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Periphery

Periphery III: Select Difficulty

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2016
Besonderheiten/Stil: Mathrock; Progmetal
Label: Century Media
Durchschnittswertung: 13/15 (1 Rezension)

Besetzung

Jake Bowen guitar
Adam "Nolly" Getgood bass, additional guitar
Matt Halpern drums
Marc Holcomb guitar
Misha "Bulb" Mansoor guitar, synth, orchestral arrangements, programming
Spencer Sotelo vocals

Gastmusiker

Emry Van Rust, Cymrie Van Drew, Megumi Terry violin
Caryn Bradley, Kelsey Clegg, Clayton Wieben viola
Chris Morgan, Robert Willis cello
Adam Heyen french horn
Tyler Arndt trumpet
Tom Francis bass trombone

Tracklist

Disc 1
1. The Price Is Wrong 3:57
2. Motormouth 4:50
3. Marigold 7:20
4. The Way The News Goes... 5:04
5. Remain Indoors 6:10
6. Habitual Line-Stepper 6:52
7. Flatline 5:50
8. Absolomb 7:44
9. Catch Fire 3:53
10. Prayer Position 4:36
11. Lune 7:47
Gesamtlaufzeit64:03


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß @


Periphery sind im modernen Progmetal eine außergewöhnliche Erscheinung. Seit 2010 veröffentlichen die Jungs um Mastermind Mansoor mit „Periphery III: Select Difficulty“ ihr fünftes Vollzeit-Album und dazwischen gab es mit der „Clear“-EP noch eine sechste Veröffentlichung. Ein ganz schöner Output-Overkill, aber von nachlassender Kreativität oder Qualität ist nichts zu spüren. Im Gegenteil, Periphery scheinen sich immer noch von Album zu Album zu steigern. „PIII“ ist wohl als Fortsetzung der regulären Studio-Alben gedacht, daher der „Zählfehler“. Der 2015er Doppelschlag „Juggernaut“ genießt eben auch bei der Band eine gewisse Sonderstellung.

„PIII“ legt los wie die Feuerwehr. „The Price Is Wrong“ und mehr noch „Motormouth“ schlagen dem Hörer direkt zwischen die Augen, ohne Erbarmen, ohne Umschweife. Dampframmenriffs, pumpender Bass und wütend-aggressives Schlagzeug toben heran und über allem brüllt, schreit, keift der wilde Spencer Sotelo, der seinen gesamten Stimmumfang ausnutzt.

Und wenn der Hörer geplättet ist, dann kommt mit „Marigold“ schon die Überraschung des Albums daher. Ein Streicher-Intermezzo leitet einen fast hymnischen Song ein, der mit umgestümer Energie, großen Melodien und einem Wechsel aus sinfonischen Passagen und brutalem Gedresche spielt. Für die orchestralen Passagen hat man sich extra ein echtes kleines Orchester engagiert, welches dann auch in der Folge bei weiteren Songs zum Einsatz kommt. Mansoor selbst hat die Arrangements dafür geschrieben und er setzt die Streicher teils wie die Gitarre in Szene, djent-Metal mit Violinen, sehr stark.

Ab hier hält das Album dann noch so einige weitere Überraschungen bereit. Manche Melodie entfaltet poppigen Charme, brutale Instrumentalpassagen wechseln munter mit hymnisch-sinfonischen Passagen. Die Gitarren riffen nicht nur vertrackt, sondern bieten auch giftige, schnelle Soli dar. Bass und Schlagzeug verschmelzen zu einer kraftvollen, wild daher tobenden Rhythmusmaschine, die mit beängstigender Präzision arbeitet. Mit „Remain Indoors“ und „Habitual Line-Stepper“ macht man dann gar mal Ausflüge in die Cinemascope-Metal-Welt eines Devin Townsend.

Wenn man unbedingt ein Haar in der djent-math-Prog-Metal-Suppe suchen will, dann ist es vielleicht die Omnipräsenz des Sängers Spencer Sotelo. Nahezu ständig kämpft er gegen die musikalische Wucht des Sextetts an und überzieht dabei hin und wieder. Aber auch Sotelo ist eigentlich ein bewundernswerter Ausnahmekönner und mit zunehmender Spielzeit setzt er seinen Gesang so variabel und abwechslungsreich ein, dass er den Dauerbeschuss damit rechtfertigen kann.

Wenn die letzten Klänge des hymnisch-sinfonischen Abschlusses „Lune“ verklungen sind, dann verharrt der Hörer einen Moment beeindruckt, um das Gehörte zu verarbeiten… bevor er mit einem leicht debilen Grinsen zur Repeat-Taste greift.

Periphery setzen Maßstäbe im Dreieck zwischen extremen Metalausflügen, djent-Mathmetal-Riffing und kreativer moderner harter Prog-Musik. „Periphery III: Selected Difficulty“ lotet – ganz dem Albumtitel folgend - Extreme aus und ist doch in gewisser Weise das eingänglichste Werk des Sextetts. Beeindruckend!

Anspieltipp(s): Marigold, Habitual Line-Stepper, Catch Fire
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 3.8.2016
Letzte Änderung: 3.8.2016
Wertung: 13/15
...vielleicht mit einem Euphorie-Punkt...

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Periphery

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2010 Periphery 12.00 1
2012 Periphery II: This Time It's Personal 12.00 1
2014 Clear 11.50 2
2015 Juggernaut: Alpha 12.00 1
2015 Juggernaut: Omega 13.00 1

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