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Gunnelpumpers

Montana Fix

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Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2013
Besonderheiten/Stil: instrumental; Jazz; RIO / Avant; Worldmusic / Ethno
Label: Eigenproduktion
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Doug Brush Percussion,Drum Kit,Carved wooden flute,Nakirs,Beer Bottle,Metal Recorder
Randy Farr Percussion, Congas
Matthew Golombisky Double Bass,Melodica,Likeable noise
Michael Havnanian Double Bass
Douglas Johnson Double Bass
John Meyer Electric Guitar
Quinlan Kirchner Drum Kit

Tracklist

Disc 1
1. Bolander 2.46
2. Naghra 4.27
3. Floobah 1.42
4. d'bass'd 3.00
5. Hip Hip Beret 3.27
6. Smokeblossom 7.30
7. Bottley Functions 1.22
8. Drunken Alley 5.46
9. Buffalo Jump 2.42
10. Sparkleboat 2.17
11. Aurelius the Cinderbiter 6.23
12. Montana Fix 10.29
13. Bassacaglia 2.09
14. Puzzle Dust 2.47
15. Zaftundzwanzig 2.36
16. Stwing Feowy 3.51
17. Mundus 6.48
18. Earthing 6.49
19. Ouroboros 2.51
Gesamtlaufzeit79:42


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @


Auch auf dem vierten Studiowerk improvisiert das Musikerkollektiv um den Bassisten Douglas Johnson munter weiter. Zwischen freiförmig und diszipliniert, mal ohne nachvollziehbare Rhythmen und ohne herkömmliche Strukturen, dann wieder rhythmisch groovend und repetitiv. Wobei rhythmisches und repetitives Musizieren (wie in "Puzzle Dust") doch eher zu den Ausnahmen gehört.

Diesmal gibt es keine drei Longtracks, wie auf dem Vorgängerwerk "Tritonium", sondern meist kurz geratene neunzehn Stücke, die insgesamt auf eine Spielzeit von 80 Minuten kommen. Das Klangbild der Formation wird aber immer noch von Perkussion, zwei bis drei Bassisten und einem Gitarristen bestimmt. In den einzelnen Stücken lassen sich trotzdem sehr unterschiedliche Inspirationen erkennen, die die Scheibe abwechslungsreich machen, auch wenn schließlich das meiste konsequent der Freiheit der kollektiven Improvisation untergeordnet wird.

Die Improvisationen entfalten sich mal als eine Verschmelzung von krautrockigen and psychedelischen Elementen ("Bolander"), mal sehr finster und apokalyptisch, mit gestrichenen Bässen und schneidenden Gitarren a la Fripp ("Naghra"), oder als ein ungestümes Duo für Flöte und Kontrabass in "Floobah". Weitere Facetten von "Montana Fix" wären beispielweise noch für Congas, drei Bässe und elektrische Gitarre arrangierter Avant-Prog ("d'bass'd") und rituell zelebrierte Jam-World Music ("Smokeblossom"). Wie sechs Glasflaschen als Blasinstrumente klingen können darf in "Bottley Functions" nachgehört werden. Die frappierende Frage, wie fünf kreative Musiker Avant-Prog-Improvisationen als besoffen klingenden Western-Soundtrack rüberbringen wird in "Drunken Alley" beantwortet. Der Titeltrack tendiert in Richtung von noisig und industrial brodelnden Soundscapes, die sich unter Verwendung eines Drumkits zu einem intensiven Jam verdichten. Das nur für drei Kontrabässe arrangierte "Stwing Feowy" sowie "Mundus" – letzteres mit dem gesamten Ensemble - bewegen sich zwischen Avantgarde-Klassik und improvisiertem Kammerprog.

Und so ähnlich abwechslungsreich, als improvisierende Truppe Stilrichtungen wie Jazz, World Music, Avant-Prog, Soundscapes, Moderne Klassik und Krautrock streifend, geht es dann auch in den übrigen Stücken zu. "Montana Fix" von Gunnelpumpers kann unter Anderem dazu dienen dem offenen Hörer bewusst zu machen, wie man spannende Musik vorwiegend für drei gestrichene Kontrabässe, elektrische Gitarre und Perkussion arrangieren kann.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 9.7.2013
Letzte Änderung: 9.7.2013
Wertung: 12/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Gunnelpumpers

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2012 Tritonium 10.00 1

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