SUCHE
Erweiterte Suche
NEUER LESESTOFF
Close to the Edge. How Yes's Masterpiece defined Prog Rock (20.11.2017)
ARCHIV
NEUE REZENSIONEN
21.11.2017
Peter Hammill - From the Trees
Orpheus Nine - Transcendental Circus
20.11.2017
Jeffrey Biegel - Manhattan Intermezzo
Badger - One live Badger
Various Artists - AMIGA Electronics
19.11.2017
Taylor's Universe - Almost Perfected
Hans-Hasso Stamer - Digital Life
French TV - Ambassadors of Good Health and Clean Living
Cluster - Cluster & Farnbauer Live in Vienna
18.11.2017
Babils - The Joint Between
Reinhard Lakomy & Rainer Oleak - Zeiten
Deluge Grander - Oceanarium
Virgil & Steve Howe - Nexus
Sons of Apollo - Psychotic Symphony
Yurt - III - Molluskkepokk
17.11.2017
The Gerald Peter Project - Incremental Changes, Pt. 1
Tohpati Ethnomission - Mata Hati
ARCHIV
STATISTIK
24098 Rezensionen zu 16467 Alben von 6403 Bands.
SITE MAP
STARTSEITE

Monkey Diet

Inner Gobi

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017
Besonderheiten/Stil: instrumental; HardRock; RetroProg; sonstiges
Label: Distributed by Black Widow Records
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Gabriele Martelli Guitars and Synth
Daniele Piccinini Bass and Synth
Roberto Bernardi Drums

Tracklist

Disc 1
1. Ego Loss 4.22
2. Inner Gobi 6.29
3. Slidin' Bikes 4.33
4. The Endless Day of Robby the Ant 6.18
5. Moth 9.15
6. Sorry Son...(I've lost your Car) 5.43
7. Moonshine 4.38
8. Seppuku 2.37
9. Viking 10.57
Gesamtlaufzeit54:52


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @


Anlässlich „Violato Intatto“ habe ich an anderer Stelle Folgendes geschrieben: der Bassist Daniele Piccinini hat Accordo dei Contrari nach den Aufnahmen zu „AdC“ verlassen, um die Musik spielen zu können, die ihm mehr Freiheiten erlaubt. Inzwischen wurde das erste Album einer neuen Formation Monkey Diet veröffentlicht, an der er maßgeblich beteiligt ist.

Laut der Beschreibung der Plattenfirma war die Besetzung von Monkey Diet eher durch einen Zufall zusammengekommen. Der PropheXy-Gitarrist Gabriele Martelli und der ex-AdC-Bassist Piccinini wurden von einem gemeinsamen Freund gefragt, ob sie nicht Lust hätten, gemeinsam Musik zu machen. Da Piccinini gerade frei war und Martelli nach neuen Herausforderungen suchte, haben beide eingewilligt. Der eigentliche Initiator und gemeinsame Freund (der offenbar anonym bleiben soll) konnte am Ende doch nicht mitmachen. Stattdessen hat man den Drummer Roberto Bernardi verpflichtet.

Musikalisch bekommt man auf „Inner Gobi“ ein rauh und unverbraucht musizierendes Duo, bei dem alle Musiker gleichberechtigt agieren. Zu den auffallendsten gehören wohl die Stellen, an denen die Bassgitarre mittels einer Fuzzbox eine exponierte Stellung bekommt. Auch der Gitarrist experimentiert gerne mit den Klängen, bzw. mit den diversen Effektboxen.

Auch nicht selbstverständlich bei den Rockproduktionen: die Bassgitarre ist bei Monkey Diet stets gut hörbar und kreativ am Gesamtprozess beteiligt. Zusätzlich aufgenommene Synthesizer-Beiträge, oder Chorgesänge am Anfang von „Moth“ erweitern das Klangspektrum des Trios ein wenig. Aber ansonsten könnte das Gebotene durchaus Live im Studio entstanden sein.

Irgendwie hätte ich erwartet, dass das Trio ellenlange Jams jazziger, oder rockiger Prägung veranstaltet. Stattdessen kommt mir die Musik meistens ziemlich durchkomponiert und überwiegend rockorientiert vor. Natürlich gibt es immer Freiräume für die Gitarren- und manchmal auch Bass-Solos, oder für kurze Jams, aber bis auf einige wenige Jazz-nahe Passagen befindet man sich meistens in den rockigen Gefilden.

Manchmal glaube die Inspirationen durch die Rock-Formationen wie Wishbone Ash, Ten Years After, oder Grateful Dead herauszuhören, die bei Monkey Diet allerding durch den Prog-Fleischwolf gedreht wurden. An anderer Stelle dann gibt es dann an Canterbury-Prog, oder an spacige Jams erinnernde Exkursionen („The Endless…“), doomig eingefärbte Riffs („Moths“), oder rockige Einfälle, die Progmetal noch am nächsten stehen („Ego Loss“).

Ich konnte außerdem noch Hardrock-Momente ausmachen, die beispielsweise Deep Purple gut zu Gesicht stehen würden, oder Passagen, die dem Instrumental-Album eines hart rockenden Gitarrenhelden entstammen könnten („Seppuku“). Mitten im Hardrock findet der Hörer dann kopflastige Übergänge und Akkordfolgen, die man direkt als progressiv bezeichnen müsste.

Gerade solche nicht unbedingt zu erwartenden Eindrücke machen „Inner Gobi“ dann für mich hörenswert. Die Scheibe ist definitiv etwas für Freunde von guter und ungewöhnlich zusammengesetzter instrumentaler Rockmusik, die sich um keine Genregrenzen schert.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 16.6.2017
Letzte Änderung: 16.6.2017
Wertung: 10/15

Zum Seitenanfang

© 1999-2017; Das Copyright aller Texte liegt bei den jeweiligen Autoren; Haftungsausschluss
Site Map - Startseite - FAQ - Reviews - Leitfaden - Lesestoff - Kontakt - Links
RSS | Impressum