SUCHE
Erweiterte Suche
NEUE REZENSIONEN
24.9.2017
Electric Orange - EOXXV
Cosmograf - The Hay​-​Man Dreams
23.9.2017
Grobschnitt - Jumbo
22.9.2017
Violent Attitude If Noticed - Ourselves and Otherwise
The Tangent - The Slow Rust Of Forgotten Machinery
21.9.2017
7C - Compartment C
The Great Discord - The Rabbit Hole
White Moth Black Butterfly - Atone
20.9.2017
Panther & C. - Il Giusto Equilibrio
19.9.2017
Mastermind - Until Eternity
Hällas - Hällas
Pere Ubu - The Pere Ubu Moon Unit
Arabs in Aspic - Victim of Your Father´s Agony
17.9.2017
VagusNerve - Lo Pan
Guerilla Toss - Gay Disco
Igorrr - Hallelujah
Zanov - Moebius 256 301
Zelinka - Zelinka
ARCHIV
STATISTIK
23880 Rezensionen zu 16316 Alben von 6338 Bands.
SITE MAP
STARTSEITE

Kalutaliksuak

Death of the Alpinist

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2014
Besonderheiten/Stil: Psychedelic; RetroProg; RIO / Avant; Spacerock; sonstiges
Label: R.A.I.G
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Alexander Chuvakov Guitars, Flutes, Voice, Percussion
Vladimir Konovkin Keyboards, Synthesizer
Alexei Ohontsev Bass
Sergei Titovetz Drums, Percussion

Tracklist

Disc 1
1. Hard climbing 20:59
2. Shambhala 7:06
3. Buried horizons 20:25
4. Not a King 9:37
Gesamtlaufzeit58:07


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Im Frühjahr 2014 präsentieren Kalutaliksuak aus Moskau ihr viertes Album. Wieder ist es ein Kozeptalbum, zu dem diesmal allerdings eine kurze Inhaltsangabe auf der Innenseite des Pappklappcovers zu finden ist. Es geht da um einen erfolgreichen, sehr ehrgeizigen Bergsteiger (was ja auch der Titel der Scheibe andeutet), der immer höhere und schwierigere Berge erobert. Als er eines Tages seinen bisher höchsten Berg ersteigt sieht er, als er die Spitze erreicht, das segensreiche Koenigreich Shambhala vor sich. Wie er dort eintreten will, sinkt er plötzlich einen endlosen Abgrund (der "vergeblichen Sehnsüchte") hinab, um sich schließlich in der Unendlichkeit aufzulösen. Der Tod des Alpinisten ...

Man könnte nun nicht behaupten, dass man diese Geschichte in musikalischer Hinsicht auf "The Death of the Alpinist" wiederhören würde. Oder, natürlich kann man das da wieder finden, wenn man seine Phantasie entsprechend bemüht. Man könnte beim Zuhören aber auch an einen Abstiegt in unergründliche Höhlentiefen, eine Tauchfahrt durch die tiefsten Tiefen des Meeres, ein seltsames Stammesritual oder eine Samuraischlacht denken. Man kann sich auch - was vermutlich das Beste ist - einfach gar nichts vorstellen und nur diesen intensiven Klängen lauschen.

E-Gitarre, Bass und Schlagzeug rocken, jammen und tanzen hier umeinender, ergänzt um allerlei flächig schwebendes, verspielt fiependes bzw. kernig pulsierendes Elektro-Tastenwerk, bizarre Blockflöteneinlagen und diverse heiser-kantig-raue Vokaleinwürfe, die eher nach einem erdgebundenen indianischen Schamanen oder Eskimopriester klingen, als nach dem ätherisch-seligen Shambhala. Ein eher deftiges, hypnotisch dahin treibendes, bisweilen repetitv mäanderndes Gemenge an Post-Psychedelischem, jazzig-rockigen Fragmenten, viel Spacerock, crimsoid--floydig-sperrigem Retroprog und allerlei freierem, krautig-avantgardistischem Gejamme wird hier geboten, das immer wieder aus den Fugen gerät und meist wuchtig voran schreitet. Im Vergleich zu den Vorgängern ist die Musik eine Spur abwechslungsreicher und vielschichtiger ausgefallen, gelegentlich auch luftiger oder sphärischer (in "Shambhala" z.B. - logischerweise - oder im langen "Buried horizon" immer mal wieder).

Wie die drei bisherigen Alben von Kalutaliksuak bietet auch "The Death of the Alpinist" sehr eigene Musik, irgendwo im Grenzgebiet von Psychedelik, Avantprog, Jazzrock, Retroprog und Spacerock, angereichert mit seltsamen paganisch-schamanistischen Ethno- bzw. Folkelementen (oder etwas, das sich der Rezensent als solche vorstellt), Asiatisch-Exotischem (zumindest im abschließenden "Not a King"), Krautigem und Elektronik. Aus all diesen Ingredienzien schafft es die Band um Alexander Chuvakov aber einen sehr dichtes und intensives Ganzes zu weben. Oder, im Grunde machen Kalutaliksuak einfach ihr eigenes Ding und es sind nur die unzulänglichen Bemühungen des Rezensenten dieses zu beschreiben, die zu der obigen Aufzählung von Stilzutaten führte. Wie auch immer, die Band aus Moskau macht hier (und auf den drei Vorgängeralben) ausgesprochen interessante und beeindruckende progressive Musik, die man einmal gehört haben sollte!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 9.3.2014
Letzte Änderung: 9.3.2014
Wertung: 12/15

Zum Seitenanfang

Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Kalutaliksuak

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2007 Kalutaliksuak 11.00 1
2008 Last Day of Sun 12.00 1
2011 Snow Melts Black 12.00 1

Zum Seitenanfang

© 1999-2017; Das Copyright aller Texte liegt bei den jeweiligen Autoren; Haftungsausschluss
Site Map - Startseite - FAQ - Reviews - Leitfaden - Lesestoff - Kontakt - Links
RSS | Impressum