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Cloudkicker

Voum

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2015 (Name-Your-Price-Download)
Besonderheiten/Stil: instrumental; Mathrock; Postrock
Label: Eigenproduktion
Durchschnittswertung: 8/15 (1 Rezension)

Besetzung

Ben Sharp -

Tracklist

Disc 1
1. Intro To Woum 1:54
2. Trim Splint 3:13
3. Emfargo 2:51
4. Plurals 6:02
5. Threaded 4:05
6. Dovetail 4:40
7. Mou 2:10
Gesamtlaufzeit24:55


Rezensionen


Von: Gunnar Claußen @


Kein Jahr seit 2008 ist ohne eine Veröffentlichung von Cloudkicker abgelaufen, aber 2015 war doch mal etwas weniger los als zuvor. Einzig das hier vorliegende, einmal mehr merkwürdig betitelte "Woum" steht für das abgelaufene Jahr auf als Arbeitsnachweis von Ben Sharp zu Buche, und die Spielzeit rangiert gleichfalls auf EP-Niveau. Ansonsten weht rein soundmäßig ein anderer Wind als noch auf "Little Histories": Die Gitarre wird nun für alles andere als verzerrte Riffs eingesetzt, sondern erzeugt zumeist Soundeffekte, liefert Harmonien oder bildet oft die Grundlage für einige Loop-Motive. Sagte ich "Loop"? Ja, der Experimental-Charakter dieser auch schon über vier Jahre alten Platte ist auch hier ein Stück weit zu hören. Auch sonst erinnert der "aufgeräumte" Sound wieder ein wenig an diese Zeit um 2011/12 herum, also auch an die Alternative- und Akustik-Prägungen von "Fade" und "Let Yourself Be Huge".

Anders als damals stellt "Voum" allerdings eher keine kompositorische Simplifizierung dar, sondern führt in den sieben Stücken dieser EP zu unterschiedlichen Ergebnissen. "Intro To Woum" baut sich um ein Bass-Sample herum auf und überrascht durch seinen schwer einzuschätzenden 9/8-Rhythmus, der zudem noch innerhalb eines Taktes mehrfach die Betonungen wechselt und dadurch schon ein bisschen kaputt klingt. "Trim Splint", offensichtlich in einem ähnlichen Rhythmus gehalten, gestaltet sich hingegen angesichts eines durchgehend gehaltenen leichtr postrockigen Gitarrenmotivs wesentlich geradliniger und ist ansonsten in seiner Art, verschiedene Melodiespuren übereinander zu legen, den "klassischen" Cloudkicker recht ähnlich. Die Rhythmik wird allerdings vorwiegend von Bass und Schlagzeug vorgetragen.

"Emfargo" dagegen stellt pluckernde Gitarrensamples in den Mittelpunkt, bringt aber dennoch einen pumpenden Bass, der schließlich noch eine melodische Funktion übernimmt, ins Spiel und wirkt damit, als ob man eine "Loop"-Nummer auf ein neues Fundament gestellt hätte. Dazu kommt noch eine undefinierbare Polyrhythmik, und trotzdem entwickelt das Stück zwischendrin einen gewissen Zug. Das Fade-Out zum Ende demonstriert allerdings einmal mehr eine gewisse Skizzenhaftigkeit. Geradezu ordentlich ist dagegen "Plurals", das Klargitarren polyphon übereinanderschichtet, zwischendrin mal Platz für den Bass macht und dabei stets einen sauberen 6/4-Takt hält - zumindest hat es anfangs diesen Anschein. Zwischendrin fällt dann allerdings ab und an mal der letzte Schlag weg.

"Threaded" dagegen übt sich in Minimalismus und bietet ausschließlich Klargitarren, deren natürlich übereinander gestapelte Motive viel Raum zum Hallen haben, ehe alles in einem noisigen Säuseln und Knistern endet. "Dovetail" bringt dann Bass und Schlagzeug zurück ins Rennen, klingt aber erst mal merkwürdigerweise um keinen Deut weniger relaxt als "Threaded". Die sich zwischenzeitlich entwickelnde Tendenz zu einer feierlichen Stimmung à la Sigur Rós allerdings ist mal neu, macht allerdings recht bald wieder Platz für halbakustisches Motiv- und Rhythmengeschiebe (leider mit Fade-Out). "Mou" schließlich ist mit Rückwärts-Samples ganz abgepfiffen, aber das gab's ja, wo wir gerade schon bei Sigur Rós waren, damals mit "Avalon" auch. "Mou" allerdings nervt recht schnell, und dieses Stück nun rückwärts abzuspielen, entlarvt es zudem als wenig spektakuläre Akustik-Nummer.

Also? Bei den ersten Hördurchgängen hatte ich eher so den Eindruck gehabt, Cloudkicker würden hier einen eher zähen Abklatsch der "Loop"-Experimente bieten. Das hat sich insofern relativiert, dass die genauere Betrachtung zeigt allerdings, dass ein paar Stücke dann doch ganz gut durchdacht sind und bei den weniger zielführenden Nummern zumindest die Rhythmik nicht nur interessant ist, sondern diesmal auch so offen wie selten vor dem Hörer liegt. Insofern darf man "Woum" durchaus als interessantes Addendum zu den bisherigen Werken sehen. Als eigenständige Veröffentlichung überzeugt es mich hingegen etwas weniger, was nicht so sehr am Sound liegt, sondern eher an diesen Fadeout-Nummern. Also gilt es abzuwarten, was Cloudkicker 2016 so anstellen.

Anspieltipp(s): Plurals, Trim Splint
Vergleichbar mit: Akustik-Mathrock und Sigur Rós
Veröffentlicht am: 18.1.2016
Letzte Änderung: 18.1.2016
Wertung: 8/15

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2008 The Discovery 11.00 1
2008 The Map Is Not The Territory 10.00 1
2009 Portmanteau 8.00 1
2010 ]]][[[ 9.00 1
2010 Beacons 11.00 1
2011 Let Yourself Be Huge 9.00 1
2011 Loop 9.00 1
2012 Fade 11.00 1
2013 Hello 9.00 1
2013 Subsume 11.00 1
2014 Little Histories 10.00 1
2014 Live With Intronaut - 1

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