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Obsidian Kingdom

A Year With No Summer

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2016
Besonderheiten/Stil: New Artrock; Progmetal; Psychedelic; sonstiges
Label: Season of Mist
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Rider G Omega guitar, vocals
Zer0 Æmeour Íggdrasil keyboards, vocals
Ojeto Mordaza II drums, beats
Seerborn Ape Tot guitar
Om Rex Orale bass

Gastmusiker

Attila Csihar guest vocals (4)
Kristoffer Rygg guest vocals (2)
JR Morgue guest appearance ("Darkness (reprise)")

Tracklist

Disc 1
1. A Year With No Summer 6:28
2. 10th April 4:46
3. Darkness 7:08
4. The Kandinsky Group 10:32
5. The Polyarnik 2:42
6. Black Swan 4:10
7. Away/Absent - Darkness (reprise) 11:55
Gesamtlaufzeit47:41


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß


Mit ihrem Debüt „Mantiis“ gelang den Spaniern (oder vielleicht muss man besser Katalanen sagen, immerhin stammt die Band aus Barcelona) ein beeindruckendes Werk, welches viele Stile zu einem letztlich stimmigen Ganzen verbunden hat. Und dabei – logischerweise – recht eigenständig daher kam. Nach einem Remix-Album („Torn & Burned“) liegt nun der Zweitling „A Year With No Summer“ vor.

Und „A Year With No Summer“ knüpft zum Teil an das Debüt an, zumindest was die schwierige Kategorisierbarkeit des Gehörten betrifft. Schubladen mögen die Katalanen anscheinend nicht besonders. Letztlich treiben sie es zwar nicht ganz so wild wie auf dem Debüt, aber eine ziemliche Achterbahnfahrt ist hier trotzdem geboten.

Los geht es mit New Artrock-Song des Jahres. Das Titelstück beschwört das sommerlose Jahr mit fast sanften, aber doch zupackenden Klängen und angenehmen Klargesang. Hier könnten auch gut Riverside am Werk sein. Das ändert sich mit dem Folgenden „10th April“. Hier geht es in doomige Gefilde gepaart mit elektronisch angehauchten Klängen. Düster wird über zerborstene Fensterscheiben deklamiert (ich schätze der Sprechgesang kommt vom prominenten Gast Kristoffer Rygg). So ein bisschen ähnelt die erzeugte Atmosphäre „Mr X“ von Ultravox, ist aber natürlich ungleich heftiger. Die Stimmung des Albums wird noch düsterer als schon im Opener angedeutet.

Mit „Darkness“ gewinnt endgültig der heftige Rock die Oberhand. Ein mächtiges Bassriff, welches sich bald mit heftigen Gitarren vereint, leitet den Song ein. Ein veritabler Progmetaller entwickelt sich… düster in der Grundstimmung, das muss vermutlich nicht erwähnt werden. Aber schon das episch angelegte „The Kandinsky Group“ ändert die Stimmung schon wieder. Obsidian Kingdom geben sich hier nun massierten Klangexplorationen hin, die das Stück von Progmetal nach Avantgarde (und wieder zurück) steuern. Schon beeindruckend wie die Katalanen mit Arrangements, Stimmungen und Atmosphären spielen, um den Hörer immer wieder auf falsche Fährten zu locken.

Danach wird es dann insgesamt etwas ruhiger und weniger hakenschlagend, ohne langweilig zu sein. Gerade das Schluss-Stück „Away/Absent“ ist nochmals ein mächtiger, dunkler Rocker, der wie Lava aus den Boxen quillt. Ein gelungener Schlussstrich unter ein wieder durchaus außergewöhnliches Album. Wer die physische CD erworben hat, bekommt noch einen halb-akustischen Zusatz-Track, der sich – nach kurzer Pause - im Schluss-Stück verbirgt, welches dann eben auch sehr viel länger daherkommt.

Obsidian Kingdom erweisen sich auch mit ihrem Zweitling als gute Adresse für ungewöhnliche, moderne Rockmusik, die weder Klischees frönt, noch nur Vergangenes aufwärmt.

Spaßvögel sind sie auch noch… das Cover sowie das Booklet sind spiegelverkehrt bedruckt, was auch wieder besondere Herausforderungen an den Hörer / Leser / Rezensenten stellt.

Anspieltipp(s): ...bei Bandcamp kann man das Album streamen...
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 17.6.2016
Letzte Änderung: 17.6.2016
Wertung: 12/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Obsidian Kingdom

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2012 Mantiis 12.00 1

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