SUCHE
Erweiterte Suche
NEUE REZENSIONEN
12.8.2016
Quill - Sursum Corda
Uhl - Thomas
Fountainhead - Reverse Engineering
Ian Anderson - Homo erraticus
11.8.2016
Neal Morse - Alive Again
10.8.2016
Aisles - Hawaii
Uhl - Discoboys
Rolf Trostel - Der Prophet
William D. Drake - William D. Drake
Rick Wakeman - The Myths and Legends of King Arthur and The Knights of the Round Table (erweiterte Neuaufnahme 2016)
Focus - Focus 8.5 / Beyond the Horizon
9.8.2016
Seven Second Circle - Divide
8.8.2016
Freedom To Glide - Fall
7.8.2016
Tilt - Hinterland
6.8.2016
Electric Orange - misophonia
Mamiffer - Statu Nascendi
Pekka Airaksinen - Love And Addiction
Ulver - ATGCLVLSSCAP
ARCHIV
STATISTIK
22599 Rezensionen zu 15444 Alben von 5991 Bands.
SITE MAP
STARTSEITE

The Night Watch (CAN)

Boundaries

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2016
Besonderheiten/Stil: instrumental; Jazzrock / Fusion; Metal; Moderne Klassik; Postrock; RetroProg; sonstiges
Label: Eigenverlag
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Evan Ruge violin
Nathanael Larochette guitar
Matthew Cowan fretless bass
Daniel Mollema drums, percussion

Tracklist

Disc 1
1. Boundaries 36:02
Gesamtlaufzeit36:02


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß @


Warum sollen nicht auch Progger mal den Wunsch nach einer Single verspüren? The Night Watch aus Kanada (nicht zu verwechseln mit den italienischen Retro-Proggern gleichen Namens, die sich zu (nur) The Watch entwickelt haben) erfüllen diesen Wunsch. Und sie tun es ganz prog-gemäß und liefern ein 36-Minuten-Stück ab.

„Boundaries“ so heißt das zweite Album von The Night Watch und so heißt logischerweise auch das eine Stück, welches hier enthalten ist. Und The Night Watch begeben sich auf eine Reise, die sie in folkige Gefilde, klassisch inspirierte Passagen, fetten Metal, feingeistigen Retroprog, jazzigen Einlagen und einem Schuss Postrock führt. Eine faszinierende Klangwelt eigenwilligen Kammer-Folk-Prog-Metals entfaltet sich mal bedächtig, mal forschend und mal treibend-brachial vor dem Hörer. Lyrisch verträumte Passagen werden schon mal von brachialen Ausbrüchen dahingefegt, aber dann gibt es auch wieder melancholische Einschübe, in denen die Violine geradezu schmerzhaft emotional intoniert. Überhaupt, die Violine gibt den Ton an und führt den Hörer durch die Musik. Fast wie Gesangslinien gleiten die Violinenpassagen dahin. Aber die Gitarre hält mit fetten Riffs dagegen und so entwickelt sich ein munteres hin und her. Evan Runge und Nathanael Larochette zelebrieren großen instrumentalen Sport und knüpfen so an die Zeiten von King Crimson oder dem Mahavishnu Orchestra im Geiste an. Im Untergrund legen Bass und Schlagzeug ein federnd-groovendes Fundament.

Abgesehen von ein paar allzu ruhigen Minuten gegen Ende des Stückes sitzt jede Note am richtigen Ort. Das verspielt vielschichtige Arrangement hält immer wieder Überraschungen und kleine Gimmicks bereit, die erst nach mehrmaligem Hören zu Tage treten. Der musikalische Fluss zieht den Hörer in seinen Bann und lässt ihn nicht mehr los. Ein faszinierender Trip ist es, den die Kanadier hier zelebrieren. Instrumentaler Kammer-Prog-Metal für Genießer.

Anspieltipp(s): öhm ;-)
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 5.8.2016
Letzte Änderung: 5.8.2016
Wertung: 12/15

Zum Seitenanfang

© 1999-2016; Das Copyright aller Texte liegt bei den jeweiligen Autoren; Haftungsausschluss
Site Map - Startseite - FAQ - Reviews - Leitfaden - Lesestoff - Kontakt - Links
RSS | Impressum