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Streetmark

Eileen

(Archiv-Tipp 3/2017)
Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1977
Besonderheiten/Stil: Elektronische Musik; Klassischer Prog; Krautrock
Label: Sky (CD-Ausgabe März 2017 bei Sireena)
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Wolfgang Riechmann Gesang, Synthesizer, Gitarre
Dorothea Raukes Keyboards
Thomas Schreiber Gitarren
Manfred Knauf Bass
Hans Schweiß Schlagzeug

Tracklist

Disc 1
1. Crazy Notion 8:00
2. Passage 4:26
3. Sea of Melted Lead 5:50
4. Tomorrow 1:14
5. Eileen 5:35
6. Dreams 12:17
7. Choral 3:13
Gesamtlaufzeit40:35


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @


Eileen erschien im Sommer 1977 als zweites Album der Düsseldorfer Formation Streetmark. Die Besetzung hatte sich gegenüber dem Debüt an zwei Stellen verändert, am Bass stand nun Manfred Knauf, neuer Sänger wurde Wolfgang Riechmann, der auch noch an Synthesizer und Gitarre tätig war. Somit hatte die Band nun zwei Tastendrücker, was sich natürlich auf den Sound auswirkte; zumal Wolfgang Riechmann, der zusammen mit Gitarrist Thomas Schreiber sämtliche Titel dieses Albums komponierte, aus der elektronischen Musik kam.

Riechmann spielte in den frühen 70ern in einer Band mit Michael Rother und Wolfgang Flür, der eine damals schon ehemaliges Mitglied von Kraftwerk, der andere noch zukünftiges Mitglied dieser wegweisenden Band. Der Einfluss von Kraftwerk zeigt sich deutlich in dem instrumentalen Stück Passage mit seiner typisch motorischen Rhythmik. Ansonsten herrscht ein fließender, spacig-symphonischer Sound vor, in dessen Mittelpunkt das umfangreiche Tastenarsenal steht. Wolfgang Riechmann produziert warme, flächige elektronische Klänge als Grundlage, über denen sich Orgel, Klavier und Gitarre austoben. Manches klingt dabei etwas holprig, aber das macht für mich gerade den Charme dieser Musik aus, und auch wenn die Songs nicht übermäßig komplex sind, sind sie doch farbig und abwechslungsreich arrangiert. Der spacig-elektronische Sound kulminiert im zwölfminutigen Dreams, das aus einer Live-Improvisation entstand und bei Konzerten gut die doppelte Länge erreichen konnte. Ein fantastischer Spacerock-Trip!

Weniger bemerkenswert als die Musik ist allerdings Riechmanns Gesang. Dieser ist zwar nicht allzu akzentbeladen, wirkt aber stets etwas monoton. Andererseits hat er etwas typisch „krautiges“, was der Musik wiederum - für mich jedenfalls - einen gewissen zusätzlichen Charme verleiht. Wie auch immer, dank der vielen instrumentalen Passagen fällt der Gesang sowieso nicht so ins Gewicht.

Leider fehlen mir Vergleiche zu den anderen Streetmark-Alben, aber den Rezensionen der Kollegen nach zu urteilen, dürfte Eileen der Höhepunkt im Schaffen der Band sein. Ein empfehlenswertes Album für den Liebhaber von Progressive Rock aus deutschen Lande, insbesondere solchem mit stärker elektronischer Schlagseite, ist es auf jeden Fall.

Nach Eileen ging die Personalfluktuation bei Streetmark weiter, so dass von dieser Besetzung auf dem Folgelabum Dry nur noch Dorothea Raukes und Thomas Schreiber übrig blieben. Wolfgang Riechmann begann nach Eileen mit seinem Soloalbum Wunderbar, dessen Veröffentlichung er jedoch nicht mehr erlebte; nur wenige Tage vorher wurde er in der Düsseldorfer Altstadt niedergestochen und erlag kurz darauf seinen schweren Verletzungen. Der Erfolg von Wunderbar führte dazu, dass Eileen schon 1979 unter dem Namen „Wolfgang Riechmann & Streetmark“ mit anderem Cover und anderer Titelreihenfolge neu herausgebracht wurde. Auch eine Anfang der 90er erschienene CD-Ausgabe hatte einen anderen Titel (Dreams) und ein anderes Cover (was soll dieser Unsinn eigentlich?), so dass die im März bei Sireena erschienene die erste „richtige“ CD-Ausgabe von Eileen ist.

Das Album erscheint am 10. März.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 5.3.2017
Letzte Änderung: 5.3.2017
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Streetmark

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1976 Nordland 8.00 1
1979 Dry 8.50 2

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