SUCHE
Erweiterte Suche
NEUE REZENSIONEN
20.8.2018
Mkwaju Ensemble - KI-Motion
19.8.2018
Shingetsu - The Best Of Album Outtakes 1976-1981
Expo '70 - America Here & Now Sessions
18.8.2018
Space Machine - 3
The Flaming Lips - At War With The Mystics
17.8.2018
Nathan - Era
Between the Buried and Me - Automata II
15.8.2018
Fabio Frizzi - Manhattan Baby
Goad - Landor
14.8.2018
The Muffins - Secret Signals 2
Node - Node Live
Anubis - Different Stories
13.8.2018
Visitor 2035 - Visitor 2035
12.8.2018
Thunkfish - Renegades
11.8.2018
Malady - Toinen toista
Douze Alfonso - Under
The Muffins - Secret Signals 1
Eugen Mihăescu - Guitaromania Part Two
ARCHIV
STATISTIK
24844 Rezensionen zu 17019 Alben von 6634 Bands.
SITE MAP
STARTSEITE

Verde

Petoviha

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2013
Besonderheiten/Stil: instrumental; Elektronische Musik; Krautrock; RIO / Avant; sonstiges
Label: Karkia Mistika Records
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Mika Rintala Electronics, Instruments, Sounds, Effects

Gastmusiker

Jyrki Laiho
Pekka RT
Janne Tuomi
Sami Kukka
Mikko Perkola
Pekko Käppi
Seppo Istukaissaari
Rauno Nieminen

Tracklist

Disc 1
1. Dekatronilokki 4:38
2. Tappajatintti 3:43
3. Susiaalinen media 4:36
4. Terassipeto elinvoimainen 3:55
5. Petoviha 5:16
6. Kekkonen 10:09
7. Salametsästäjä 8:14
8. Vaarantunut naamakirjanarkomaani 4:48
9. Hukka sukka 4:47
10. Hiljainen hyväksyntä 6:05
11. Arvioimatta jätetty 5:14
12. Silmälläpidettävä 9:40
Gesamtlaufzeit71:05


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Alle paar Jahre meldet sich Mika Rintala alias Verde aus Nokia bei Tampere mit einem neuen Album zu Wort. Zurückgezogen in seinem Cat Eyes Studio (in das der Finne hier einen Einblick gewährt - den Grossteil der blinkenden und tönenden Elektronikmaschinerie hat er selbst gebaut) bastelt er seine Klänge zusammen, schichtet sie übereinander, verfremdet sie und fügt mitunter Beiträge von musikalischen Gästen, Aufnahmen von Naturgeräuschen und anderen gefundenen Klang hinzu. Dabei hat er es offenbar nicht eilig. Von 2008 bis 2013 entstand die vierte Verde-CD, die schließlich im November 2013 unter dem Titel "Petohiva" bei Karkia Mistika Records aus Pori veröffentlicht wurde.

Wie auch auf den drei Vorgängeralben (neben den vier CDs hat Rintala auch noch ein Dutzend weiterer Tonträger - meist selbstgebrannte CDRs - veröffentlicht) vermengt Rintala viel Klang sehr dicht und dynamisch miteinander. Elektronisches, klar inspiriert von der deutschen Krautelektronik der frühen 70er Jahre des letzten Jahrhunderts, progrockige Rudimente, Jazz, Folkspuren, Freiformatiges, allerlei Geräusche und Stimmen und diverse Instrumental- und Perkussionseinlagen werden hier zu einem homogenen und farbigen Ganzen vereinigt, das ausgesprochen lebendig, klangvoll und detailreich aus den Boxen strömt.

Selbstgebaute Synthesizer, Ringmodulatoren, thereminartige Klangerzeuger und diverse elektronische Effektgerätschaften sorgen für ein voluminöses Fundament aus spacig-kosmisch-hypnotischem Wabern, sonorem Brummen, maschinellem Dröhnen, hektischem Fiepen und kantigem Zischen, in das unzählige Instrumentalklänge eingebunden wurden (Gitarren, Bass, Blechgebläse, allerlei skandinavisch-traditionelle Zupf-, Blas- und Streichinstrumente und viel Perkussion, ab und an auch ein Schlagzeug - erzeugt vermutlich teilweise auch von den verschiedenen musikalischen Gästen, denen aber in der Besetzungsliste kein Instrument zugeordnet wurde). Dazu kommen dann noch unzählige Sounds und Geräusche, die meistenteils in der freien Natur aufgenommen wurden ("field recordings"), einige offenbar bei einem Ruderboot-Angelausflug, und meist verfremdete Stimmeinlagen.

Das Ergebnis ist eine sehr eigene Musik, ein recht gleichberechtigtes Gemenge an Elektroniksounds auf der einen und akustischen Instrumentalklängen und Geräuschen auf der anderen Seite. Delikat bis lärmend, filigran bis mächtig, melodiös bis freiformatig schreitet dieses voran, sehr abwechslungsreich, progressiv, nicht selten avantgardistisch und schräg, ab und zu aber auch elegant und wunderschön (man höre z.B. das elegisch-folkig-getragene "Arvioimatta Jätetty"), verunreinigt immer wieder mit jazzigen Spuren, wie z.B. den immer wieder auftauchenden jazzig-rockigen E-Pianolinien (recht prägend gleich im einleitenden "Dekatronilokki"), die an die Musik von Miles Davis der frühen 70er denken lassen, verschiedenen verspielt-vertrackten Schlagzeugmustern oder diversen free-jazzigen Posauneneinlagen.

"Petohiva" ist ein großartiges, ausgesprochen kreatives Album mit elektronisch-progressiver Musik aus Finnland, das den drei CD-Vorgängern in nichts nachsteht, und auch durch seinen exzellenten, differenzierten und vollen Sound besticht. Klangabenteurern sei das Album daher schwer empfohlen!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 30.11.2013
Letzte Änderung: 30.11.2013
Wertung: 12/15

Zum Seitenanfang

Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Verde

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2004 Vuoronumero 12.00 1
2006 Legenda 12.00 1
2009 Kärmes 12.00 1

Zum Seitenanfang

© 1999-2018; Das Copyright aller Texte liegt bei den jeweiligen Autoren; Datenschutzerklärung - Haftungsausschluss
Site Map - Startseite - FAQ - Reviews - Leitfaden - Lesestoff - Kontakt - Links
RSS | Impressum