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L'Anima

Departures

(Tipp des Monats 8/2017)
Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017
Besonderheiten/Stil: Progmetal; RetroProg
Label: Eigenpressung
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Andy MItchell lead vocals
Pedro Caparros guitars, backing vocals
Mauro Paderni guitars, backing vocals
Luca Forlani bass
Iban Sanz drums

Tracklist

Disc 1
1. Point Of No Return 6:06
2. Path to Sirius 7:19
3. Gema 6:16
4. My Dying Cell 6:32
5. Hold Out 8:10
6. My Bloody Silhouette 8:38
7. The Sound of Waves 9:13
8. The Elephant Cemetary 6:44
Gesamtlaufzeit58:58


Rezensionen


Von: Marc Colling @


Die bisher gänzlich unbekannte Londoner Band L'Anima liefert hier ein starkes Debüt ab. Gegründet von Pedro Caparros in Kollaboration mit dem Yardbirds Sänger Andy Mitchell, tourten sie in letzter Zeit intensiv in Großbritannien. Stilistisch zwischen Haken, District 97 (nur ohne weibliche Stimme), Pain of Salvation und Opeth angesiedelt, überzeugen sie mit einem modernen Progmetal, der auch mal Anleihen in südlichen Ländern und deren musikalischen Vorlieben macht. So ist an manchen Stellen eine spanische Gitarre zu hören, was auf den ersten Hör befremdlich erscheint, doch dann schnell absolut passend klingt. Das Artwork stammt übrigens von der englischen Grafikerin Angelina Dove und ist ein überzeugender erster Kontakt mit der Band. Die Webseite der Künstlerin ist einen Besuch wert.

Wer auf Progmetal steht, vermisst die fehlenden Keyboards sicher nicht. Dafür gibt es viel Gitarre, einen kräftigen Bass, noch kräftigere Drums und einen Sänger mit einer überzeugenden Stimme in allen Tonlagen. Die Tracks sind spannend arrangiert, doch geht es den Musikern nicht so sehr um das „höher, weiter, schneller“, sondern um die Atmosphäre. Und diese macht es dem Hörer nicht leicht, denn es handelt sich hier um komplexe Musik, die zwar sicher nicht schwierig experimentell, dafür aber auch alles andere als einfach klingt. Die nicht immer sofort greifenden Arrangements werden erst nach einigen Hörversuchen verstanden und entwickeln dann ein desto intensiveres Hörerlebnis.

Bei 8 Tracks und rund einer Stunde Spielzeit weiß der Fan, was ihn erwartet. Zwischen 6 und 9 Minuten dauern die Songs, so dass sich jeder einzelne optimal entwickeln kann. Davon macht die Band auch reichlich Gebrauch. Bereits im Opener POINT OF NO RETURN (hat nichts mit dem gleichnamigen Track von Haken auf deren Debüt zu tun) oder im folgenden PATH TO SIRIUS zieht die Band einige Asse aus dem Ärmel. Da rifft die Gitarre gnadenlos gut und der Sänger steht ihr in nichts nach, der Bass und die Drum legen ein hervorragendes Rhythmusfundament drunter und, vor allem, die Komposition ist stimmig. Toller Einstieg.

GEMA startet ruhiger mit spanischer Gitarre und melodiösem Gesang, schwenkt später aber auch zu tollen Riffs über. Die Band bricht mit ihrem bisherigen Stil im schwierigen und hymnischen MY DYING CELL. Sicher nicht jedermanns Geschmack experimentiert die Band hier mit 2 Tenören und einem mächtigen Chor. Dazu kurze Einlagen an der A-Gitarre und einige überraschende Taktwechsel.

Auch HOLD OUT ist Klasse. Kraftvoll, treibend, viele Tempowechsel, mal ruhig, mal aufbrausend. Dazu ein paar Zeilen in wütendem italienisch, bevor der Schluss wie ein Sturm über uns herein bricht. Ein Highlight! MY BLOODY SILHOUETTE ist interessant durch sein mutiges Arrangement. Mal purer Metal, dann wieder spanisches Flair. Schwierig zu erobern, sehr komplex.

Komplett im besten Prog folgt dann ein weiterer Knüller mit THE SOUND OF WAVES. Hier wird wirklich jedes Register in den 9 Minuten gezogen, das reicht von Metal über klassischen- und Retroprog. Bereits der Beginn mit der A-Gitarre fasziniert und lässt den Hörer nicht mehr los. Zum Abschluss nochmal ein Song, wo die spanischen Gitarren einen längeren Einsatz haben. Ruhiger und weniger rau als die anderen Tracks, gefällt mir diese akustische Einlage gut auf dem nachdenklichen THE ELEPHANT CEMETARY.

L'Anima beweisen mit diesem starken Debüt, dass es im Bereich des Progmetal immer noch möglich ist, neue Wege zu beschreiten. Dazu braucht man nicht das Genre neu zu erfinden. Es reicht vollkommen, wenn man gute Songs besitzt die dann auch noch mit Mut arrangiert werden. Das ist hier der Fall und deshalb empfehle ich jedem Liebhaber des progressiven Metals wärmstens dieses Album.

Anspieltipp(s): The Sound of Waves
Vergleichbar mit: siehe oben im Text
Veröffentlicht am: 2.7.2017
Letzte Änderung: 2.7.2017
Wertung: 12/15
sehr starkes Debüt, bin gespannt auf die Fortsetzung

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