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Uwe Cremer & Thomas Rydell

Sirius Singularity

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2014
Besonderheiten/Stil: instrumental; mit Orchester; Elektronische Musik; Spacerock
Label: Eigenvertrieb
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Uwe Cremer Gitarre, Schlagzeug, Synthesizer, Soundeffekte
Thomas Rydell Orchesterarrangements, Gitarre

Tracklist

Disc 1
1. Sirius Singularity 17:40
2. Revisiting the Art Museum 17:11
3. Gizeh Intelligence 15:14
Gesamtlaufzeit50:05


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @


Der Kölner Musiker Uwe Cremer veröffentlicht seine Werke üblicherweise unter dem Namen Level Pi. Für Sirius Singularity tat er sich mit dem schwedischen Musiker und Komponisten Thomas Rydell zusammen. Dieser komponiert hauptsächlich Musik für Film und Fernsehen, hat aber, ebenso wie Uwe Cremer, eine Vorliebe für den elektronischen Krautrock der 70er. Die beiden kamen 2008 über eine Radiosendung in Kontakt, und bei solchen gemeinsamen musikalischen Vorlieben lag es nahe, gemeinsam etwas zu machen. Als Ergebnis entstand also das Album Sirius Singularity mit drei langen Kompositionen von 15, 17 und knapp 18 Minuten Dauer, die in den Jahren 2010 und 2011 mit Unterstützung eines Orchesters im schwedischen Eskilstuna und in Köln aufgenommen wurden.

Das Titelstück beginnt gleich mit einer Überraschung, denn zunächst hört man nur das Orchester, dem sich alsbald eine klassische Gitarre dazugesellt. Hier würde man noch kaum an ein Album mit elektronischer Musik denken! Die Musik ist eher in spätromantischen Klangwelten angesiedelt, kommt aber ohne den Bombast etwa Wakeman’scher Kompositionen aus - sanfte, geradezu intime Klänge herrschen vor, bei denen man das sanfte Erwachen eines Tages sich vorstellen kann (auch wenn das gar nicht zum Titel passt). Schließlich werden die Orchesterklänge von E-Gitarre, Schlagzeug und dezent flirrenden Synthies weitgehend verdrängt, und schon ist man im Klangkosmos von Level Pi gelandet. Das Stück bleibt trotz der recht scharf schneidenden E-Gitarre sanft und einschmeichelnd - ein bisschen zu sanft für meinen Geschmack. Im weiteren Verlauf sorgen ein paar kräftige Einsätze der Blechbläser für einen Anflug von Bombast, und gegen Ende legt es dann auch etwas an Dynamik zu.

Im Kunstmuseum wird zunächst offenbar eingebrochen, denn man hört zu Beginn Schritte und das Klirren von Fensterscheiben (oder Vitrinen), dann geht es mit Ambient-Klängen weiter. Eine schwebende Klangfläche und eine einsam klagende Flöte sorgen vor eine Atmosphäre der Verlorenheit. Ich würde ja fast schon den Begriff „meditativ“ verwenden, aber das klingt gleich so nach traniger Langeweile, und damit würde man der Musik komplett unrecht tun. Denn obwohl die Musik hier noch getragener ist als im Titelstück, wirkt sie durch das karge Arrangement wesentlich intensiver. Später setzen dann Sequenzerpatterns ein, und schon fühlt man sich an die Bands der Berliner Schule erinnert.

Gizeh Museum beginnt mit leicht dissonanten Streichern und zeigt sich auch sonst von einer eher sperrigen Seite mit seltsam schroffen elektronischen Klängen. Nach einiger Zeit setzt ein Sequenzer-artiges Pattern ein - das aber vom Orchester gespielt wird! Eine originelle Idee. Nachdem das Stück allmählich an Fahrt aufnimmt, kulminiert es in den letzten paar Minuten in einer veritablen Spacerock-Orgie aus grell psychedelisierenden Gitarren, treibenden Sequenzern und kräftiger Orgel. Von solchen Passagen hätte ich mir dann doch ein paar mehr gewünscht!

Aber auch so ist Sirius Singularity eine gelungene Kombination aus elektronischen und orchestralen Klängen, gewürzt mit einer Prise Spacerock. Die, ich sag’s noch mal, etwas kräftiger hätte sein dürfen. Beim nächsten Mal vielleicht? Denn es wird doch hoffentlich einen Nachfolger geben?

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 2.12.2014
Letzte Änderung: 2.12.2014
Wertung: 10/15

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