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Vespero

Droga

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Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2013
Besonderheiten/Stil: Postrock; Psychedelic; RetroProg; Spacerock
Label: R.A.I.G
Durchschnittswertung: 12/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Ivan Fedotov Drums, Percussion, Programming
Arkady Fedotov Bass, Synthesizers, Melodica, Voices
Alexander Kuzovlev Guitars, Effects, Devices
Alexey Klabukov Keyboards, Mellotron, Synthesizers

Gastmusiker

Vladimir Belov Cello
Alexey Esin Flute, Sax
Elena Belozyorova Voice

Tracklist

Disc 1
1. Steppe 10:24
2. Maui 6:46
3. Red pitfalls 8:04
4. Oboo 7:26
5. Thymus 9:23
6. Halo 8:56
7. Marine 6:52
8. Frozen lilies (melt in heaven) 6:13
9. Droga 8:47
Gesamtlaufzeit72:51


Rezensionen


Von: Achim Breiling @ (Rezension 1 von 2)


Nach nur einem Jahr haben Vespero aus Astrachan das U-Boot im Hafen abgestellt und sich neuen Gefilden zugewandt. Jetzt nimmt man Drogen (droga = Italienisch für Rauschgift, Droge, Suchtmittel)! Oder, will die Band andeuten, dass ihre Musik zu einem Rauschmittel werden kann? Das könnte schon eher sein, habe ich doch alle Studioalben der Russen in meinem Besitz (und höre dieselben recht oft). Da ist also durchaus Suchtpotential vorhanden.

Wie viele Veröffentlichungen des R.A.I.G-Labels wird auch "Droga" - übrigens das fünfte Album von Vespero - hübsch verpackt ausgeliefert. Die Scheibe kommt in einem urigen Pappkarton, der glänzend-schwarz mit Laubblattaderungen bedruckt ist. Innen drin ist zudem noch Platz für die Live-CDR "Liventures, etc", die man dazu bekommt, wenn man sich die "limited special two-disc" Version von "Droga" direkt beim Label bestellt.

Spacerock machen Vespero ... wie eh und je, aber wieder etwas anders. Das krautig-kantig-satirische Moment wurde im Vergleich zum Vorgänger "Subkraut: U-Boats Willkommen Hier" deutlich zurückgenommen. Dafür hat man den klassischen progressiven Spacerock ausgebaut, etwas Jazzrock eingestreut, recht viel symphonisch-elektronisches Testengejamme dazu gegeben und mit etwas crimsoneskem Gewusel und floydigem Retroprog (der bisweilen entfernt an die besten Momente von Grobschnitt erinnert) abgeschmeckt. Die E-Gitarre, die vielen Tasten und Elektronisches bestimmen das Klangbild, dazu kommen der satte Bass und sehr viel Perkussion, bisweilen Flöte bzw. ein Sopransax (selten) und Belovs Cello. Auch wenn in der Besetzungsliste bei zwei Akteuren das Wort "voice" auftaucht ist die Musik vorwiegend instrumental gehalten. Ab und zu erklingen allerdings textlose Sopranseufzer von Elena Belozyorova.

Ein abwechslungsreich instrumentiertes, elektronisch-spacig-psychedelisches, mal druckvoll vorantreibendes, mal entspannt dümpelndes, mal hypnotisch schwebendes Postgerocke gibt es auf "Droga" zu hören, das durchaus dazu geeignet ist Rauschzustände beim Hörer zu erzeugen. Die Zugabe von etwas kantigem Retroporg mit Cello sorgt dabei genauso für Abwechslung wie diverse jazzige Einlagen, allerlei Abschnitte mit freiformatigem kosmischen Geblubber, Fiepen und Zischen und einige südrussisch-asiatische, oft von der Flöte geprägte Einsprengsel (man höre z.B. gleich den Anfang von "Steppe"). Wer modernen Spaceprog mit leichtem Retrocharme schätzt, der sollte "Droga" (aber auch die anderen Scheiben) von Vespero auf keinen Fall verpassen!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 4.8.2013
Letzte Änderung: 6.12.2014
Wertung: 12/15

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Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 2 von 2)


Vespero hatte ich dereinst auf einem Sampler kennengelernt, wo sie mit einem Titel aus dem Album Rito von 2007 vertreten waren. Zwecks näherer Beschäftigung habe ich mich dann aber doch für einen aktuelleren Tonträger entschieden.

Das russische Quartett, das sich hier noch um zwei streichende bzw. holzblasende Gastmusiker sowie eine gelegentlich (allerdings kaum wahrnehmbar) ätherisch hauchende Sängerin erweitert hat, bietet eine ganz eigene Variante des psychedelischen Spacerock. Mit postrockigen und auch einigen retroprogressiven Einflüssen angereichert, klingt die Musik um einiges variantenreicher als bei manch anderen Vertretern des Genres. Neben dem Spacerock-typischen Gemenge aus flirrenden Gitarren und blubbernder Elektronik finden sich auch dynamische Passagen, in denen ordentlich in die Saiten und in die Tasten gehauen wird. Da jault die Gitarre in gleißenden Soli, dazu wummert die Schweineorgel, das alles getrieben von der dynamisch und variabel agierenden Rhythmussektion, die auch durch umfangreiches Arsenal an Schlagwerk besticht. Da kommen streckenweise Assoziationen an Grobschnitts Solar Music auf (in Thymus etwa). Besonders reizvoll sind die sporadischen Einätze des Cellos, die der Musik einen leichten Anflug von Kantigkeit verleihen, während die Flöte das Ätherische betont.

Eine zusätzliche Nuance bringen gelegentlich eingestreute Ethno-Elemente. Stärker im Vordergrund stehen die leider nur am Anfang von Steppe. Das könnte man noch ausbauen, eine Mixtur aus Spacerock und Taigarock sozusagen. Aber auch so ist Droga jedem an psychedelischem Spacerock interessierten dringend zu empfehlen! Da hab ich wieder ein Fass aufgemacht…

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 16.2.2014
Letzte Änderung: 16.2.2014
Wertung: 12/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Vespero

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2007 Rito 11.00 1
2009 Surpassing All Kings 12.00 1
2010 By the Waters of Tomorrow 12.00 1
2012 Subkraut: U-Boats Willkommen Hier 13.00 1
2015 Fitful Slumber until 5 A.M. 12.00 1
2016 Lique Mekwas 11.00 1
2016 Azmari: Abyssinian Liventure 12.00 1

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