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Eternity's End

The Fire Within

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2016
Besonderheiten/Stil: Metal; Progmetal
Label: Power Prog Records
Durchschnittswertung: 9/15 (1 Rezension)

Besetzung

Ian Parry Gesang
Christian Münzner Gitarre
Jimmy Pitts Keyboards
Linus Klausenitzer Bass
Hannes Grossmann Schlagzeug

Tracklist

Disc 1
1. The Fire Within 5:29
2. Demonblade 4:55
3. The Hourglass 5:58
4. Eagle Divine 4:41
5. White Lies 5:05
6. Twilight Warrior 4:47
7. Chains Of The Earth 5:18
8. The Dark Tower 8:06
9. Moonstruck 3:49
10. The Fall Of The House Of Usher 7:43
Gesamtlaufzeit55:51


Rezensionen


Von: Gunnar Claußen @


Hinter Eternity's End stecken Musiker mit einer Menge Erfahrung - angesichts der Vorgeschichte von Gitarrist und Hauptverantwortlichem Christian Münzner, Bassist Linus Klausenitzer und Schlagzeuger Hannes Grossmann wäre es vermutlich aber wohl kaum verkehrt, die Band als Obscura-Ableger zu bezeichnen. Auch Jimmy Pitts und Ian Parry sind alles andere als unbekannt - da darf man also schon mal gespannt sein. Der erste Wermutstropfen gleich vorweg: Das Power-Prog-Label, über das das vorliegende Debütalbum "The Fire Within" verlegt wurde, hat offenbar vor gut einem Jahr seine Segel streichen müssen. Ob das ein schlechtes Omen für die Nachbetrachtung dieses Albums ist?

Schließlich passt "The Fire Within" ja zu diesem Namen wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge: Eternity's End pflegen so gut wie alle Stilmerkmale, die im Progressive-Power-Metal-Genre zwischen den beiden (auf der Facebook-Seite als Haupteinflüssen aufgeführten) Polen aus Symphony X und Yngwie Malmsteen zu finden sind. Da gibt es schnelle, aber auch komplexe Riffs, barocke bis klassische Instrumentalspielereien, hymnischen Gesang in teilweise choralen Arrangements, immer wieder mal abgedrehte Passagen und ein Song ist schneller als der andere. In der genauen Ausprägung dieser Merkmale können sich Eternity's End insofern ein kleines bisschen von der Konkurrenz absetzen, dass der Tech-Death-Hintergrund eines Gutteils der Musiker zeitweise tatsächlich einen Niederschlag findet. Dies betrifft konkret einige der Riffs und Strophenbegleitungen, die auch neben Bands wie Into Eternity bestehen könnten, und ist am prominentesten in Nummern wie "Moonstruck", "The Fall Of The House Of Usher" und dem Opener "The Fire Within" zu hören. Letzteres Stück erinnert vom Intro her, bei dem das Riff für stoßartige Keyboard-Akkorde unterbrochen wird, übrigens auch an "Needled 24/7" von Children Of Bodom.

Abgesehen hiervon und von der Tatsache, dass Gitarren und Keyboards von der Geschwindigkeit her regelmäßig (und mühelos) in Dragonforce-Regionen vorstoßen, gehen Eternity's End allerdings eher konventionell vor. Der melodische, mittelhohe und leicht angerauhte Gesang klingt sozusagen nach Standard, die Melodien sind ebenfalls gediegen, und einige eingebrachte Elemente dürfen glatt als gelebte Klischees durchgehen - hierunter fallen beispielsweise diese lateinischen Chöre in "Demonblade" oder das Keyboardfanfaren-Motiv am Anfang von "White Lies" - man vergleiche das mal mit Yngwie Malmsteens "Judas". Letzteres Stück fällt übrigens in eine Art Schwächephase, die "The Fire Within" als Album erleidet: Bereits das vorangegangene "Eagle Divine" war sehr stromlinienförmig bis mainstreamig und alles andere als fordernd oder komplex. Gleiches gilt neben "White Lies" auch noch für "Twilight Warrior", und später noch stellt sich "The Dark Tower" als lange Halbballade dar, die sich zwar interessanterweise um eine härter gespielte Mischung aus Riff und Hauptmotiv herum aufbaut, davon abgesehen aber völlig konturlos und somit schlicht langatmig ist.

Die besten Momente hat "The Fire Within" ergo am Anfang und am Ende. Zwar gibt es auch hier eben eingängige Melodien und hymnische Refrains, diese werden aber sehr unterhaltsam und variantenreich in Szene gesetzt. So verkomplizieren Eternity's End im Titeltrack zur Bridge jeweils den Rhythmus und legen ebenso nach dem ersten Refrain gleich mal eine Tech-Passage nach. Der Refrain vom schon erwähnten "Demonblade" ist ziemlich ausladend und kommt folglich im ganzen Song auch nur auf zwei vollständige Durchführugen, und das von einem merkwürdig zurückgenommenen Refrain als Antiklimax ist unter seiner melodischen Karosserie ebenfalls eher ungewöhnlich. Am anderen Ende des Albums hingegen stellt sich "Chains Of The Earth" als von Breaks und einer B-Passage strukturiert recht unterhaltsam dar, "Moonstruck" kombiniert gleich mehrere Keyboardmelodien miteinander (und bietet zudem einen klassischen SX-Refrain), und "The Fall Of The House Of Usher" geht schließlich noch einmal in die Vollen samt einer mit A-Gitarre hübsch vorbereiteten vertrackten Mittelteil als struktureller Abwechslung. So geht's wesentlich besser.

Fazit also: Wie erwähnt bewegen sich auch Eternity's End auf weitestgehend bekanntem Terrain. In der Mitte gibt es einige recht simple Songs ohne großen progressiven Anspruch, dafür kann die Band aber eigentlich zu allen Zeiten durch lebhafte, technisch versierte Instrumentalarbeit punkten, die in Form von verspielten Instrumentalpassagen die Songs belebt. Hier wäre noch zu erwähnen, dass genau dieser Zug Eternity's End begrüßenswerterweise vor dem altbekannten Endlose-Wiederholungen-des-Refrains-Syndrom bewahrt (ausgenommen vielleicht "The Dark Tower", aber das lahmt ja ohnehin). Soweit wäre "The Fire Within" damit eine sauber ausgeführte Genre-Blaupause, die durch und durch solide ist. Als nächstes wäre dann die Raffinesse zu erarbeiten, mit der auf den großen Symphony-X-Klassikern aus eingängigen Songs echte kleine Schmuckstücke gemacht wurden.

Anspieltipp(s): The Fire Within, Moonstruck, The Fall Of The House Of Usher
Vergleichbar mit: Symphony X, Yngwie Malmsteen, Into Eternity - wer hätte das gedacht?
Veröffentlicht am: 16.5.2017
Letzte Änderung: 16.5.2017
Wertung: 9/15
In der Mitte schwächer, sonst gut

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