rhythmen mit dem Mund zu erzeugen.

"Sixteenth" präsentiert ein vergleichsweise breites musikalisches Spektrum des Zaboitzeff-Universums. Darunter findet sich temperamentvoll groovender Avant-Prog mit growlendem Sprechgesang ("Slippery Nights"), anmutige Hymnen mit einer Sopranstimme und starken Zeuhl-Einflüssen ("Makes Me Sleep", "Deil zum en delay"), ein Experiment zwischen Anarchie, Krautrock, Elektronik, Dark Ambient- und Industrial-Elementen ("Schluss mit Kunst"), eine elektronisch eingefärbte Huldigung an den Kampf von Martin Luther King mit Fragmenten seiner Rede ("Free at Last"), gitarrenorientierter Avant-Prog zwischen unter der Oberfläche versteckter ("Ov.expv") und offener ("Mariee...") Anspannung, elektronisch-experimenteller Industrial-Prog mit Soprangesang ("Connectivity"), ein symphonischer Kammerprog-Longtrack ("Kordz..."), finsterer Kammerprog zwischen Melancholie und unterschwelliger Aggression ("Ov.6") und schließlich auf originelle Weise zusammengefügte Elemente von rhythmischer Elektronik, Prog, Hip-Hop und Zeuhl in "Touch". Das abschließende "Dr Zab. am Wolfgang See" könnte als eine durchaus humorvolle Reise an den Wolfgangsee verstanden werden, in der die Sopranistin einige flotte Melodien zum aus den Keyboards und elektronischen Rhythmen bestehenden Ein-Mann-Ensemble des Projektchefs trällert.

Insgesamt halte ich "Sixteenth" für ein sehr unterhaltsames (und abwechslungsreiches) Werk, falls man die Definition der guten Unterhaltung auch auf finster eingefärbte, oder experimentelle Stücke ausdehnen darf.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 25.5.2013
Letzte Änderung: 25.5.2013
Wertung: 11/15

Zum Seitenanfang

Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Thierry Zaboïtzeff

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1984 Prométhée 9.00 1
1992 Dr. Zab & his robotic strings orchestra 10.00 1
1997 Heartbeat 10.00 1
1998 India 9.00 1
1999 Alice 8.00 1
2000 Nebensonnen 10.00 1
2000 Miniaturen 12.00 1
2001 Dr. Zab Vol. 2 9.00 1
2004 Mïssa Furïosa 11.00 1
2007 Iva Lirma 11.00 1
2008 Voyage au centre de la terre 12.00 1
2010 Sequences 10.00 1
2013 Planet Luvos 11.00 1
2014 The Cabinet of Dr.Caligari (DVD) 10.00 1
2014 Aria Primitiva 11.00 1
2016 Multiple Distortions 11.00 1

Zum Seitenanfang

© 1999-2017; Das Copyright aller Texte liegt bei den jeweiligen Autoren; Haftungsausschluss
Site Map - Startseite - FAQ - Reviews - Leitfaden - Lesestoff - Kontakt - Links
RSS | Impressum