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Merzbow / Keiji Haino / Balázs Pándi

An Untroublesome Defencelessness

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2016
Besonderheiten/Stil: instrumental; live; sonstiges
Label: RareNoiseRecords
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Merzbow Elektronik
Keiji Haino Gitarre, Elektronik, Stimme
Balász Pándi Schlagzeug

Tracklist

Disc 1
1. Why Is the Courtesy of the Prey Always Confused with the Courtesy of the Hunters... (Part I) 2:58
2. Why Is the Courtesy of the Prey Always Confused with the Courtesy of the Hunters... (Part II) 9:52
3. Why Is the Courtesy of the Prey Always Confused with the Courtesy of the Hunters... (Part III) 13:53
4. How Differ the Instructions of the Left from the Instructions of the Right? (Part I) 5:29
5. How Differ the Instructions of the Left from the Instructions of the Right? (Part II) 8:58
6. How Differ the Instructions of the Left from the Instructions of the Right? (Part III) 6:15
7. How Differ the Instructions of the Left from the Instructions of the Right? (Part IV) 7:51
Gesamtlaufzeit55:16


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @


Der japanische Noise-Künstler Merzbow (bürgerlich Masami Akita), dessen Tonträgerausstoß sich seit Beginn seiner musikalischen Laufbahn 1979 auf über 300 Alben beläuft, hat bereits mehrfach mit dem ungarischen Schlagzeuger Balázs Pándi (u.a. Obake) zusammengearbeitet. Für sein jüngstes Projekt hat er nun noch den Improvisations-Sänger und Noise-Gitarristen Keiji Haino dazugeholt, um wieder ein Album mit musikalischen Grenzerfahrungen auf die Hörerschaft loszulassen.

Das live im Studio aufgenommene Debüt des Trios besteht aus zwei langen Suiten mit noch längeren Titeln, die - abgesehen von etwas gesprochenem (eigentlich eher geschrieenem) Text im dritten Teil der zweiten Suite - komplett instrumental gehalten sind. Die Musik, sofern man sie als solche bezeichnen möchte, dürfte auch manchen abgebrühten Hörer an seine Grenzen bringen.

Merzbow ist, wie erwähnt, als Noise-Künstler bekannt, und seine beiden Mitstreiter stehen ihm darin in nichts nach. Hier wird Krach gemacht ohne Ende, ein wahrer Lärmstrudel fabriziert, der permanent voller Energie und Dynamik brodelt und den Hörer vom ersten Moment an zu verschlingen droht. Dissonante Akkorde der Gitarre, wildes Getrommel und die formlosen elektronischen Klänge scheinen zu keinem Moment zusammenzupassen und vereinen sich doch zu einem zu einem ebenso bizarren wie faszinierenden Klangkonglomerat, das sich gleichermaßen träge wie unerbittlich aus den Boxen wälzt. Wie ein Lavastrom, der in seinem langsamen Fluss alles unter sich begräbt, so wälzt diese Lärmkaskade alles nieder. Mal schiebt sich dabei die Gitarre rasiermesserscharf schreddernd oder langgezogen dröhnend in den Vordergrund, dann wieder das elektronische Zischen und Rauschen, das durchaus Störungen im Funkverkehr entstammen könnte. Das Schlagzeug hält sich dabei mit so was banalem wie Rhythmus gar nicht erst auf, spielt eigentlich durchweg ein Solo.

Trotz allem nimmt diese Klangmasse immer wieder so etwas wie Form an, freilich nicht derart, das man irgendetwas in Art einer Melodie darin finden würde; aber es handelt sich eben nicht um willkürlich fabrizierten Krach, die Struktur der Musik - denn um solche handelt es sich, auch wenn das nicht jeder so empfinden mag - tritt ab und an doch deutlicher hervor.

Ein kompromisslos krasses Krachwerk hat das Trio auf seinem Debüt fabriziert, das den Hörer von der ersten bis zur letzten Sekunde in seinen Bann zu ziehen vermag - zumindest, wenn man seine Musik auch in Form eines weitgehend abstrakten Klangereignisses zu goutieren vermag. Stark!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 4.8.2016
Letzte Änderung: 4.8.2016
Wertung: 12/15
krass!

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