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O.R.k

Soul of an Octopus

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017
Besonderheiten/Stil: sonstiges
Label: RareNoise Records
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Lorenzo Esposito Fornasari Vocals
Carmelo Pipitone Guitars
Colin Edwin Bass
Pat Mastelotto Drums

Tracklist

Disc 1
1. Too Numb 3.54
2. Collapsing Hopes 4.39
3. Searching for the Code 4.03
4. Dirty Rain 5.06
5. Scarlet Water 4.13
6. Heaven Proof House 4.25
7. Just Another Bad Day 4.11
8. Capture of Reveal 4.49
9. Till the Sunrise Comes 5.21
Gesamtlaufzeit40:41


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @


Das Artwork zum Zweitwerk von O.R.k. ist nach meinem Eindruck gut ausgewählt. Man sieht dort grüne Muränen und einen blauen Tintenfisch. Diese dem Menschen etwas unheimliche Wesen scheinen sich auf ein gemeinsames Ziel zu konzentrieren. Vermutlich besteht das Ziel darin, der leicht unheimlichen und experimentell eingefärbten Musik unter dem Titel „Soul of an Octopus“ möglichst viel Wärme und Seele einzuhauchen.

Auch auf dem Zweitwerk von O.R.k. wird ganz eigener Sound kreiert. Dessen wichtigstes Merkmal ist es wohl die manchmal verblüffende Fähigkeit aus melodischen Songstrukturen und experimentellen Ansätzen mitunter rockig groovende Stücke zu basteln.

Der Sänger Fornasari hat nach eigenen Angaben Operngesang studiert und versucht nun bei O.R.k. dies NICHT zu zeigen. Aber besonders in den dramatischen Passagen kann der Hörer erahnen, dass diese Stimme über großes Potenzial verfügt. In den sanfteren Momenten offenbart Fornasari wiederum etwas von dem Einfühlungsvermögen eines David Sylvian.

„Too Numb“ kombiniert doomigen Hardrock mit variablem Gesang und funkigen, an King Crimson der 80er erinnernden Prog-Anleihen. In „Collapsing Hopes“ treffen akustische Southern Rock-Gitarren, dezente Avant-Prog-Dissonanzen, hefig rockende Momente und - natürlich - der Gesang von Fornasari aufeinander, ohne den mir die Musik von O.R.k. undenkbar erscheint.

In „Searching for the Code“ besteht das instrumentale Songfundament anfänglich aus elektronischen Klängen. Durch den schrägen New Wave-Einschlag wirkt der Song auf mich wie eine kompositorische Begegnung zwischen David Bowie und Adrian Belew.

Hier wollen offenbar enorm kreative Künstler ihren manchmal etwas sperrigen Einfällen eine möglichst zugängliche Songform verleihen. Was für meine Begriffe ganz gut gelingt. Das Hitradio-Publikum wäre da wahrscheinlich anderer Ansicht.

Teile von „Heaven Proof House“ und „Till the Sunrise Comes“ überraschen durch die intimen Chanson-Stimmungen.

Stücken wie „Just another day“ gelingt das, was der King Crimson-Besetzung mit Adrian Belew nicht immer gelungen ist: die dramatischen Gesangmelodien verschmelzen mit den expressiven Gitarren zu einer Einheit. Mellotronflöte, akustische Gitarre und Damengesang in Teilen von „Capture or Reveal“ beschwören etwas von dem Geist des klassischen Prog herauf.

„Soul of an Octopus“ wird wahrscheinlich keinen Freund der experimentellen und gleichzeitig songorientierten Prog-Musik enttäuschen. So könnte auch eine songorientierte und trotzdem kaum radiotaugliche Weiterentwicklung der Musik klingen, die King Crimson mit Adrian Belew gemacht haben.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 14.2.2017
Letzte Änderung: 14.2.2017
Wertung: 11/15

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2015 Inflamed Rides 12.00 2

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