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Kylver

The Island

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2016 (download,CD)
Besonderheiten/Stil: instrumental; Metal; Progmetal
Label: Eigenverlag
Durchschnittswertung: 9/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Barry Micheson dr
James Bowmaker b
Jonny Scott g
Neil Elliot org,keyb

Tracklist

Disc 1
1. The Great Storm of 1703 13:41
2. Hy-Brasil 5:11
3. Monolith 9:28
4. The Abyss 6:37
5. The Great Race 6:54
Gesamtlaufzeit41:51


Rezensionen


Von: Roland Heil @ (Rezension 1 von 2)


Im Jahre 2016 ließen die vier Briten ihr 2. Werk nach "The Mountain Ghost" folgen. Es soll sich wiederum um ein wort- also auch gesangloses Konzeptalbum handeln wie bei seinem Vorgänger. In "The Island" geht's dem Vernehmen nach um eine Seereise, die manch Abenteuer bietet.

Der geneigte Hörer möge diese per eigenem Hörpotenzial herausarbeiten. Von den ersten Takten des Einstiegstracks an trifft man auf eine veränderte Band, wenn man das Debut "The Mountain Ghost" als Maßstab nimmt. Die Basiselemente sind zwar die gleichen geblieben wie die Gitarrenriffs, die druckvolle Orgel, das solide Schlagwerk und der massive Bass, aber die Energie und vor allem das Tempo haben reichlich zugelegt.

Die Jungs sind aus ihre Puschen gekommen und haben kräftig auf's Gaspedal gedrückt. Auch die Produktion klingt frisch und nach Leben. Es wird gerockt, was das Zeug hält (Hy-Brasil), wenn auch mit ruhigeren, getragenen Passagen (Monolith), was das Gesamtgeschehen kurzweilig macht. Und es gibt wieder Riffs, die sich ins Gehör fräsen wie im Opener "The Great Storm..." ab Minute 9. Da fällt es schwer die Extremitäten ruhig zu halten.

Wieder zählt das Gruppenbild, das Team also, nicht allzu sehr der Solist. Das macht den Ansatz der Band - oder kann man von Philosophie sprechen? - in meinen Ohren so sympathisch. Man darf gespannt sein, was diese Band als nächstes anbieten wird. Dieses Album jedenfalls sei allen offenen Ohren empfohlen.

Anspieltipp(s): Hy-Brasil,The Great Race
Vergleichbar mit: Elder - vlt,
Veröffentlicht am: 13.6.2017
Letzte Änderung: 13.6.2017
Wertung: 10/15
Tendenziell 11

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Von: Gunnar Claußen @ (Rezension 2 von 2)


"The Island" von Kylver wurde mir als so eine Art Das-könnte-doch-was-für-dich-sein-Tipp nahegelegt - also gehe ich dieser Spur mal nach. Was das Quartett aus Großbritannien in stilistischer Hinsicht zu bieten hat, wird bereits in "The Great Storm Of 1703" relativ schnell deutlich: Die Gitarre rifft meist mittelschnell, groove-betont und mit teilweise schneidenden Harmonien, während Bass und Schlagzeug ein ebenso verspieltes, aber teils bis zur Rastlosigkeit vorwärts treibendes Fundament legt. Dieser Teil der Musik erinnert an gängige Sludge-Sachen von Baroness, Indian, Black Tusk oder Mastodon. Was hinzukommt, ist jedoch nicht so konventionell: Neil Elliot orgelt und keyboardet hierzu fast pausenlos und wirft mal prägnant-hymnische Melodien, mal psychedelische Klangteppiche ins hiermit zur geradezu klassischen wall of sound anwachsende Getümmel - und so bekommt die Musik einen leicht surrealen Touch, denn mit diesem Mittel wird sonst ja eher bei Truppen wie Titan, Borknagar oder Amorphis ("Far From The Sun") gearbeitet.

Die Grundlage für generell interessante Musik ist also vorhanden. Jetzt müssen nur noch die Songs was hermachen... und das ist schon schwieriger. Geht "The Great Storm Of 1703" noch mit vielen Breaks zwischen gegensätzlichen und gegenläufigen Passagen von rasender Wut bis völliger Ruhe mit Philip-Glass-artigen Arpeggiomotiven auf dem Keyboard als geeignete Vertonung des Titels in Ordnung, ist das bei den anderen Songs teils problematisch. "Hy-Brasil" durchsetzt zwar kraftvollen Sludge mit langsameren, aber griffigen Breaks, ermüdet aber jeweils ohne große Variation in beiden Komponenten schnell. Ähnlich hapert es da im langsameren und melancholischeren "The Abyss", das zwar mit seinem Offbeat-4/4-Takt und einem Glockenspiel-Motiv über existenzialistischem Riffing interessant anfängt, aber trotz einer Steigerung bis zur Raserei wenig ergiebig ist und danach bis zum Ende in mittlerer Intensität nochmals an Konsistenz einbüßt.

Deutlich besser ausgefallen ist dagegen "Monolith", das bereits von Anfang an Interesse auf sich zieht, denn nicht nur werden perkussive Motive werden auf Gitarre und Keyboard aufgeteilt, sondern auch zwischen die 4er-Takte immer wieder mal 2er eingeworfen, was bedrohliche Spannung ergibt. Eine postrockige Steigerung von Tempo und Lautstärke gestalten Kylver durch Polyphonie auf dem Keyboard ansprechend, indem damit die ständige Wiederholung von Begleitfiguren kaschiert wird. Und nachdem der Gipfel in Sachen Intensität überschritten ist, geht es unvergleichlich hart und schwer weiter, wozu erst die Orgel, dann die Gitarre ausgiebig solieren. Zum Ende gibt's ein weiteres Crescendo unter Reprise einiger der vorherigen Motive - einziger Makel ist eher das bloße Ausklingen am Ende anstelle eines fulminanten Finales.

Ein solches lässt "The Island" als Album leider ebenfalls vermissen, denn "The Great Race" überrascht zwar zunächst durch geradlinig-melancholischen Rock mit unterproduziertem Schlagzeug, in den sich kurze Blast-Einwürfe und schroffe Riffs bei 3:15 mischen. Dennoch bleibt ein eher beschaulicher Eindruck, zumal immer wieder auch ein ziemlich beliebiger 6/8-Schunkelpart aufgegriffen wird und das eigenartigste Element - geisterhafte Keyboards im Hintergrund - nur marginal präsent ist. Somit hat mich "The Island" insgesamt entgegen der Intention, die hinter dem Songtitel "The Great Storm Of 1703" stehen mag, eher nicht mitgerissen und fortgespült. Interessante Sounds und Stile stoßen Kylver ja an, was gemeinsam mit dem hörbaren Engagement (und "Monolith") der große Pluspunkt wäre, aber die Kompositionen auf diesem Album sind trotz aller Bemühungen um Variation recht vorhersehbar - auf dieser Insel gibt's keine Sturmflut, sondern allenfalls das mittlere Tidehochwasser. Immerhin!

Anspieltipp(s): Monolith, The Great Storm Of 1703
Vergleichbar mit: Titan, Mastodon, Borknagar, Antethic
Veröffentlicht am: 2.3.2018
Letzte Änderung: 3.3.2018
Wertung: 8/15
Engagiert und eigenartig, leider kompositorisch nicht ganz so stimmig

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Kylver

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2015 The Mountain Ghost 9.50 2

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