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Klabautamann

Smaragd

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017
Besonderheiten/Stil: Folk; Metal; Progmetal
Label: Zeitgeister Music
Durchschnittswertung: 9/15 (1 Rezension)

Besetzung

Tim Steffens grunts, bass, guitars
Florian Toyka guitars

Gastmusiker

Patrick Schroeder drums
Christoph Graf guitars
Ingo Kerstjens clean vocals
Chester Gerritse clean vocals
Anna Murphy clean vocals, Hurdy Gurdy
Fredy Schnyder Hammond organ
Sebastian Hack keyboards
Clemens Toyka trombone

Tracklist

Disc 1
1. Into Depression 8.45
2. My terryfying Mirror 4.06
3. In My Shadow 4.34
4. Under feral Skies 4.11
5. As the Snow melted 4.03
6. The Murderers 7.04
7. Enemies' Blood 5.12
8. Saturn 6.49
9. Smaragd 5.35
10. Frozen in Time 3.36
Gesamtlaufzeit53:55


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @


Ihr müsst jetzt ganz tapfer sein. Es folgen nämlich einige Sätze zu den hier selten auftauchenden Themen. Damit gemeint sind seltsame Seemansgeschichten und progressiver Black Metal.

Klabautamann nennt sich ein Duo aus Meckenheim (NRW), das laut gut informierter Quellen „Progressive/Folk/Black Metal“ spielt. „Smaragd“ ist das fünfte Vollzeit-Album des Duos. Das fantasiereiche Bild auf dem Frontcover widmet sich den Tiefseemonstern, Meerjungfrauen und ähnlichen Gestalten.

Textlich werden derartige Themen von Klabautamann auf „Smaragd“ eher selten behandelt. Viel lieber widmet man sich mystischen Themen sowie einigen Grausamkeiten, wie es sich halt für eine Black Metal-Combo gehört. Man erfährt allerdings, dass die Natur, die Wälder und die Wasserwelt ansonsten zu den üblichen Interessensbereichen von Klaubautamann gehören.

Bei Klabautermann (nicht zu verwechseln mit Klabautamann) handelt es sich ursprünglich um einen Schiffsgeist, der beim Schiffsbau hilft und den Kapitän vor Gefahren warnt. Manchmal treibt er auch Schabernack. Der Geist, nicht der Kapitän. Ein Huhn an Bord kann dabei helfen den Klabautermann unter Kontrolle zu halten. Dies alles glaub(t)en die Seemänner.

Ach, da gibt es noch die Musik. Die meisten Stücke von „Smaragd“ sind ziemlich abwechslungsreich ausgefallen. Meistens stehen dort melancholische, folkig eingefärbte Passagen (manchmal mit entsprechend lyrischem Gesang versehen) neben rasanten Black/Death-Metal-Teilen, die abwechselnd mit Grunzgesang und melodischem Gesang aufwarten. In mindestens einem Stück gibt es begleitende Klänge einer Posaune zu hören.

In „Under Feral Skies“ bieten die das temporeiche Stück tragenden Akkordfolgen die richtige Kombination aus Komplexität und Härte. Sehr ansprechend, wie diese dann mit sehr zerbrechlichen Gitarrenfiguren kontrastieren. In den rockigen Momenten fühle ich mich abwechselnd an Voivod oder Mekong Delta erinnert.

An dem lyrisch-folkigen „As the Snow melted“ deutet kaum etwas darauf hin, dass das Stück zu einer progressiven Black Metal-Scheibe gehört. Das gleiche gilt auch für „Frozen in Time“, das ausnahmsweise mal weiblichen Gesang bietet. In „The Murderers“ wird erfolgreich versucht, Folk und Metal auf die etwas sanftere Art miteinander zu vereinigen. Diese Versuche werden wiederholt von knallharten Black Metal-Ausbrüchen aufgemischt.

Hoffentlich kann dieser kurze und unerwartete Abstecher in die unheimlichen Gefilde des progressiven Black Metal zur Unterhaltung des gemeinen Prog-Fans beitragen, ohne dass er danach von Tiefseefischen und Meerjungfrauen statt – wie sonst üblich – von den Einhörnern träumen muss.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 14.6.2017
Letzte Änderung: 14.6.2017
Wertung: 9/15

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