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Alex Carpani

4 Destinies

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2014
Besonderheiten/Stil: RetroProg
Label: Festival Music
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Alex Carpani piano, hammond, mellotron, moog, orchestration, lead vocals
David Jackson tenor, alto and soprano sax, various flutes
Ettore Salati electric, acoustic, double-nekc and 12 string guitars, bouzouki, balalaika
GB Giorgi 5 strings electric bass
Alessandro Di Caprio drums

Gastmusiker

Joe Sal additional vocals

Tracklist

Disc 1
1. The Silk Road 12:57
2. Time Spiral 13:22
3. Sky And Sea 13:53
4. The Infinite Room 14:10
Gesamtlaufzeit54:22


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß


Seitdem sich Alex Carpani dem Progressive Rock als seinem Hauptsteckenpferd zugewandt hat, arbeitet er anscheinend bedächtiger. Hat er jahrelang eine Unmenge an Alben unterschiedlichster Stilistiken veröffentlicht, so liegt jetzt gerade mal das dritte Progressive Rock-Album seit 2007 vor. „4 Destinies“ ist ein musikalisch-philosophischer Diskurs über Lebenswege, die man von einem Ausgangspunkt einschlagen kann. Also tatsächlich sowas wie ein Konzeptalbum. Dazu enthält es noch vier Longtracks, das sollte das Herz des traditionellen Proggers zum Pochen bringen.

Und etwas Herzpochen ist nicht unangebracht bei diesem Album. Alex Carpani hat inzwischen neben dem umtriebigen Gitarristen Ettore Salati (The Watch, SoulenginE, DAAL, The Red Zen), der ihn schon länger begleitet, nun auch Ex-Van der Graaf Generator-Musiker David Jackson fest in seine Band integriert. Musikalisch bietet „4 Destinies“ eher weniger Überraschungen, als eben kompetent und durchaus mitreißend gespielte Musik, die auf klassischen Italo-Prog-Elementen fußt. Mit Wumms und Eiern, wie man so schön sagt. Tastenklänge in Hülle und Fülle, kreischende Synthie-Lead, Orgelwellen, Mellotronchöre, orchestrale Flächen und Teppiche eifern mit mal elegisch-schwebender, mal krachig-zupackender Gitarrenarbeit um die Wette. Carpani und Salati scheinen sich immer gegenseitig hochzuschaukeln und sorgen so für einige gelungene Instrumentalabfahrten. Die langen Songs lassen auch viel Raum für instrumentale Ausflüge aller Art. Die Rhythmus-Ecke unterstützt die beiden Hauptprotagonisten eher solide. Die Rhythmen sind moderat vertrackt und nur selten gibt Schlagzeuger Di Caprio mal richtig Gas. Bassist Giorgi hält sich ohnehin eher im Hintergrund.

Schade ist auch, dass David Jackson zwar im Untergrund einige Akzente setzt, aber irgendwie ein bisschen verschenkt wird. Kratzige, dominanten Sax-Passagen, die vage Erinnerungen an selige VdGG-Zeiten beschwören, ertönen erst im abschließenden Song. Vorher spielt Jackson viel Flöte, was auch gut kommt, aber soundtechnisch ziemlich in den Hintergrund gemixt ist.

Wegen dem Gesang von Alex Carpani braucht sich auch niemand das Album zu kaufen. Carpani singt solide, so dass die Gesangsbeiträge den Genuss nicht schmälern, aber ein wirklich guter, voluminöser Sänger ist er sicher nicht. Immerhin ist er tonsicher. Gelegentlich wird er von Joe Sal (auch schon bei The Red Zen und SoulenginE in Erscheinung getreten) unterstützt, dann klingt das auch gleich viel besser.

So ist „4 Destinies“ ein genretypisches Werk geworden (der beste Vergleich ist vielleicht in der Tat The Watch, auch wenn Carpani natürlich nicht eine derart ausgeprägte Genesis-Schlagseite hat), welches die Traditionen der 70er Jahre sowohl italienischer wie englischer Seite beschwört und instrumental überzeugend fortführt. Ein solides bis gutes Album, welches Freunde des gepflegten Sympho-Italo-Retro-Progs gut unterhalten sollte. Und in einem hübschen Digipak ist das Ganze auch noch verpackt.

Anspieltipp(s): vorne anfangen :-)
Vergleichbar mit: zeitgenössischem Italo-Retro-Prog an sich von The Watch bis zum Zuffanti-Universum
Veröffentlicht am: 25.5.2014
Letzte Änderung: 25.5.2014
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Alex Carpani

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2007 Waterline 9.00 2
2010 The Sanctuary 6.00 1
2016 So Close, So Far 9.00 1

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