Boundaries
|
|
Informationen
Allgemeine Angaben
|
|
| Label: |
Eigenverlag |
| Durchschnittswertung: |
12/15 (1 Rezension) |
|
Besetzung
| Evan Ruge |
violin |
| Nathanael Larochette |
guitar |
|
| Matthew Cowan |
fretless bass |
| Daniel Mollema |
drums, percussion |
|
Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Boundaries
|
36:02
|
| Gesamtlaufzeit | 36:02 |
|
|
Rezensionen

Warum sollen nicht auch Progger mal den Wunsch nach einer Single verspüren? The Night Watch aus Kanada (nicht zu verwechseln mit den italienischen Retro-Proggern gleichen Namens, die sich zu (nur) The Watch entwickelt haben) erfüllen diesen Wunsch. Und sie tun es ganz prog-gemäß und liefern ein 36-Minuten-Stück ab.
„Boundaries“ so heißt das zweite Album von The Night Watch und so heißt logischerweise auch das eine Stück, welches hier enthalten ist. Und The Night Watch begeben sich auf eine Reise, die sie in folkige Gefilde, klassisch inspirierte Passagen, fetten Metal, feingeistigen Retroprog, jazzigen Einlagen und einem Schuss Postrock führt. Eine faszinierende Klangwelt eigenwilligen Kammer-Folk-Prog-Metals entfaltet sich mal bedächtig, mal forschend und mal treibend-brachial vor dem Hörer. Lyrisch verträumte Passagen werden schon mal von brachialen Ausbrüchen dahingefegt, aber dann gibt es auch wieder melancholische Einschübe, in denen die Violine geradezu schmerzhaft emotional intoniert. Überhaupt, die Violine gibt den Ton an und führt den Hörer durch die Musik. Fast wie Gesangslinien gleiten die Violinenpassagen dahin. Aber die Gitarre hält mit fetten Riffs dagegen und so entwickelt sich ein munteres hin und her. Evan Runge und Nathanael Larochette zelebrieren großen instrumentalen Sport und knüpfen so an die Zeiten von King Crimson oder dem Mahavishnu Orchestra im Geiste an. Im Untergrund legen Bass und Schlagzeug ein federnd-groovendes Fundament.
Abgesehen von ein paar allzu ruhigen Minuten gegen Ende des Stückes sitzt jede Note am richtigen Ort. Das verspielt vielschichtige Arrangement hält immer wieder Überraschungen und kleine Gimmicks bereit, die erst nach mehrmaligem Hören zu Tage treten. Der musikalische Fluss zieht den Hörer in seinen Bann und lässt ihn nicht mehr los. Ein faszinierender Trip ist es, den die Kanadier hier zelebrieren. Instrumentaler Kammer-Prog-Metal für Genießer.
| Anspieltipp(s): |
öhm ;-) |
| Vergleichbar mit: |
|
|
| Veröffentlicht am: |
5.8.2016 |
| Letzte Änderung: |
5.8.2016 |
|
|
|
Zum Seitenanfang
|