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bArtMan

kaaf

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017
Besonderheiten/Stil: RetroProg
Label: Eigenvertrieb
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Torsten Bartkowiak all instruments and vocals

Tracklist

Disc 1
1. The Good Man 4.39
2. Deep Disappointment 2.32
3. Why ever you 3.12
4. On the Run 3.36
5. A Moment of Pleasure 6.02
6. 2 Friends 6.16
7. kaaf 23.14
Gesamtlaufzeit49:31


Rezensionen


Von: Marc Colling @


Torsten Bartkowiak alias bArtMan bringt seine 4. Einspielung unters Volk, wie immer im Eigenvertrieb und unter verschiedenen Formaten wie CD, DVD-Audio und BluRay. Dass er ein Klangfetischist ist, weiß der geneigte Fan ja und auch diesmal hat er wieder alles an Klangqualität heraus gekitzelt was möglich war.

Das Album heißt „kaaf“ und dieser ungewöhnliche Titel war der Spitzname eines in 2016 verstorbenen guten Freundes, dem das Album auch gewidmet wurde. So wundert es nicht, dass der längste Track KAAF eine Suite mit 7 Untertiteln ist, von denen 2 REQUIEM PART 1 und 2 heißen. Diese Suite stellt den Höhepunkt der CD dar, spielt auf der Klaviatur der Gefühle des Hörers, ist mal rockig und positiv, dann wieder ernst und nachdenklich. Aber auch in den anderen Songs kann der Künstler überzeugen. So gefällt 2 FRIENDS nicht nur wegen seines menschlichen Textes, sondern auch wegen der Schlichtheit des Vortrages. Am besten gefällt mir in der ersten Hälfte des Albums aber WHY EVER YOU mit seinem floydigen Stil. Klingt wie ein alter Bekannter der plötzlich wieder auftaucht und man sich ehrlich freut.

Dass bArtMan ein Verehrer von Pink Flod ist, hört man nicht nur an der Musik, sondern man merkt es bereits beim Lesen einiger Songnamen. ON THE RUN oder THE LORD IS MY SHEPHERD sprechen eindeutig für sich. Wenn dann im Titeltrack noch Schafe blöken und die Melodie gewisse Ähnlichkeiten mit „Animals“ aufweist, ja spätestens dann schaut man auf das Cover um zu prüfen, ob da wirklich bArtMan läuft.

Doch wisst ihr was? Ich nehm ihm das überhaupt nicht krumm. Er macht das mit einer fast kindlichen Unschuld, dass man ihm das einfach verzeihen muss. Es klingt nämlich saugeil und das ist ja wohl die Hauptsache. Auch seine Affinität zu Mike Oldfield ist unüberhörbar und vielleicht ist es genau diese Mischung die das Ganze so interessant macht. Seine vorherigen Alben kenne ich nicht, kann somit auch keine Vergleiche ziehen. Doch auf Grund der alten Rezis auf den BBS gehe ich davon aus, dass er einiges zum Guten verbessert hat. Vielleicht ist er erfahrener geworden und kompositorisch gereift, denn dieses Album hier verdient Anerkennung.

Kritikpunkt ist seine Stimme. Es sieht aber wohl so aus, dass er das selbst weiß, denn er singt sehr wenig und dann auch immer nur in Tonlagen die er beherrscht. Außerdem braucht diese Art von Musik auch nicht viel Gesang. Die Hammond und die teils elegischen Gitarrenläufe, unterstützt von einem dezentem Bass und Schlagzeug reichen vollkommen aus um eine schöne, sphärische Stimmung zu schaffen. Nur manchmal schlägt die Gitarre rockige Töne an, die dann aber genau richtig sitzen.

bArtMan hat es geschafft eine wunderbar fließende Komposition einzuspielen, die viele Freunde finden dürfte. Die einzelnen Tracks gehen nahtlos ineinander über, ohne dass Brüche stören würden.

Für Freunde von Pink Floyd, Mike Oldfield aber auch im erweiterten Sinne Eloy lohnt es sich hier mal rein zu hören. Wäre schade, wenn diese schöne CD ungehört bliebe.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: siehe im Text
Veröffentlicht am: 3.3.2017
Letzte Änderung: 3.3.2017
Wertung: 11/15
klare 11+, Tendenz könnte mit der Zeit nach oben gehen

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von bArtMan

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2012 bArtMan³ 8.00 1
2013 Journey into the Dark 9.00 1
2015 Los Gigantes 8.00 1

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