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Mamiffer

Statu Nascendi

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2014
Besonderheiten/Stil: Elektronische Musik; Postrock
Label: Sige Records / Daymare Recordings
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Faith Coloccia Voice, Piano, Organ, Electronics
Aaron Turner Guitar, Electronics, Effects

Tracklist

Disc 1
1. Caelestis Partus 6:16
2. Enantiodromia 16:15
3. Mercy 6:41
4. Flower of the field 7:51
Gesamtlaufzeit37:03
Disc 2
1. Throes 7:41
2. Cloey 11:56
3. Yield 9:05
Gesamtlaufzeit28:42


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Auf “Statu Nascendi” sind Fait Coloccia und Aaron Turner ohne Begleitmusiker zu Gange. Es gibt hier also Mamiffer pur zu hören. Zudem entstand die Musik live (vermutlich im Studio – Publikumsgeräusche gibt es keine – mit einer Ausnahme, siehe unten), irgendwann Ende 2013, worauf wohl der Titel der Scheibe anspielt. Das Album wurde in den USA von Sige Records als LP veröffentlicht (und natürlich als Download). Zudem gibt es eine 2xCD Version aus Japan, die auf dem zweiten Silberling drei Bonusnummern enthält.

Sehr direkt und roh sind Coloccia und Turner hier zu Gange. Orgelklänge und E-Gitarrendröhnen bestimmen die Musik. Dazu kommen der elfenhafte Gesang der Coloccia, allerlei elektronisches Hintergrundgetön und bisweilen ein Piano. Das Ergebnis ist ein sehr intensives, hypnotisch-mächtiges Gemenge an Klang, ein elektronisch-dröhnender Postrock, der durch den Gesang einen seltsam folkigen Charakter bekommt. Drone-Folk?

Gitarrenwände, Elektronikdröhnen, sakrales Retrogeorgel, sonores Ambientschweben, verzerrtes Gitarrenjaulen, ein hallendes Piano und ätherische Gesangseinlagen verschmelzen hier zu einem faszinierenden, erhabenen Ganzen. Eine gewisse krautig-meditative Atmosphäre verströmt die Musik und das lange “Enantiodromia“ wirkt z.B. ein wenig wie eine Drone-Doom-Version von “Vuh“ vom Zweitling von Popl Vuh (siehe ““). “Mercy“ beginnt dann nur mit Piano und gehauchtem Gesang, versehen mit einer sanften, aber sehr karg und glazial durch die Gehörgänge gleitenden Melodie, ehe sich die lärmenden Gitarren in den Vordergrund arbeiten. Ähnlich ist “Flower of the field“ gestrickt. Zu voluminös hallenden und knarzenden Gitarren intoniert Faith Coloccia etwas, das wie ein altes hymnisch-erhabenes Volkslied klingt. Eine etwas geglättete Version davon ist übrigens auf “the world unseen“ zu finden.

Die Bonus-CD bietet dagegen älteres Archivmaterial. “Throes“ entstand 2008/9 und wurde wie das zwei Jahre später eingespielte “Cloey“ ursprünglich auf einer limitierten Tonbandkassette veröffentlicht. Beim abschließenden “Yield“ handelt es sich dagegen um ein Stücke, welches 2008 beim ersten Konzert von Mamiffer mitgeschnitten wurde. Hier ist das Duo Turne-Coloccia durchweg sehr elektronisch und freiformatig klangmalend tätige. “Throes“ könnte auch ein frühes Stück aus dem Archiv Florian Frickes sein, gleitet erhaben, seltsam sakral, getragen pulsierend, aber sehr voluminös und kantig voran, ganz von elektronischen Sounds bestimmt. “Cloey“ verströmt dagegen eine eher düstere Ambientatmosphäre, wobei nun auch knarzende und jaulende Gitarrenfragmente dazukommen, ergänzt um allerlei elektronisches Fiepen und Zischen und ein bisweilen mächtig hallendes Pochen. Die schwächste Nummer in der ansonsten ausgesprochen beeindruckenden Sammlung ist dann “Yield“. Die live mitgeschnittene Nummer von etwas durchwachsener Klangqualitaet (und versehen mit ganz gut vernehmlichem Publikumsgeschwätz) ist ein etwas unausgegorenes Gemenge aus hallendem Pianogeklimper, Elektronikkrach und Gitarrenlärm.

Wer Atmo-Postprog, mächtiges Hallen, glaziale Tonskulpturen, elfenhafte Gesänge und voluminöse Elektronik schätzt, der sollte das ausgesprochen beeindruckende “Statu Nascendi“ auf keinen Fall verpassen. Die Japan-Doppel-CD ist hier natürlich die coolste Version, kommt im schicken Hochglanz-Doppel-LP-Minicover mit Obi, hat aber natürlich ihren Preis. Trotzdem: Ausgesprochen kultig!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 6.8.2016
Letzte Änderung: 6.8.2016
Wertung: 12/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Mamiffer

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2008 Hirror Enniffer 11.00 1
2011 Mare Decendrii 12.00 1
2016 the world unseen 12.00 1

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