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Level Pi

This Burning Part of Me

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2015
Besonderheiten/Stil: ArtPop; Gothic; Independent / Alternative; Krautrock
Label: Eigenvertrieb
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Uwe Cremer

Gastmusiker

Timothy Smith Gesang (2,4,6)
Thomas Rydell Bass (5)

Tracklist

Disc 1
1. Silentium 4:03
2. Limit to Your Love 3:36
3. Abendhimmel 3:08
4. Mine 5:51
5. Voices in my Head 7:11
6. Two 4:15
7. Mine - instrumental reprise 3:50
Gesamtlaufzeit31:54


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @


Mit seiner 2015 erschienenen EP This Burning Part of Me beschreitet das Einmannprojekt Level Pi des Kölner Musikers Uwe Cremer neue Wege. Die Musik von Level Pi beinhaltete ja schon immer neben elektronischen auch rockige Elemente, diese dominieren die EP nun komplett. Allerdings nicht gerade die spacerockigen, die man von früheren Alben des Kölners kennt; vielmehr geht es hier in Richtung Post-Punk und Gothic, freilich ohne auf die artifiziellen Elemente seiner vorherigen Werke zu verzichten.

Trotzdem gibt es hier relativ wenig, eigentlich kaum Elektronik zu hören. Die Berliner Schule ist komplett passé, den Ton geben Gitarre, Bass und das wieder - sehr geschmackvoll - synthetisch erzeugte Schlagzeug an. Das einleitende Silentium zeigt sich zwar noch in Ambient-Manier, aber schon das folgende Limit to Your Love überrascht als kunstvoll gestalteter Rocksong mit deutlichen Gothic-Anleihen. Weitere Überraschung: Gesang! Auf diesem und zwei weiteren Stücken trägt der Kanadier Timothy Smith Gesang bei, der von Stimme und Intonation her ebenfalls nach Gothic klingt.

Das instrumentale Abendhimmel zeigt dann aber noch einmal krautrockige Anklänge, es klingt etwas nach einer raueren Version von La Düsseldorf, während Mine dann wieder stark in die Gothic- oder eher Dark-Wave-Ecke schielt. Ruhig und getragen, mit sehr schönem, dominantem Bass und dezenten Keyboards, kommt hier der sonore Gesang von Timothy Smith besonders gut zur Geltung. Von diesem Stück gibt es zum Abschluss noch eine instrumentale Version.

Voices in my Head, mit knapp über 7 Minuten der längste Titel der EP, ist für mich das schönste Stück hier. Gothic- und Artrock-Einflüsse werden hier originell kombiniert, mit seinem abwechslungsreichen Aufbau geht das Stück phasenweise auch etwas in eine retroproggige Richtung.

Auf Two kommt dann noch einmal Timothy Smith zum Einsatz. Dieses größtenteils akustisch instrumentierte Stück ist deutlich schlichter als der Rest des Albums, besticht aber durch seine melancholische Atmosphäre und ein wunderbares Gitarrensolo.

Ich muss gestehen, dass mich diese EP erst etwas skeptisch gestimmt hat, da die Musik sich doch fundamental von den mir bekannten Sachen von Level Pi unterscheidet. Aber mit der Zeit gewinnt dieser Gothic-Artrock, so kann man die stilistische Ausrichtung wohl zusammenfassen, seinen ganz eigenen Reiz. Trotzdem, wer elektronischen Spacerock im Stil von Dunkelstunde sucht, wird vielleicht enttäuscht sein; daher erstmal in den auf der Homepage des Künstlers bereitgestellten Teaser reinhören.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 10.9.2015
Letzte Änderung: 10.9.2015
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Level Pi

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2006 Entrance 11.00 2
2009 Electronic Sheep 11.50 2
2011 Dunkelstunde 11.00 1

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