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Summa

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Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017
Besonderheiten/Stil: instrumental; Jazz; Jazzrock / Fusion; RIO / Avant; Worldmusic / Ethno; sonstiges
Label: RareNoise Records
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Ádám Mészáros Guitars, Kalimba, Percussion
Ernö Hock Bass Guitar, Bass Ukulele, Percussion
András Halmos Drums, Bells, Kalimba

Gastmusiker

Kjetil Møster Saxophones (on 'Partir')
Bálint Bolcsò Electronics (on 'Partir')

Tracklist

Disc 1
1. Lady Klimax 9.05
2. Socotra 1.27
3. Summa 7.51
4. Keltner 0.36
5. Partir 11.41
6. My Heart is somewhere else 3.36
7. Jimma Blue 12.36
8. Mongrel Mangrove (for Boros Levente) 5.28
9. Sinus Begena 1.16
Gesamtlaufzeit53:36


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @


Die erste RareNoise-Veröffentlichung des ungarischen Trios Jü soll an einem einzigen Tag aufgenommen worden sein. Die Aufnahmen für das vorliegende Nachfolgewerk „Summa“ dauerten schon mal fünf Tage.

Aber selbst wenn die Drei in anarchistische Improvisationen ausbrechen, gibt es neben den suchend wirkenden Passagen auch solche, die wie sorgfältig ausgetüftelte Einfälle anmuten, die man entweder komponiert, oder durch schier telepathische Fähigkeiten innerhalb des Trios erlangt haben konnte.

Gleich zu Beginn von „Lady Klimax“, zeigen die drei Musiker die Möglichkeiten auf, die immer noch in einer Bass/Gitarre/Schlagzeug-Besetzung stecken können, wenn man die nötige Kreativität mitbringt. Das beziehe ich sowohl auf die Art der Klänge, als auch die variantenreiche Teamarbeit. Gleiches gilt für das leider nur halbminütige „Keltner“.

Auf die pure akustische World Music in „Socotra“ folgen in "Summa" (dem Titelstück) die gezielt gestreuten Math-Rock-Einfälle, die tänzelnden Grooves, die entfesselten Tremolos für Bass und Gitarre und die freiformatigen Klangorgien.

Die jazzig zurückhaltenden Improvisationen von „Partir“ werden maßgeblich von Kjetil Møster am Saxophon mitgestaltet. Mitunter folgt die Musik einem dezenten bluesigen Riff.

Zum maximalen Kontrast gibt man sich in „My Heart is somewhere else“ betont rockig, was in einer Art von Avant-Prog-Punk mit Metalcore-Einsprengseln resultiert.

In „Jimma Blue“ dient das afrikanische Kalimba zusammen mit Perkussioninstrumenten und den elektronischen Effekten als eine experimentelle Einführung in die darauffolgende Darbietung des Trios, das mal wieder von ausgedehnten Gitarrensolos angeführt und von der einfallsreichen Rhythmussektion getragen wird. Die langsam intensiver werdende Spielweise der drei Musiker macht das Stück zu einem Hörvergnügen.

In „Mongrel Mangrove“ widmet man sich unvermittelt den übersteuert doomigen Gitarrenriffs, die bekanntlich nur in Verbindung mit schleppenden Rhythmen ihre volle Wirkung entfalten können. Wobei es nicht ganz ausgeschlossen ist, dass die Riffs in „Mongrel Mangrove“ von einem Monster-Fuzz-Bass kommen. Jü erschaffen in dem Stück wohl etwas wie Avant-Doom-Rock.

Die CD endet mit „Sinus Begena“, noch einer frappierenden Miniatur musikalischer Art. Das dominierende Instrument von „Sinus Begena“ klingt ungefähr wie eine selbstgebastelte dreisaitige akustische Gitarre, die zusammen mit singender Hintergrund-Melodie (Theremin?) für meine Ohren ein urtümliches Afrika-Flair hervorzaubert.

Für mich ist Jü ein Trio der Extraklasse, dem mit „Summa“ ein enorm abwechslungsreiches Stück experimenteller Musik gelungen ist.

Anspieltipp(s): Summa
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 28.3.2017
Letzte Änderung: 28.3.2017
Wertung: 12/15

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