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Chuck Van Zyl

Recitals

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2016
Besonderheiten/Stil: instrumental; live; Elektronische Musik
Label: Synkronos Music
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Chuck Van Zyl Electronics

Tracklist

Disc 1
1. Outwatched by Stars Part I 28:21
2. Outwatched by Stars Part II 31:03
3. Outwatched by Stars Part III 11:46
Gesamtlaufzeit71:10
Disc 2
1. Until The Kingdom Comes Part I 26:18
2. Until The Kingdom Comes Part II 5:24
3. Until The Kingdom Comes Part III 15:14
4. Until The Kingdom Comes Part IV 27:45
Gesamtlaufzeit74:41


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Chuck Van Zyl aus Philadelphia ist inzwischen, oder eigentlich schon seit längerer Zeit, eine Institution in Sachen klassischer Elektronik, nicht nur durch seine (erfreulicherweise gut überschaubaren) Tonträgerproduktionen, sondern auch als Moderator einer der am längsten bestehenden auf Elektronisches spezialisierten Radiosendungen (namens "Star’s End"), als fachkundiger Rezensent, und schließlich als Gastgeber und Veranstalter, entweder im Rahmen von Radiokonzerten bei "Star’s End", oder der von ihm organisierten Konzertreihe The Gatherings.

Van Zyl kennt sich also aus, und er weiss, wie ein gutes Elektronikalbum zu klingen hat. Dies zeigt einmal mehr sein derzeit neuestes Werk, das Ende 2016 erschienene "Recitals". Es handelt sich hierbei um ein Livealbum, welches im Mai 2016 aufgenommen wurde ("Recorded Live, May 2016"). Soviel kann man dem wenigen Text auf dem wieder mit diversen schwarzweißen, wohl auf Friedhöfen entstandene Infrarotaufnahmen bedrucken mehrteiligen Digipack entnehmen. Wo und bei welchem Konzert die Aufnahmen entstanden sind, ist nicht angegeben. Oder, es ist nicht einmal gesagt, dass die Musik bei einem Konzert entstanden ist. Vielleicht ist "Recitals" auch live im Studio eingespielt worden. Publikumsgeräusche sind jedenfalls nicht auszumachen.

Sowohl optisch, also was das Cover anbelangt, als auch akustisch unterscheidet sich "Recitals" kaum von den drei direkten Vorgängern. Wie eigentlich auf allen (dem Rezensenten bekannten) Soloalben widmet sich Van Zyl auch hier sehr farbigen, deutlich an die klassischen Elektronikklänge der Berliner Schule angelehnten Tonmalereien, die ausladend, kosmisch-spacig, ausgesprochen vielschichtig und voluminös aus den Boxen gleiten. Ich will den geneigten Leser daher nicht mit auf diesen Seiten nun schon mehrfachst von mir zu findenden Versuchen langweilen solche Musik zu beschreiben, sondern nur betonen und versichern, dass Chuck Van Zyl ein Meister solcher Tongewebe ist, und auch in den beiden hier zu findenden, mehrteiligen Suiten seine diesbezüglichen Fähigkeiten unter Beweis stellt. Sehr authentisch, analog (auch ein Mellotron fehlt nicht), dicht verwoben, oft kantig, mächtig und intensiv gleiten diese Klänge durch die Gehörgänge. Wer Berliner Retroelektronik sucht (die um einiges besser klingt als die Vorbilder), der findet derzeit sicher kaum Besseres.

Im Vergleich zu den Vorgängern wirkt "Recitals" noch ein Stück perfekter, grösser, frischer und dynamischer (spontaner - vielleicht durch die Livebedingungen). Natürlich kann man nicht behaupten, dass hier in Bezug auf das Elektronikgenre irgendetwas Neues oder Innovatives (Progressives) geboten wird. Aber, das ist auch gar nicht Van Zyls Absicht, und auch als Hörer (ich gebe es zu) möchte man doch genau diese Sounds und Sequenzermuster hören. Alle zwei Jahre lasse ich mir so eine Scheibe (je Künstler/Band) jedenfalls gerne gefallen, insbesondere, wenn sie so gut gemacht ist. Und viel Musik gibt’s auch fürs Geld. Kurzum: Klasse!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 14.5.2017
Letzte Änderung: 14.5.2017
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Chuck Van Zyl

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1991 The Xyl File 11.00 1
1993 Celestial Mechanics 10.00 1
1995 The Relic 10.00 1
2010 MemorySpace 9.00 1
2012 Cenotaph 9.50 2
2014 Rituals 10.00 1

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