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Atomine Elektrine

Archimetrical Universe

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1999 (Neuauflage 2009, Eternal Pride Productions)
Besonderheiten/Stil: Elektronische Musik
Label: Yantra Atmospheres
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Peter Andersson Electronics, Sounds

Tracklist

Disc 1
1. Tithonium Chasma 9:20
2. Sagittarius Cloud 6:45
3. Cygnus Loop I 1:38
4. Arsia Mons 6:51
5. Hydrogen II Region 5:22
6. Archimetria 3:23
7. Ishtar Terra 7:19
8. Cygnus Loop II 1:56
9. Amphitrites Patera 5:58
10. Cygnus Loop III 2:13
11. Hesperia Fossae 10:18
12. Aeolis Mons   (Bonustrack Neuauflage) 4:45
13. Morphology   (Bonustrack Neuauflage) 4:39
14. Hesperia Dorsum   (Bonustrack Neuauflage) 6:38
Gesamtlaufzeit77:05


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Atomine Elektrine heißt offenbar Atomkraftwerk auf Litauisch. Da es in Litauen nur ein solches gibt, kann es sich also nur um das Kernkraftwerk Ignalina handeln (Ignalinos Atominė Elektrinė, kurz IAE), dem Vorzeigekraftwerk der ehemaligen UDSSR, mit dem Litauen (und ein nicht geringer Teil des Baltikums) bis ins neue Jahrtausends hinein einen Grossteil seiner Stromversorgung abdeckte. 2009 wurde die Anlage endgültig stillgelegt.

Atomine Elektrine nannte auch der Schwede Peter Andersson, der ansonsten vor allem für allerlei voluminöse Dark-Ambientklänge bekannt ist, die er unter dem Namen raison d'être veröffentlicht, auch eines seiner weiteren Projekte (von mehreren - ansonsten hat er auch noch so allerlei Industriell-Lärmendes produziert), mit dem er sich in klassischen, progressiv-kosmischen Elektronikgefilden betätigt. Das hier rezensierte, erstmals 1999 erschienene "Archimetrical Universe" (mit dem oberen der beiden oben gezeigten Cover) ist das dritte Atomine-Elektrine-Album, auf dem Anderson im Vergleich zu den beiden Vorgängern "Elemental Severance" und "Atom Xtension" das technisch-rhythmische Element und gesampelte Sounds zu Gunsten von kosmisch-spacigen, retro-synthesizerlastigen Klangmalereien reduziert hat. Es gibt hier allerdings immer noch ab und zu ein paar wummernde Beats (in "Sagittarius Cloud" und "Ishtar Terra" z.B.), doch werden diese (zum Glück) relativ dezent und gut in weitere Sequenzermuster eingebunden eingesetzt. Etwas störend (und unnötig) empfindet sie der Rezensent aber immer noch.

Meistenteils sind hier aber freiformatige, sehr dynamische und vielschichtige, farbig und klangvoll aus den Boxen schwebende Elektronikgespinste zu hören, langsam dahin wabernde Tongebilde, düster dröhnende Klangwände und kantigere, mitunter eben rhythmisch gefügte Soundmuster. Kurze eingestreute Melodiefragmente und allerlei weiteres elektronisches Jauchzen, Zischen, Brummen und Wabern sorgen zudem für Abwechslung und klangliche Dichte. Es kommen ausschließlich Synthesizer und moderne digitale Tonquellen zum Einsatz, so dass die Musik zwar den Geist der kosmisch-spacigen Elektroniker der 70er-Jahre des letzten Jahrhunderts verströmt (man höre z.B. das lange "Hesperia Fossae" oder das abschliessende "Hesperia Dorsum"), dabei aber modern, doch sehr warm und voll klingt.

Das Album wurde 2009 von Eternal Prode Productions neu aufgelegt, erweitert um drei in derselben Zeit entstandene und stilistisch ähnliche Stücke, und versehen mit neuem Cover (das untere der oben gezeigten). In dieser Form ist das Album auch über die Internetpräsenz des Musikern als Download erhältlich (siehe den Labellink ganz oben).

Wer klangvolle SF-Elektroniksounds und abwechslungsreiches Klangwabern irgendwo in der Schnittmenge von kosmischer (Retro-)Elektronik, gemäßigten Industrialsounds und düsteren Ambientklängen schätzt, der sollte Atomine Elektrine antesten, am besten beginnend mit "Archimetrical Universe". Bei Gefallen kann er sich dann in der kleinen Diskographie des Projekts nach Vorne arbeiten.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 17.1.2016
Letzte Änderung: 11.2.2016
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Atomine Elektrine

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2007 Nebulous 12.00 1
2015 Laniakea 12.00 1

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