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Oceanic

City of Glass

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2014
Besonderheiten/Stil: Independent / Alternative; New Artrock; Progmetal
Label: Eigenproduktion
Durchschnittswertung: 9/15 (1 Rezension)

Besetzung

Gal Shochet Drums, Percussion, Backing Vocals
Or Lubianiker Bass, Additional Guitars
Amir Manber Guitars
Idan Liberman Vocals, Guitars

Gastmusiker

Yossi Sassi Additional Guitars, Backing Vocals, Bozukitara
Idan Harat Guitars on tracks 1 and 3
Eva the Cat Meows on track 9

Tracklist

Disc 1
1. A Scanner Darkly 6:42
2. Wind Up in a Barrel (Tribute to Walter) 5:17
3. South of Heaven 4:23
4. Enter 5:13
5. Clouds 5:05
6. Fish You Shouldn't Eat (Part I) 2:07
7. These Countless Hours 4:16
8. HMS Beagle 6:55
9. Eva the Cat Doesn't Sleep 4:28
10. Oceanic 7:36
Gesamtlaufzeit52:02


Rezensionen


Von: Nik Brückner @


Oceanic sind eine neue Band aus Israel (und selbstverständlich nicht das Techno-Projekt aus den 90ern), die sich auf ihrer Website mit "alternative melodic rock progressive rock riffage alternative rock ambient rock israel metal orphaned land smart alternative" tagt.

Man kann das Ganze runterbrechen auf New Artrock. und das ist auch nicht falsch – aber ganz so einfach ist es nicht. Denn hier trifft New Artrock auf metallisches Riffing; und so enthält die musikalische Mischung auf "City of Glass" genug New Artrock, um kaum Prog zu sein, und genug Progmetal, um ebenfalls kaum Prog zu sein. Aber ganz so einfach ist es nicht. Denn die metallischen Riffs entstammen einem Genpool, in dem Riffs von Tool oder Mastodon herumschwimmen, sie speisen sich also aus den gleichen Quellen wie etwa die von Leprous oder von irgendwelchen Djent-Bands. Und der New Artrock ist dankenswerterweise mal nicht so effekthascherisch hochproduziert, wie man das von den wohlhabenderen Vertretern dieses Genres kennt, die Musik hier ist Musik, und nicht Soundtrickserei.

Zu dieser gelungenen Mischung passt, dass Idan Liberman nicht über eine jener typischen New-Artrock-Stimmen verfügt, die immer so klingen, als wären sie das vokale Pendant zu Steven Wilsons Frisur. Liberman hat Charaker, und das ist genau das, was zu einer Musik passt, die zwar New Artrock ist, aber eben nicht ganz zu jenem Einheitsbrei passen will, der diese Musik normalerweise ist. Man verwechselt Oceanic nicht sofort mit Wilson, Riverside, Cynic oder Marillion, man kann den Liedern folgen, die Riffs zünden, und manche Melodie prägt sich dem Hörer sogar ein.

Dennoch: Wenn ich schreibe, die Musik auf "City of Glass" sei genug New Artrock, um kaum Prog zu sein, und genug Progmetal, um ebenfalls kaum Prog zu sein, dann meine ich das auch so. Technisches Gemuskel, krumme Takte, schwerblütige Keyboardexkurse, frickelig-jazzige oder schwebend melodiöse Gitarrensoli, all das gibt es hier nicht. Der Progfaktor hält sich in Grenzen. Trotzdem ein gutes Album? Trotzdem ein gutes Album. Aber vorher auf OceanicBand.com reinhören.

Anspieltipp(s): A Scanner Darkly, South of Heaven
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 14.4.2015
Letzte Änderung: 14.4.2015
Wertung: 9/15
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