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Kellerkind Berlin

Dreams

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2013
Besonderheiten/Stil: instrumental; Konzeptalbum; Ambient; Elektronische Musik
Label: Eigenproduktion
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Christian Gorsky cubase, midikeyboard, analog keyboard, notebook, komplete audio 6, some nature sounds

Tracklist

Disc 1
1. Tangerine 8:48
2. Phase REM 23:29
3. A Bit Dangerous 8:29
4. Highnoon 9:36
5. Continous 11:15
6. Wide Dream 5:54
Gesamtlaufzeit67:31


Rezensionen


Von: Christian Rode @


„Kellerkind Berlin“… das klingt eher nach Punk als nach einfühlsamer elektronischer Musik im Stil von Tangerine Dream oder Klaus Schulze. Aber wenn man es recht bedenkt, passt es doch, denn sind wir Proggies nicht alle irgendwie „Kellerkinder“? Und „Berlin“ kann natürlich auch als Verweis auf die Berliner Schule der Elektronischen Musik verstanden werden.

Der Titel des Albums „Dreams“ bereitet auf ruhige, ambientige Musik vor. Wobei es natürlich auch Albträume gibt, aber diese scheinen das Kellerkind eher nicht zu plagen. Sehr getragen, aber gleichwohl rhythmisch wird das Album mit „Tangerine“ (sic!) eingeleitet, um dann mit dem Zentralstück des Albums, dem Longtrack „Phase REM“ einen ersten Höhepunkt zu finden. Hier werden zeitlose Sequencerläufe und flächige Synthies miteinander verschmolzen. Da ist leichter Drive spürbar. Alles ist sehr geschmackvoll inszeniert, wie das Album überhaupt. Es gelingen zarte Melodielinien, die harmonisch, aber nie abgeschmackt klingen. Auch stimmt die Mischung aus hellen und dunklen Klängen, die dem Stück Format und einen Hauch von Mystery geben. So gelingt es Gorsky den Hörer über 20 Minuten lang angenehm in Morpheus Armen zu unterhalten.

„A Bit Dangereous“ beginnt mit elektronischer Rhythmik und unheilschwangeren, brummenden Synthies, aber die Gefahr erscheint eher untergründig zu sein und so reiht der Song sich präzise in das Gesamtbild des Albums ein, das auch in den folgenden Stücken nur leichte Variationen erfährt. „Continous“ etwa kann man sich auch gut als Begleitmusik zu einer Bahnfahrt über's weite Land vorstellen. Bei dieser sanften vorwärtstreibenden Leichtigkeit, gepaart mit einnehmenden kleinen Melodien ziehen im Geiste Bilder vorüber. Das hat schon fast etwas Frühlingshaftes, auch wenn es im Untergrund immer etwas „gefährlich“ grummelt.

Das Album ist ursprünglich im Jahr 2013 erschienen, erfährt aber nun eine Neuauflage in 24kbits und stellt für Hörer, die Musik schätzen, die im Stil der Berliner Schule gestaltet ist, aber keineswegs wie abgekupfert klingt, eine Empfehlung dar!

Anspieltipp(s): Phase REM
Vergleichbar mit: Tangerine Dream, Klaus Schulze
Veröffentlicht am: 24.3.2016
Letzte Änderung: 24.3.2016
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Kellerkind Berlin

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2014 Sit down... and listen 10.00 1
2015 …still walking 9.00 1
2015 Signs 9.00 1
2016 Songs for Traveling... 10.00 1

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