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Birth Control

Here And Now

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2016
Besonderheiten/Stil: Blues; Funk; HardRock; sonstiges
Label: Look At Me
Durchschnittswertung: 8/15 (1 Rezension)

Besetzung

Bernd Noske Vocals, Drums
Hannes Vesper Bass, Background Vocals
Sascha Kühn Keyboards, Percussion
Martin Ettrich Guitar, Background Vocals

Gastmusiker

Peter Föller Lead Vocals on #10
Shondell Mims Background Vocals
Yvonne Allsopp Background Vocals
Albie Donelly Saxophone on #3
Andy Zingsem Rap on #9

Tracklist

Disc 1
1. Lost In The Sea 8:15
2. 12 Steps 6:34
3. Me And My Car 4:28
4. Run Away With Me 5:45
5. The Witch 5:23
6. Wasting My Time 5:58
7. Right Place Wrong Time 6:11
8. I Would Not Want To Be With You 6:30
9. Rat In My Flat 6:49
10. Truth Is Mine 6:05
11. Live In The Here And Now 6:52
Gesamtlaufzeit68:50


Rezensionen


Von: Harald Schmidt @


Die jüngere Historie ist voll von Beispielen, dass Reunions früherer Helden entweder richtig gut funktionieren oder auch sehr peinlich ausfallen können. Nun mischen Birth Control auch noch einmal mit – 20 Jahre nach ihrem letzten Studioalbum und das nach dem Tod ihres Bandleaders, Sängers und Drummers Bernd Noske im Jahr 2014: Zu dieser Zeit waren die die rund drei Jahre währenden Aufnahmen zum neuen Album gerade abgeschlossen, als Bernd Noske verstarb und so wird der Longplayer nun konsequenterweise posthum veröffentlicht.

So waghalsig wie in den wilden 70ern sind Birth Control bei weitem nicht mehr unterwegs, man bekommt ordentlichen Orgel-Rock geliefert, der Dampf hat und in den starken Momenten durchaus mal an Deep Purple erinnert. Der groovige Rock-Sound ist durchzogen mit Hard Rock, Blues, Funk und auch Fusion-Elementen. Etwas pappig und hölzern wirken mitunter die Gesangsmelodien mit ihrer doch recht deutschen Intonation der englischen Texte. Diese brave Auslegung des Gesangs mag manchmal innerhalb dieses klassischen Rock-Sounds gar nicht recht funktionieren und nimmt mit seinen wenig eleganten Meldoiebögen in vielen Songs einfach zu viel Raum ein.

Hingegen ist die Band in instrumentaler Hinsicht wirklich top in Form. Die Arrangements sind druckvoll und füllig und man bekommt viele mitreißende Keyboard- und Gitarrensoli zu hören. Immer wieder wünscht man sich, dass der Rhythmus nicht ganz so geradlinig wäre, dass es ein paar mehr interessante Wendungen gäbe, doch dafür sind die Stücke zu sehr am klassischen Rock-Strickmuster orientiert. Andererseits bringt diese Straightness auch eine gewisse Lockerheit mit Spaßfaktor hinein.

Von Song zu Song fühlt man sich hin- und hergerissen: Legt die Band mit Lost In The Car oder 12 Steps recht energisch los, liefert man mit ungelenken Langweilern wie Run Away With Me oder dem unausgegorenen Right Place Wrong Time doch leider echte Tiefpunkte der Rockmusik ab. Die dann teils fast schunkelartigen Momente sind unangenehm und der allzu saubere Klang mag dann gar nicht recht zu der eigentlichen Orgel-Rock-Attitüde passen. Zudem will der denglische Gesang im Groove-Umfeld einfach nicht funktionieren – Rat In My Flat wartet gar mit allzu bemühtem Rap auf, womit man völlig daneben liegt.

In gewisser Weise erinnern Birth Control mit Here And Now an die späten Versuche von Peter Panka’s Jane, die auch nicht wirklich glücklich ausfielen. Gott sei Dank erhält man mit dem abschließenden Live In The Here And Now zum Abschluss ein absolutes Highlight: Mit seinem mantra-artigen Text, der sich über die erste, akustische, Hälfte des Songs zieht, mündet der Track in der zweiten Hälfte in ein sensationelles Gitarrensolo, das von furiosen Streichern unterlegt ist – fantastisch!

Für den Prog-Fan ist Here And Now deutlich zu wenig abenteuerlich, sind die Songs jeweils zu sehr einer Richtung wie dem Funk, Hard-Rock oder Blues zuzuordnen. Musikalisch und instrumental kann man als Fan des klassischen Rock-Sounds aber durchaus Gefallen finden.

Anspieltipp(s): Live In The Here And Now
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 24.3.2016
Letzte Änderung: 24.3.2016
Wertung: 8/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Birth Control

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1971 Operation 9.50 2
1973 Hoodoo Man 9.67 3
1974 Live 10.00 3
1974 Rebirth 7.50 2
1975 Plastic People 9.50 2
1976 Backdoor possibilities 8.75 4
1977 Increase 9.00 1
2015 Live Abortion Plus - Live Rarities from the Past - 1

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