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Meson

5C4L3

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2016
Besonderheiten/Stil: improvisiert; Ambient; Elektronische Musik; Folk; Jazz; RIO / Avant; sonstiges
Label: Discus Music
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Bo Meson Voice, Noises
Angelina Morelos Sitar
Andy McAuley Guitar, Noises
Ceri Ashton Flute, Viola
Chris McMahon Bass, Keyboards, Percussion
frostlake Vocals
Jimmy Spaceman Sounds
Kimi Sears Bass, Sax
Martin Archer Sax, Loops
Michael Ward Sounds
Nick Robinson Guitar, Loops
Peter Rophone Guitar, Noises
Rob Tarana Violin, Percussion, Voice
Wolfgang Seel Vocals

Tracklist

Disc 1
1. Mesons unauthorised autobiography 6:36
2. Dark matters 8:37
3. Kem-Na Mazda 6:41
4. We traffic in progress 6:30
5. Advances in destruction by technology 8:33
6. Scale 6:28
7. Beware the signals 6:02
8. Groovy world 4:17
9. Thing a 3:26
Gesamtlaufzeit57:10


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Meson sind Bo Meson (Metaphysiker, Poet, Klangbastler und Stimmkünstler) und Band, die sich bei Auftritten aus einer wechselnden Schar von gut 25 Musikern und Stimmkünstlern rekrutiert. Allzu viel ist über Bo Mesons musikalische Vergangenheit nicht herauszufinden. 2015 erschien jedenfalls das zusammen mit Martin Archer (und diversen Gastmusikern) eingespielte "Echoic Enchantment". Im März 2016 wurde dann von Archers Discus Label "5C4L3" (leetspeak für "scale") veröffentlicht, bei dem es sich vermutlich um das Tonträgerdebüt von Meson (der Band) handelt.

Auf der Rückseite des schicken Pappklappteils, in dem seit einiger Zeit die Discus-CDs geliefert werden, wird die auf "5C4L3" zu findende Musik als "ambidelic post-folk prog-bepop" bezeichnet, was zumindest klarstellt, dass es sich um ein einigermaßen ungewöhnliches klangliches Gemenge handelt. Ambidelic, Ambient gekreuzt mit Psychedelik, passt, Folk ist wohl auch drin, etwas Jazz auch und progressiv ist das alles sowieso. Elektronische Flächen und allerlei Tasten- und Synthesizergewebe bildet die Grundlage der Musik, in die verschiedenste Solostimmen eingewoben sind, Geigenklänge z.B., Flöten, Gitarren, Bass und Sax, eher wenig Perkussion und einiges an Stimmen.

Es wird recht viel geredet auf "5C4L3", eine der Grundeigenschaften der Musik von Meson, über Philosophisches, Astrophysik, Evolution und Gesellschaftspolitisches (soweit der Rezensent den Texten gefolgt ist). Innen auf dem Klappcover wird näher erläutert, worum sich hier handelt: "An upbeat spiral subterranean odyssey launched by the emotional ramifications of an atomistic notion of non-ai personhood steered via the psychological influence of dark matter, heliocentrism and cyber punk." Alles klar? Nicht selten erklingt auch richtiger Gesang, getragen klagend meist, gehaucht-ätherisch von frostlake (siehe "White Moon, Black Moon"), oder exotisch-sakral von Wolfgang Seel, der in "Kem-Na Mazda" ein zoroastrisches Gebet intoniert.

Goutiert man das Gebotene als eine progressive Verschmelzung von Musik, Sounds und Stimmen, ohne weiter nach einer Botschaft zu suchen oder sich über dieselbe den Kopf zu zerbrechen, dann stellt sich "5C4L3" als eine beeindruckende und ausladende Klangreise dar, ein dichtes Gemenge an Elektronischem, Krautig-Meditativ-Folkigem, Tastenprog mit Spacerockatmosphäre (in der Tat erinnern einige der gesprochenen Passagen ein wenig an ähnliche Einlagen von Robert Calvert bei Hawkwind), Jazzig-Canterbureskem und freiformatigeren Tonmalereien. Das alles gleitet dabei durchaus melodisch und rund aus den Boxen, getragen bis schwungvoll, zart und zerbrechlich bisweilen, mitunter auch druckvoller aufwallend, aber nie wüst oder wirklich schräg.

Wer Progressiv-Elektronisches versehen mit allerlei folkig-kosmisch-spacig-jazzigen Verunreinigungen schätzt und sich nicht an Gesprochenem stört, der sollte "5C4L3" seine Ohren leihen.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 26.3.2016
Letzte Änderung: 28.3.2016
Wertung: 12/15

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