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Lunar Grave

Prismatic Earthship

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2016
Besonderheiten/Stil: instrumental; Krautrock; Psychedelic; Spacerock
Label: Paradigms Recordings
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Tracklist

Disc 1
1. Pyramid initiation 7:45
2. Astral cloak 4:17
3. Black mana 1:20
4. Rune spells 2:46
5. Prismatic earthship 3:55
6. Crystal mastery 4:15
7. Altar of smoke 7:34
Gesamtlaufzeit31:52


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Lunar Grave kommen aus Portland (Oregon), existieren seit dem Beginn des zweiten Jahrzehnts des neuen Jahrtausends und sind wohl teilweise identisch mit der auch von dort stammenden Formation Tönen. Zumindest sind Miles Sprietsma und Jordon Barron derzeit führend in beiden Bands tätig. Nach allerlei auf Tonbadkassette bzw. nur als Download veröffentlichtem Material erschien Anfang 2016 mit "Prismatic Earthship" die erste CD der Gruppe bei Paradigms Recordings. Allerdings handelt es sich hierbei um die Neuauflage einer schon 2013 veröffentlichten Kassette, die das untere der beiden oben gezeigten Cover zierte. Die Paradigms-Version kommt im für das Label typischen braunen Öko-Pappfaltteil und mit dem oberen Cover.

Wie im Falle des auch von Paradigms veröffentlichten "Long-Term-Stasis-Music" von Tönen wird auch im Begleitmaterial von "Prismatic Earthship" nicht verraten wer hier was spielt. E-Gitarren, Bass und Schlagwerk sind identifizierbar, die sich in einem (Zitat) "... krautrock infused space rock sound built on unwavering rhythmic patterns that allow the guitars to venture off into unexplored realms..." ergehen. Deutlich weniger elektronisch als bei Tönen ist die Musik ausgefallen, die sehr psychedelisch-verzerrt, spacig-wabernd, krautig-jmmend und hypnotisch-treibend aus den Boxen gleitet.

Zu recht repetitiven Bass- und Schlagwerkmustern erklingen in den sieben, mitunter etwas abrupt endenden bzw. ineinander gemischten Stücken diverse E-Gitarreneskapanden, heftigst fuzz-verfremdet, echohallend und verzerrt jaulend. Wie eine psychedelisch-spacige Version von Neu! klingt das Ergebnis, deutlich heftiger als bei Tönen, in etwa vergleichbar mit der Musik der deutschen Kollegen Space Invaders und Krautzone oder den Finnen von Fever Knife, allerdings rauer, ohne Tastensounds und noch hypnotischer.

Nichts wirklich Neues aus dem Grenzgebiet von Krautrock, Psychedelic und Spacerock ist hier zu hören, doch machen Lunar Graves ihre Sache wirklich ausgezeichnet und sorgen für ausgesprochen authentische und gefangen nehmenden Hirnrock zum wegschweben. Wer solcherlei Klänge schätzt, der sollte sich eines der nur 200 CD-Exemplare von Paradigms besorgen (oder den Download bemühen).

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 16.1.2016
Letzte Änderung: 16.1.2016
Wertung: 11/15

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