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Nihiling

Batteri

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017
Besonderheiten/Stil: ArtPop; Postrock
Label: Kapitän Platte
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Jan Hendrik Schnoor Schlagzeug
Noemi Evelyn Bunk
Alexandra Steinmetzer Bass,Gesang
Marco Winkler
Gorka Morales Gesang,Gitarre

Tracklist

Disc 1
1. Ottersong 5.40
2. Power Rangers 7.09
3. Lungs 5.24
4. Rope 6.13
5. Prey 6.31
6. Cellardoor 8.56
7. Idiot 8.58
8. Funeral 5.18
Gesamtlaufzeit54:09


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @


Ein Vergleich zwischen der Besetzungsliste von „Batteri“ (2017) und „Epophagus“ (2011) offenbart, dass sich in der Zwischenzeit „nur“ die beiden Gitarristen geändert haben. Jan Hendrik Schnoor (Schlagzeug), Alexandra Steinmetzer (Bass, Gesang) und Gorka Morales (Gesang, Gitarre) sind 2017 immer noch dabei. Auf dem Cover von „Batteri“ sind den Musikern und Musikerinnen nämlich keine Instrumente zugeordnet, aber es darf angenommen werden, dass Noemi Evelyn Bunk und Marco Winkler neuerdings für die sechssaitigen elektrischen Gitarren zuständig sind.

Zu den Besonderheiten von Nihiling gehört immer noch der weiblich-männliche Duo Gesang, der in „Power Rangers“ und „Lungs“ reizvollerweise auch noch zu polyphonen Dialogen genutzt wird. Im letzteren ganz kurz sogar a capella.

Die ersten vier Stücke des Albums präsentieren Songstrukturen (mit Gesang) zu der Rockband-Begleitung, was den Verfasser des Infozettels dazu animierte, etwas von einer Nähe zum „Indie-Pop britischer Prägung“ zu schreiben.

Ich sehe das ein bisschen anders. Wenn eine solche Nähe bei Nihiling vorhanden sein sollte, dann höchstens im Bereich der Instrumentierung. Mir sind jedenfalls keine britischen Indie-Pop-Stücke bekannt, die durchschnittlich sieben Minuten dauern und die derart komplexe Gesangs- und Gitarrenthemen bieten würden. Von nicht minder komplexen Rhythmen ganz zu schweigen.

Die Arrangements im ersten Teil von „Rope“ sind originellerweise mit zahlreichen elektronischen Effekten versehen, bis hin zu dezenten elektronischen Rhythmen. Später kommen dichte repetitive Motive fürs Piano hinzu, die zunehmend elektronisch verfremdet werden. Wunderbar kreatives Musizieren im Grenzbereich zwischen Artpop und Artrock ist das.

Ab „Prey“ erwarten den Hörer mehrteilige Instrumentalstücke, die eine Vielfalt an Stimmungen, Tempi und Arrangements bieten und die man getrost dem sog. Postrock zuordnen kann. „Cellardor“ beginnt mit Klavier- und Celloklängen sowie mit einem Pizzicato, das wahrscheinlich auf einer elektrischen Gitarre versucht wurde. Nach einer kurzen Zuspitzung erkling ein Arrangement für wortlosen weiblichen Gesang und eine unverzerrte Gitarre. So wechseln sich bei Nihiling Postrock-typisch epische Wall of Sound-Passagen mit solchen ab, die spartanisch und filigran arrangiert sind.

„Idiot“ überrascht im ersten Teil mit brachial doomigen Gitarrenriffs. Der melancholisch traurige Mittelteil mündet (mal wieder) überraschend in eine mittelschwere Feedback-Elektronik-Noise-Orgie, die ihren Ursprung wahrscheinlich in einer elektrischen Gitarre hat.

Das Arrangement von „Funeral“ wirkt anfangs mit Cello und Spinett-ähnlichen Klängen beinahe kammermusikalisch. Zu den repetitiven Motiven erklingen gespenstische Effekte, als würden tatsächlich Geister gen Himmel steigen.

„Batteri“ von Nihiling zeigt auf eindrucksvolle Weise auf, was man kreativ noch alles innerhalb des Postrock-Subgenres machen kann.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 19.5.2017
Letzte Änderung: 19.5.2017
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Nihiling

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2011 Egophagus 9.00 1
2014 Nihiling 10.00 1

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