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Cats on the Roof

Pros and Cons of Solitude

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2012
Besonderheiten/Stil: instrumental; Blues; Jazzrock / Fusion; Psychedelic; Spacerock
Label: Eigenverlag / Lizard Records
Durchschnittswertung: 8.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Max Rudensky guitar, saxophone, keyboards
Alexander Yegorov bass
Yuri Sinitsky drums

Tracklist

Disc 1
1. Leaves 4:39
2. Breakdance (Signals) 6:02
3. Family Business 6:48
4. Pros And Cons Of Solitude 4:37
5. The Voice Of Makhdee 4:30
6. Dune 6:12
7. A February Whores 4:50
8. Firefly 3:44
9. Cosmos Eve 7:40
Gesamtlaufzeit49:02


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß (Rezension 1 von 2)


Cats on the Roof starteten um 2007 herum als Blues-Jazz-Rock'n'Roll-Coverband. Nach einigen Umbesetzungen erfolgte aber auch ein musikalischer Wandel, so dass vom Coverband-Dasein und der früheren musikalischen Ausrichtung nicht mehr viel zu spüren ist.

Inzwischen agiert man als Instrumental-Trio und schreibt eigene Musik, die sich irgendwo im Spannungsfeld zwischen jazzrockigen Läufen, psychedelischer Verschrobenheit und spacigen Ausflügen abspielt. Am ehesten könnten die oftmals bluesigen, gilmouresken Gitarrensoli noch als Reminiszenz an die Vergangenheit dienen. Neben seiner doch recht floydigen Gitarrenarbeit sorgt Bandleader Rudensky noch für allerlei flirrende und sirrende Tastenklänge.

Während Bassist Yegorov eher solide seine Parts unauffällig herunterspielt, sorgt Drummer Sinitsky mit intensiver Becken-Nutzung für allerlei exotisch wirkenden Kling-Klang. Aber ansonsten bleibt der Beitrag der Rhythmusecke insgesamt eher verhalten.

Das erklärt vielleicht warum „Pros and Cons of Solitude“ gelegentlich etwas verschlafen und schwunglos wirkt. Da hätte neben ein paar aggressiveren Gitarreneinsätzen sicherlich auch ein etwas wagemutigeres Drumming einiges geholfen. Aber trotz dieser Abstriche liegt hier ein unterhaltsames Instrumentalalbum vor, welches in einigen Passagen zum Träumen einlädt, in anderen Passagen wiederum eine hypnotische Wirkung entfaltet. Und auch wenn der Opener flott losgroovt und beispielsweise „Dune“ mit allerlei verschrobenen Klängen aufwartet, darf man hier weder allzu frickeliges noch besonders schräges erwarten. Dazu sind die Vor- und Nachteile der Einsamkeit (ein Thema, mit dem Progger sich vermutlich gut auskennnen) doch etwas zu brav und verhalten ausgeführt. Aber ich würde vermuten, dass sich die Ukrainer noch freischwimmen und das nächste Mal vielleicht etwas mehr riskieren. Das Potential dazu sollten sie haben.

Anspieltipp(s): Leaves, Dune
Vergleichbar mit: ...interessanterweise fällt mir da auf Anhieb nichts ein
Veröffentlicht am: 15.9.2013
Letzte Änderung: 15.9.2013
Wertung: 8/15
...da geht noch was...

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Von: Gunnar Claußen @ (Rezension 2 von 2)


Kollege Thomas sagte es schon: Prägender Mann des Cats-On-The-Roof-Longplayers "Pros And Cons Of Solitude" ist Max Rudensky, seine beiden Kollegen sind nur allzuoft damit beschäftigt, dem Gitarristen, Keyboarder und Saxofonisten ein frisch gebohnertes Parkett zu bereiten. Was die Qualität der neun Stücke auf dem Album angeht, wechseln sich viel Licht und relativ wenig Schatten ab. Am besten die schlechten Nachrichten zuerst: Nummern wie "Leaves", "Firefly" oder auch Teile von "Breakdance (Signals)" langweilen mit sterilem und nur wenig variiertem Rhyhmus, seichten Arrangements und dudelig heruntergespielten Linien so sehr, wie es Instrumentalplatten im schlimmsten Fall immer tun. Besser wird es da beispielsweise, wenn wie im Titeltrack das Arrangement mit allerlei Gitarren- und Keyboardeffekten wesentlich dichter ist, denn sowas sorgt für ein gehaltvolleres Klangbild und verstärkt obendrein die jeweiligen Stimmungen (im genannten Beispiel wäre dies eine latente Melancholie).

Allerdings ist dies ja ohnehin eine Minderheit der Stücke auf "Pros And Cons Of Solitude", die derartig angelegt sind. Besser sind nämlich die bluesig-langsamen Sachen wie "Family Business" oder "A February Whores", die so richtig schön stimmungsvoll geraten sind. Hier können sich dann auch Alexander Yegorov mit einem walking bass und Yuri Sinitsky mit herrlich langsamen Grooves auszeichnen und die Aufmerksamkeit des Hörers auf sich lenken. Lustigerweise lassen mich beide Nummern zu einem gewissen Grad an Klassiker wie Led Zeppelins "Dazed And Confused" oder auch an Arthur Browns Interpretation von "I Put A Spell On You" (wenn auch ohne Orgel und Gesang) denken. Auch weitere 70er-Verweise lassen sich auf "Pros And Cons Of Solitude" finden: "The Voice Of Makhdee" beginnt fast wie Deep Purples "When A Blind Man Cries", kann allerdings den wehmütigen Verheißungen des Intros keinerlei Befriedigung so geweckter Sehnsüchte nachschieben. Interessanter noch ist "Dune", das zunächst an reinste Psychedelik wie "Adjust Me" von Hawkwind denken lässt, in der Mitte aber mit einem ausgedehnten Freiform-Solo auf dem Synthesizer und exzessivem Schlagzeug nochmals abgedrehter wird und seinem orientalisch-fiebrigen Titel damit alle Ehre macht. Hat da wer "Acid Mothers Temple" gesagt? Genau so sieht's aus.

Bestes Stück auf "Pros And Cons Of Solitude" ist allerdings das abschließende "Cosmos Eve", das leicht feierlich mit schwebenden Orgelklängen im Hintergrund tönt und eine geradezu postrockige Herangehensweise an den Song samt einer entsprechenden Steigerung offenlegt. Das wiederum macht mit ebendieser das ganze Album prägenden klassisch-psychedelischen Gitarre nochmal doppelt soviel Spaß. Retro-Postrock? Falls es dieses Genre noch nicht gibt, haben Cats On The Roof mit dieser Nummer einen wesentlichen Beitrag zu seiner Entstehung geleistet.

Insgesamt sehe ich "Pros And Cons Of Solitude" damit etwas positiver als der Kollege. Zirka drei der Stücke können restlos und nochmals so viele mit Vorbehalten überzeugen, und lediglich die drei erstgenannten Liedchen hinterlassen eher Schulterzucken denn Begeisterung. Somit eine geeignete Quote, um sich auf gute 9 Punkte zu heben. Da geht tatsächlich noch was, aber sobald dieses "was" dann tatsächlich eingetreten ist, dürften wir von den Cats On The Roof noch eine Menge guter Sachen hören.

Anspieltipp(s): Family Business, Dune, Cosmos Eve
Vergleichbar mit: "Dazed And Cofused", Teleidofusion ohne Chiptunes?
Veröffentlicht am: 20.9.2013
Letzte Änderung: 20.9.2013
Wertung: 9/15

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