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David Fiuczynski

Flam! Blam! Pan-Asian MicroJam!

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2016
Besonderheiten/Stil: instrumental; Jazz; Jazzrock / Fusion; Moderne Klassik; RIO / Avant; Worldmusic / Ethno; sonstiges
Label: RareNoise Records
Durchschnittswertung: 12/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

David Fiuczynski guitars,keyboars,percussion
Helen Sherrah-Davies violin
Yazhi Guo suona (Chinese oboe) and percussion
Utar Artun microtonal keyboards,fender Rhodes
Jake Sherman microtonal keyboards,fender Rhodes,piano
Justin Schornstein electric bass
Alex Balley drums and percussion

Gastmusiker

Rudresh Mahanthappa alto sax on 8,9 & 10

Tracklist

Disc 1
1. Loon-Y Tunes 6.16
2. Dance of the UiraPuru 4.28
3. Flam 3.49
4. Q&A Solitaire 2.05
5. Oiseaux JDillique 2.40
6. Gagaku Chord Candy 6.58
7. Waldstimmen 4.22
8. Uira Happy Jam 4.24
9. Organ Wren 4.44
10. Loon-Ly Solitaire 7.22
Gesamtlaufzeit47:08


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @ (Rezension 1 von 2)


Der Gitarrist David Fiuczynski ist Professor beim Berklee College of Music und Direktor von Planet MicroJam Institut. Microjam Institut beschäftigt sich mit den mikrotonalen Harmonien, die auch auf dem vorliegenden Album erforscht werden sollten. Und so kommt Fiuczynski wahrscheinlich auf die Idee, unbekannte musikalische Bereiche zu erforschen und auf seinem Album „Flam! Blam! Pan-Asian MicroJam!“ Kammermusik, Jazz, Jazz-Rock-Fusion, fernöstliche Einflüsse (darunter auch Gamelan-Musik), Avantgarde und sehr dezent (wenn überhaupt) angedeutete Hip-Hop-Grooves miteinander zu verbinden.

„Flam! Blam! Pan-Asian MicroJam!“ soll eigentlich eine Huldigung an den Komponisten Olivier Messiaen und an den Hip-Hopper und Produzenten J Dilla sein. Aber – wie schon angedeutet – die (sowieso eher selten vorkommenden) Hip-Hop-nahen Grooves sind auf dem Album nicht das, was man vielleicht spontan vermuten würde. Oder – mangels J Dilla-Kenntnisse – es liegt die Vermutung nahe, dass J Dilla eine Art Avant-Hip-Hopper gewesen sein kann. Oder seine Musik von Fiuczynski dementsprechend umgestaltet wurde.

Die Messiaen-Inspiration äußert sich dadurch, dass sich der Aufbau der Stücke und die Melodien nach den Vogelgesängen richten, oder diese nachahmen. Einige „field recordings“ mit dem Vogelgesang eröffnen oder beschließen so manches Stück des Albums. Wahrscheinlich deshalb klingen einige Passagen für meine Ohren wie zappaesk-dissonante Kammermusik-Groove-Fusion-World Music-Nummern. Die auch noch weitgehend – oder teilweise - von unseren gefiederten Freunden improvisiert/komponiert wurden. Wenn das kein „Prog“ ist, dann weiß ich auch nicht…Vielleicht könnten wir uns dann auf „Prog-Jazz“ einigen…Andererseits offenbaren einige weniger abgefahrene Momente, dass Fiuczynski doch in erster Linie ein Jazz-Musiker ist. Für Freunde von experimenteller, genreübergreifender Musik lohnt sich das Album aber auf jeden Fall.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 28.3.2016
Letzte Änderung: 28.3.2016
Wertung: 11/15

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Von: Nik Brückner @ (Rezension 2 von 2)


Ou Män! Was des wieder für Bursch! Ständig tauchen allüberall diese verrückten Freaks auf, die nochwas abgefahreneres machen als der Tüp davor. David Fiuczynski! Und ich dachte, Jute Gyte wäre abgefahren.

Okay, was mikrotonale Musik. Das Musik, die Intervalle benutzt, die kleiner sind als die Halbtonstufen der traditionellen westlichen Musik. Spontan fallen da Syzygys ein, das japanische Duo Hitomi Shimizu und Hiromi Nishida, die auf ihrer mikrotonalen Orgel Pop machen, der irgendwo zwischen avantgardistisch und banal angesiedelt ist; und der schon angesprochene Jute Gyte, der kranken mikrotonalen Black Metal macht - in mehreren Tempi gleichzeitig.

David Fiuczynski macht das stilistisch in einer Art Pan-Asischen MicroJam. Okay, ich hab's mir leicht gemacht. Was sagt Siggy? Instrumentaler Jazz/Jazzrock/Fusion, Moderne Klassik, RIO/Avant, Worldmusic/Ethno - und er sagt vor allem eins, nämlich: sonstiges. Das hier, Leute, ist sonstiges, aber sowas von. Abgefahrener sonstiger Shit, das.

Gut, die meisten werden's wohl als eine Art seiernden Jazz hören. Das Seiern, das ist dann die Mikrotonalität. Aber wie wunderbar das seiert! David Fiuczynski ist nämlich vor allem ein großer Stilist. Denn so seltsam diese Stücke auch klingen, genauer gesagt, so weit die Halbtonstufen der traditionellen westlichen Musik auch gemieden werden, falsch klingt es nie. Platt klingt es nie. Hier sitzt jedes ästhetische Statement, jeder einzelne Ton, da ist alles Wille zur Kunst, geschmacklich präzise, und absolut gekonnt. Großartige Scheibe. Großer Empfehler.

Anspieltipp(s): Alles. Das ein Empfehlo-Album.
Vergleichbar mit: sonstigem mikrotonalem Shit.
Veröffentlicht am: 16.3.2018
Letzte Änderung: 15.3.2018
Wertung: 13/15
Dieser mikrotonale Shit ist total sonstig.

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