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Squintaloo

Über Bord!

(Tipp des Monats 10/2017)
Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017 (30.06.)
Besonderheiten/Stil: instrumental; Konzeptalbum; Independent / Alternative; Jazzrock / Fusion; Mathrock; Progmetal; RetroProg; sonstiges
Label: Hänsel & Gretel / MIG-Music
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Enrico Antico Gitarren, Mandoline, Synthesizers
Heinrich Schiffers Gitarren, Saxophone, Synthesizers, singende Säge.
Klemens Klarhorst Bässe
Daniel Eichholz Schlagzeug, Percussion

Tracklist

Disc 1
1. Animal Privateer 9.50
2. Nigeraurak's Dream 6.55
3. Kara Buran 8.02
4. Zirrostratus (The Fog Wonders) 7.55
5. Elmsfeuer 2.03
6. Über Bord 8.24
7. 3 Kraken 3.34
8. Fakir Don Pipone 10.00
9. Peg Leg Copperjaws 8.25
Gesamtlaufzeit65:08


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @


Squintaloo ist ein sporadisch Alben veröffentlichendes Projekt der Musiker, die ihre Brötchen sonst unter anderem bei den Berliner Philharmonikern, 2Raumwohnung und The Baseballs verdienen. Den beachtlichen Zeitabständen zwischen den Veröffentlichungen ist wohl der Umstand geschuldet, dass bisher jedes Squintaloo-Album anders klang. „latantriga, latantriga!“ war humorvollem Avant-Prog gewidmet, das instrumentale „Squintaloo“ war vom distanziert wirkendem Fusion-Math-Rock bestimmt und das überraschend mit Gesang aufwartende „Sibirskoblast“ verwurstete verstärkt diverse Progmetal-Einflüsse.

Zu den offiziell genannten musikalischen Einflüssen der Band gehören Jazz, Minimal Music, avantgardistische Soundscapes, King Crimson, Zappa, Yes, Mr. Bungle, Rush, Mastodon und Henry Cow.

Anlässlich des vierten Albums von Squintaloo erfahren wir, dass Squintaloo viele Jahre in dunklen Kellern verbrachte, aus Angst vor der zornigen OMA. Squintaloo befindet sich nämlich im Bann der OMA. Die einzige Daseinsberechtigung von Squintaloo besteht darin, sich die Musik für OMA auszudenken. Ein Zitat aus dem Pressetext „Vorsicht! Wer Squintaloo publiziert, veröffentlicht oder sich sonst irgendwie mit dem Squintaloo einlässt, ist höchstwahrscheinlich in den Bann der OMA geraten!“ Wer, oder was OMA eigentlich ist, bleibt weiterhin schleierhaft: „die OMA kann alles sein und doch nichts Bestimmtes.“

OMA war es auch, die Squintaloo aufs Meer schickte, um ihn einer Prüfung zu unterziehen, ob er weiterhin würdig ist, der OMA zu dienen und für sie Musik zu machen. Dort trifft er auf allerlei seltsame Gestalten, bis ihn schließlich die aus wilden Tieren bestehende, sich auf Kaperfahrt befindende Besatzung einer Galeere dazu einlud, ein wenig Aas mit Tee und Rum zu verspeisen. Die (leicht bekloppte) Piraten-Geschichte geht dann noch ein wenig weiter, aber ich wollte nur einen kleinen Einblick in die sehr eigene Gedankenwelt von Squintaloo vermitteln.

Mit anderen Worten: „Über Bord!“ ist ein Konzeptalbum über die Gestalten wie Fakir Don Pipone, Nigeraurak, die Schiffskatze mit räudigem Fell und den übel riechenden Kapitän Peg Leg Copperjaws mit seiner Piratenbande.

Die ohne Gesang auskommenden Stücke von „Über Bord!“ zeigen eine enorme stilistische Bandbreite. Ich bilde mir ein, darin die Elemente von Mathrock, Retroprog, Kammermusik, Spacerock, Mastodon-Prog, Crimson-Prog (aus der Zeit von „The ConstruKction of Light“), Flamenco, Jam-Rock, Progmetal, Jazz-Rock-Fusion, Alternative Rock und Avant-Prog zu entdecken. Alles mit Bedacht dosiert, mehrmals umgerührt und abwechslungsreich serviert.

Das von den Marimba-Klängen bestimmte „3 Kraken“ lässt die Bilder von im Wasser schwebenden Wesen vor dem geistigen Auge entstehen. „Fakir Don Pipone“ ist überwiegend dicht komponiert, temperamentvoll dargeboten und orientalisch eingefärbt, während das dem Kapitän „Peg Leg Copperjaws“ gewidmete math-rockige Stück ihn als eine facettenreiche Persönlichkeit abbildet. Meisterhaft hier die farbenfrohen Arrangements mit vorbildlichem Zusammenspiel von Sax, Keys und Gitarre. Gegen Ende bekommen wir endlich ganz kurz auch die Piratengesänge geboten.

Leider (?) längst nicht so verrückt und abgefahren, wie die hierfür erfundenen Piratengeschichten, bleibt „Über Bord“ trotzdem ein Genuss für Freunde vom erstklassigen Instrumental-Prog!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 12.6.2017
Letzte Änderung: 12.6.2017
Wertung: 12/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Squintaloo

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1998 Latantriga, latantriga! 11.00 2
2004 Squintaloo 11.00 1
2009 Sibirskoblast 11.00 1

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