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Jessica Moss

Pools of Light

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017
Besonderheiten/Stil: Ambient; Postrock
Label: Constellation
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Jessica Moss

Tracklist

Disc 1
1. Entire Populations (Pt I) 5:40
2. Entire Populations (Pt II) 7:33
3. Entire Populations (Pt III) 6:11
4. Entire Populations (Pt IV) 4:35
5. Glaciers I (Pt I) 6:33
6. Glaciers I (Pt II) 5:02
7. Glaciers II (Pt I) 7:13
8. Glaciers II (Pt II) 5:47
Gesamtlaufzeit48:34


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @


Die kanadische Musikerin Jessica Moss spielt Violine bei den Postrockern A Silver Mt. Zion, ist oder war dazu auch bei anderen Bands aktiv, etwa Carla Bozulichs Evangelista. Im Frühjahr 2017 erschien ihr erstes Soloalbum Pools of Light. Enthalten sind die beiden langen, suitenartigen Stücke Entire Populations und Glaciers. Jessica Moss bedient darauf neben der Violine noch diverse elektronische Klangerzeuger und steuert auch Gesang bei.

Entire Populations überrascht dabei gleich zum Auftakt mit einer leicht arabisch anmutenden Melodie der Violine, die sich allmählich in eine auf und ab wogende Klangfläche verwandelt, um dann sanft zu verklingen. Der zweite Teil ist praktisch nur aus Jessica Moss’ Stimmeinsätzen aufgebaut; über einer textlosen Grundierung stößt sie immer wieder die Worte „Entire Populations“ hervor, die noch in mehreren Spuren übereinander gelegt sind. Der dritte Teil beginnt zunächst mit elektronischen Klangkaskaden, zu denen nach einiger Zeit die Violine mit einer elegischen und dennoch kraftvollen Melodie einsetzt. Der vierte Teil schließlich wird von der Violine weitgehend solo mit sanften, langgezogenen Klangbögen bestritten.

Glaciers beginnt mit zahlreichen übereinander gelegten Spuren textlosen Gesangs, die zusammen den Eindruck eines breiten Klangflusses ergeben, um sich in den weiteren Teilen dann in ein stärker elektronisches Stück zu wandeln. Vor allem der dritte Teil - also Glaciers II Pt. I - geht schon in den Bereich Ambient Music, wenn zu einem sanften elektronischen Pulsieren die Violine zart und wie in Zeitlupe gestrichen wird. Erst gegen Ende wird die Violine kräftiger, drängt sich in den Vordergrund, erneut in mehreren Spuren übereinander, um dann den nahtlos anschließenden vierten Teil wieder solo mit elegischen Klangschleifen zu bestreiten.

Ein wunderbares Debüt ist der kanadischen Musikerin mit ihrem Solodebüt gelungen, das elegischen Postrock (na ja, „Rock“ ist es eigentlich nicht) mit Ambient-Klängen kombiniert. Macht Lust auf weitere solistische Aktivitäten der Dame!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 18.5.2017
Letzte Änderung: 18.5.2017
Wertung: 11/15

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