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Presence

Masters and Following

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2016
Besonderheiten/Stil: Gothic; HardRock; Klassischer Prog; Melodic Rock / AOR; Metal; Neoprog; Progmetal
Label: Black Widow Records
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Sophya Baccini vocals
Sergio Casamassima guitars
Enrico Iglio keyboards, percussion

Gastmusiker

Sergio Quagliarella drums
Mino Berlano bass

Tracklist

Disc 1
1. Masters and Following 7:56
2. Deliver 5:58
3. Now 5:02
4. Interlude 2:17
5. The House on the Hill   (Audience Cover Song) 6:49
6. Freewheel Burning   (Judas Priest Cover Song) 4:39
7. Space Ship Ghost 5:53
8. This Town Ain't Big Enough for the Both of Us   (Sparks Cover Song) 3:24
9. Prelude 3:22
10. Symmetry 4:39
11. Collision Course 5:31
12. On the Eastern Side 3:37
13. The Revealing 9:38
Gesamtlaufzeit68:45
Disc 2
1. Scarlet   (Bonus Live CD) 5:22
2. The Sleeper Awakes 7:35
3. Lightening 5:43
4. The Dark 0:50
5. Eyemaster 2:33
6. Just Before the Rain 3:03
7. The Bleeding 5:51
8. Un di' Quando le Veneri 5:33
9. Overture   (Orchestral) 5:26
10. Hellish   (Orchestral) 6:47
11. J'accuse   (Orchestral) 8:23
12. Makumba   (Orchestral) 5:14
13. Supersticious   (Orchestral) 5:02
14. The King Could Die Issue-less   (Orchestral) 7:09
Gesamtlaufzeit74:31


Rezensionen


Von: Nik Brückner @


Thomas Kohlruß hat mich auf diese Band aufmerksam gemacht. Danke, Thomas.

Presence sind - also, hier stock ich schon, wer hilft mir weiter fort? Also, Presence sind eine Hardrockband. Nee. Presence sind eine Neoprogband. Auch nicht. Presence sind eine Retroprogband. Das ist es. Nee, stimmt wieder nicht. Presence sind eine Pathosrockband. Oder? Eine Düstergothprogband? Herrje!

Also, Presence sind ein Trio. Sängerin Sophya Baccini, Gitarrist und Bassist Sergio Casamassima, Keyboarder und Percussionist Enrico Iglio. Soweizogut. Dazu stoßen Sergio Quagliarella, Drums, und Mino Berlano, Bass.

Es läuft grad. Jetzt schreit jemand um Hilfe! Herrje!

Der letzte Schlagzeuger hieß Valerio Silenzio. Nicht gut, irgendwie, Silenzio. Denn leise sind die nicht. Im Entferntesten. Also was machen die jetzt? Mal bei Thomas nachlesen. Überbordender Bombast: Check. Oder besser: CHECK, denn überbordend ist der wirklich. Verdammt nochmal. Schwere, doomige Riffs: Check. Opern-Sopran, joa, schon, check, aber ich bin da immer vorsichtig, wer in die Oper geht, muss angesichts der vielen "Opernsängerinnnen" im Rock ja immer ein bissl schmunzeln (Merke: Ne Opernsängerin ist's erst, wenn sie Opern singt). Und sonst? Düsterer Hardrock, proggiger Touch, Gothic-Anflüge, musical-opernhafte Elemente, alles Check! Aber irgendwie ist das überhaupt nicht schmalzig-käsig, wie bei - brrrrr - Nightwish, sondern ein haarsträubender Parforceritt durch all diese Genres auf einmal, der mir eine Art perverses Vergnügen bereitet. Wenn die Band durch Judas Priests "Freewheel Burning" rast, breitet sich ein irres Lächeln auf meinem Gesicht aus. Hihi - das ist supi.

Klar, man sollte schon einen Sinn für Spaß in der Musik haben, um dieses Zeug zu hören. Wer sowas ernst nimmt, hat sonst nicht viel Ernst in seinem Leben. Aber wer - aber das sagte ich ja schon. Wer sowas mng, dem wird das Album gefallen.

Das Ganze ist also herrlich barock, überfrachtet bis zum Geht-nicht-mehr, kitschig ohne Scham, und virtous in der Jonglage von Hardprog, Orgelprog, Düstersamt und Musical. Eigentlich genau die Mischung, vor der ich schreiend davonlaufen müsste - aber irgendwie tu ich's nicht. Grinse debil. Ist vielleicht dasselbe.

Live (zweite Scheibe) überzeugt mich der ganze Myst dann doch nicht so. Die Band hat ordentlich Landwirt, aber die klangliche Einsahnung ist nicht komplett, das vermisst man schon. Und es zeigt sich schnell, dass Frau Baccini in einer Oper keine fünf Minuten bestehen könnte, schon "Scarlet" klingt teils recht angestrengt, und im weiteren Verlauf gibt's auch den einen oder anderen schrägen Ton zu hören. Juicier wird's dann wieder, wenn's mit "Overture" wieder orchestral wird, dann holt die Band den Elder Wand raus, und es gibt Fantasy-Myst vom Feinsten. Baccini singt, sirrt, summt, schmeichelt, schreit und schwebt, als gäb's kein Morgen. "Hellish" ist besonders mystisch.

Also wiexakt, kein Nightwish, Turilli oder Within Tempation, schon weitaus eher Prog, aber eben eine ganz eigene, lustige Mischung. Hörer mit Sinn für Humor können hier ein sehr erfreulich phantasievolles Album entdecken.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 15.2.2017
Letzte Änderung: 15.2.2017
Wertung: 10/15
Neogothprog. Vermutlich. Oder Musicalcore. Progmyst. Mystprog? Auf jeden Fall supi.

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Presence

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1992 Makumba 12.00 1
1996 Black Opera 9.50 2
2001 Gold 10.50 2
2003 The Sleeper Awakes + Live 12.00 1
2008 Evil Rose 8.00 2

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