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OTEME (Osservatorio delle Terre Emerse)

Il Giardino Disincantato

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2013
Besonderheiten/Stil: Folk; Moderne Klassik; RIO / Avant
Label: editions Strapontin{s}
Durchschnittswertung: 10.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Valeria Marzocchi flute,piccolo,vocals
Nicola Bimbi oboe,English horn
Lorenzo del Pecchia clarinet,bass clarinet
Maicol Pucci trumpet,flugelhorn
Stefano Giannotti lead vocals,classic and electric guitar,banjo,componium,harmonica,synth,teponatzli,metallophone,plastic bottle
Valentina Cinquini harp,vocals
Emanuela Lari piano,organ,vocals
Gabriele Michetti bass guitar,double bass,vocals
Matteo Cammisa drums,xylophone,tympani

Gastmusiker

Thomas Bloch glassharmonica on Mattino

Tracklist

Disc 1
1. Mattino 2.09
2. Caduta massi 6.07
3. Del recinto 3.58
4. Palude del diavolo 4.14
5. Tema del campi 5.01
6. Ed lo non c'ero 4.59
7. Dite a mia mogile 5.05
8. Il giardino disincantato 8.43
9. Sopra tutto e tutti 9.00
10. Per mano conduco Matilde 4.35
11. Terre emerse (Bolero primo) 7.42
Gesamtlaufzeit61:33


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @ (Rezension 1 von 2)


"Il giardino disincantato" ("Der entzauberte Garten") ist die erste Veröffentlichung des Komponisten Stefano Giannotti, auf der er als Sänger auftritt. Trotzdem ist Giannotti als Komponist und Musiker schon seit Anfang der 80er tätig. "Il giardino disincantato" ist auch die erste Veröffentlichung des von Giannotti geleiteten, OTEME (Osservatorio delle Terre Emerse) genannten Ensembles. Dem neunköpfigen Ensemble gelingt es auf eindrucksvolle Weise die zwischen Songwriter-Folk, Kammerprog und Moderner Klassik angesiedelten Kompositionen Giannottis umzusetzen.

Giannotti versteht sich als kritische Beobachter unserer Wirklichkeit. Und so will er mit seiner Musik eine kleine Insel für die Desillusionierten schaffen, in der die Reizüberflutung der aktuellen Welt nicht stattfindet, sondern man sich auf die zerbrechlichen Klänge der überwiegend akustischen Instrumente konzentriert. Falls diese Beschreibung nach Langeweile aussehen sollte, ich finde die Musik alles andere als langweilig,

Das Album wird wahrscheinlich nicht zufällig von einem Duo aus Stimme und den denkbar zerbrechlichen Klängen einer Glasharmonika eröffnet. Glücklicherweise möchte Giannotti nicht in hoffnungsloser Romantik, oder Melancholie versinken, sondern zeigt vielmehr den Ehrgeiz die schöngeistigen Klänge mit den avantgardistischen zu verbinden. Auf diese Weise ist es möglich die sehr oft persönlich wirkenden, mit ruhigem (immer wieder von weiblichen Zweitstimmen unterstützten) Sprechgesang vorgetragenen Lieder sowie die instrumentalen, meist mit jazzig-folkigem Touch versehenen Kammerprog-Stücke zu präsentieren, die wahrscheinlich das Zeug dazu haben eine Brücke zwischen ambitioniertem Kammerprog und dem eher traditionellen Folkprog zu bauen.

Hin und wieder darf das Ensemble instrumentale Fragmente, oder ganze Stücke vortragen, die nach meinem Eindruck keine Vergleiche mit den bekanntesten Kammerprog-Formationen wie z.B. Univers Zero zu scheuen brauchen. Die Neigung des Komponisten zu leicht ungewöhnlichen Arrangements wird u. A. in "Tema del campi" ausgelebt, in dem er Oboe, Klarinetten und Flöten von einem Slit Drum-Rhythmus, Kontrabass und Soundscapes-Wolken begleiten lässt. Sehr hübsch ist das nur für Stimmen und Componium arrangierte "Per mano conduco Matilde", das sich eigentlich "nur noch" nach englischem Folk richtet.

Wer also eine vielseitige Musik mit Komponenten wie Songwriter-Folk, Kammerprog und Moderne Klassik zu schätzen weiss, der sollte OTEME auch eine Chance geben.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 5.10.2013
Letzte Änderung: 5.10.2013
Wertung: 11/15

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Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 2 von 2)


Nachdem das Projekt Oteme mit seinem zweiten Album bei mir für Begeisterung sorgte, musste alsbald auch der Vorgänger her. Dieser zeigt sich musikalisch allerdings teilweise anders ausgerichtet.

Die 11 Kompositionen entstanden in ganz unterschiedlichen Besetzungen vom Duo bis zu einem kleinen Kammerensemble. Gerade die für mehrköpfiges Ensemble arrangierten Stücke zeigen Oteme von der besten RIO-Seite, so brauchen sich z.B. Caduta massi, Tema del campi oder das Titelstück vor Genregrößen wie Univers Zero nicht zu verstecken.

Daneben stehen Stücke, in denen die Akustik-Gitarre das dominierende, oder sogar - wie in Dal recinto - das einzige Instrument ist. Diese sind mir dann doch etwas zu schlicht aufgebaut, heben sich eigentlich nur durch Stefano Gianottis angenehm sonoren Gesang, der oft mehr eine Art Sprechgesang ist, von normalem Singer/Songwriter-Stücken ab. Trotzdem finden sich auch unter diesen schlichteren Stücken Perlen wie das einleitende Mattino, dessen Reiz in der Kombination aus sonorem Sprechgesang und dem etwas unwirklichen Klang einer Glasharmonika liegt.

Insgesamt wirkt das Oteme-Debüt auf mich noch etwas unentschlossen in seinem Wechsel zwischen Folk-orientierten Stücken und avantgardistischen Kompostionen. Ein schönes Album ist es dennoch, aber der Nachfolger scheint mir die Synthese dieser beiden Stile gelungener.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 4.4.2016
Letzte Änderung: 4.4.2016
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von OTEME (Osservatorio delle Terre Emerse)

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2015 L’agguato, l’abbandono, il mutamento 11.50 2

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