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Opus Avantra

Viaggio immaginario

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2009 (Live in Tokyo 2008)
Besonderheiten/Stil: live; mit Orchester; Konzeptalbum; DVD; Klassischer Prog; Moderne Klassik; RIO / Avant
Label: Cramps Records
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Donella del Monaco voce e testi
Alfredo Tisocco direzione, tastiere e compositore
Giorgio Bisotto filosofo e istrione
Valerio Galla batteria e percussioni
Mauro Martello flauto traverso e flauti etnici
Anca Elena Botezatu violino
Alexandra Butnaru viola
Ioana Ionescu violino
Violeta Loredana Dumitru violoncello
Alan Walter Bedin suono , luci e ideazione scenografica

Tracklist

Disc 1
1. Viaggio immaginario Parte I   (Lyrics)
2. Viaggio immaginario Parte II   (Lyrics)
3. Viaggio immaginario Parte III   (Lyrics)
4. Introspezione   (Introspezione)
5. Le plasir sont doux   (Introspezione)
6. La marmellata   (Introspezione)
7. L' Altalena   (Introspezione)
8. Monologo   (Introspezione)
9. Il Pavone   (Introspezione)
10. Ah, douleur!   (Introspezione)
11. Delièe   (Introspezione)
12. Oro   (Introspezione)
13. Rituale   (Introspezione)
14. Sloth   (Lord Cromwell)
15. Gluttony   (Lord Cromwell)
16. Flowers on Pride   (Lord Cromwell)
17. Quiete e Tumulto   (Strata)
18. Canto alla notte   (Strata)
19. Canto incompiuto   (Strata)
20. Fase dello specchio   (Strata)
21. Ballata   (Lyrics)
22. Lirica Metafisica   (Lyrics)
23. Canto a un Dio Nascosto   (Strata)
24. Danza Arcana   (Lyrics)
25. Meditazione   (Lyrics)
26. Il Pavone   (- encore -)


Rezensionen


Von: Nik Brückner @


Viele der klassischen Italoprog-Bands, die wir hier listen, haben in den letzten Jahren neue Alben vorgelegt. Nicht immer bekommt die Welt das mit, auch wir selbst nicht, weil sie auf kleinen Labels erscheinen, in kleinen Auflagen, oder in fernen Ländern. Es lohnt sich aber, seine Italoprog-Lieblingsbands mal zu googeln, fast bei allen findet man neue Veröffentlichungen. Darunter sind Archivaufnahmen, Liveaufnahmen, und manchmal gar neue Studioalben!

Ich arbeite gerade Opus Avantra auf, eine der interessantesten Italoprog-Bands. Die Band verband, das spiegelt auch ihr Name wider, AVANtgarde (Rock, Jazz, Elektronik) und TRAditionelle Musik (Folklore und Klassik). Dementsprechend komplex war die Musik der Gruppe, die zwischen klassischer Kammermusik, Folklore, Rock und avantgardistischen Experimenten hin und her wechselte.

Nach fünf Studio-Alben - "Introspezione" (1974), "Lord Cromwell (plays suite for seven vices)" (1975), "Strata" (1989), "Lyrics" (1995) und "Venetia Et Anima" (2004) - erschien 2009 die DVD "Viaggio Immaginario - Live in Tokyo". Zu sehen ist ein Konzert, das im Jahr zuvor im Club Cittá in Tokyo aufgenommen wurde, so etwas wie der zweiten Heimat klassischer italienischer Progbands mittlerweile. Das Konzert war so eine Art Konzeptkonzert, eine imaginäre Reise durch die ersten vier Alben der Band. Dabei wurde "Introspezione" in Gänze gespielt, und von den restlichen drei ordentliche Kanten.

Nach dem einleitenden, in völliger Dunkelheit gespielten "Viaggio Immaginario" führt Alan Walter Bedin, venezianisch maskiert, in die Ereignisse ein. Es folgt "Introspezione", wie gesagt in Gänze. Zu hören sind in erster Linie Klavier, Schlagzeug, Querflöte, ein Streichquartett - und Donella del Monaco, die ihre Gesangsparts mit viel Leidenschaft und Verve vorträgt. Ihre Spannbreite reicht dabei von lyrischem Gesang bis hin zu Schreien und Gekreische. Ihre Stimme ist nicht immer sauber, und bei den tiefen Tönen wird sie doch recht leise, doch am Ende ist das Ganze eben ein Prog-Konzert und kein klassisches, und da ist eine gewisse Ungeschliffenheit gar nicht so fehl am Platze. Störender fallen dann schon die Verspieler der Musiker auf, auch Alfredo Tisocco ist da keine Ausnahme. Auch sind nicht alle Instrumente perfekt gestimmt, was zu weiteren Irritationen führt. Die meiste Zeit über passt es aber.

Opus Avantra bieten das, was man von ihnen erwartet: neoklassisches Lied, Progressive Rock und schräges, avantgardistisches Geklimper. Dass das Ganze funktioniert, dafür sorgt eine grundlegende Ernsthaftigkeit, die aber immer wieder durch leichte Momente gebrochen wird, bevor sie allzu starr zu werden droht. Wenn die vier Streicherinnen aufstehen, um sich ein wenig die Füße zu vertreten, und Tisocco von seinem Flügel zu ihnen tritt, um sie beim Stehend-Improvisieren zu dirigieren, dann lockert das den manchmal etwas starren Eindruck schön auf.

Der ergibt sich allerdings zum großen Teil auch dadurch, wie das Konzert gefilmt wurde. Es gibt viele Totalen, wenig Bewegung, und so wirkt das Ganze auf Dauer recht starr und wenig attraktiv. Ich ertappte mich immer wieder dabei, in meinem aktuellen Buch über Progressive Rock zu blättern, statt aufmerksam dem Geschehen auf dem Bildschirm zu folgen. Und das ist dann ja nicht wirklich im Sinne des Erfinders.

Im Ganzen ist die DVD eine schöne Ergänzung des Opus-Avantra-Katalogs, weil man die Band endlich mal bei der Arbeit sehen kann, und weil man sieht, was sie da tun und wie sie es tun. Die Umsetzung dagegen lässt ein wenig zu wünschen übrig.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 11.7.2017
Letzte Änderung: 12.7.2017
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Opus Avantra

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1974 Introspezione 12.00 2
1975 Lord Cromwell (plays suite for seven vices) 9.00 1
1989 Strata 13.00 1
2003 Opus Magnum 13.00 1

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