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Bardo Pond

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Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1997
Besonderheiten/Stil: Postrock; Psychedelic; Spacerock
Label: Matador Records
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Isobel Sollenberger Flöte, Vocals
Michael Gibbons Gitarre, Vocals
John Gibbons Gitarre, Vocals
Clint Takeda Bass
Joe Culver Schlagzeug, Vocals

Tracklist

Disc 1
1. Tommy Gun Angel 5:15
2. Pick My Brain 6:43
3. Flux 9:07
4. Anandamide 2:23
5. Green Man 6:26
6. Straw Dog 3:23
7. Aldrin 14:19
Gesamtlaufzeit47:36


Rezensionen


Von: Fabian Lutz @


Bardo Pond sind grundsätzlich far-out, gleichzeitig aber auch irgendwie Rock'n'Roll. Auf "Lapsed" vereinigen sie die bardotypischen herben Drone- und Psych-/Noiseexperimente mit recht eingängigen Songmustern. Während auf tonaler Ebene also die Hölle los ist, der Sound entfesselt und roh im Gehörgang fräst, ergeben sich auf melodischer Ebene doch immer wieder treibende oder gar träumerische Momente. Dafür steht gerade der Opener "Tommy Gun Angel", der vielleicht größte Bardo-Hit. Die noisig-schweren Gitarrenwände treffen hier auf die zauberhaft verhallte Stimme Isobel Sollenbergers, echte Shoegazeperfektion der Art My Bloody Valentine. "Pick My Brain" wirkt hingegen wie ein launischer Bluesrocker. Jedoch mit verzerrten, wirr-verschlungenen Gitarren und der nun verschleppten Stimme Sollenbergers. "Flux" hingegen ist ein äußerst schwerfälliger Brecher, der massive Riffs über Gitarrenstörgeräuschen türmt, während Sollenberger hier nun vollends weggetreten irgendwelche Dinge flüstert, manchmal fast gruselig zwischen laut und leise changiert. Eigentlich klarer Stoner Rock, jedoch weiter draußen als jede klassische Stonerband, überhaupt viel zu unübersichtlich, verschleppt und somit an jeder Rockpose wieder vorbei.

Das schiere tonale Experiment ohne Songstruktur bietet dann der kurze Free-Form-Track "Anandamide", der mit verfremdeten Vocals aufwartet und eigentlich den tonalen Teufel persönlich anzukündigen scheint. Dann kommt es jedoch ganz anders. Majestätische, postrockige Gitarrenwände und sanfte Flötentöne führen den "Green Man" durch die Wüste, ein ätherisch-verhallter Gitarrentraum, der gegen Ende mit einigen noisigen Gitarren auch wieder in typisch chaotische Bardogefilde steuert, ehe er gnädig ausblendet. Dafür dann ein richtiger Garagentreter namens "Straw Dog", der mit sonderbar gesetzten Fade-Outs und entfesselt agierenden Gitarren- und Drumspuren auf ganz eigene Weise rockt. Danach und zum Ende des Albums ist Entspannung angesagt. Mit einer repetitiven Tonfolge auf der Gitarre und dem zärtlich-entrückten Gesang Sollenbergers geht es ins Land der Träume. Der Track "Aldrin" ist aber äußerst lang und nimmt im Fortschreiten immer mehr Elemente in sich auf. Gegen 7 Minuten hallen dann schon diverse Gitarren, gegen Minute 11 bricht die Melodie und der Song rammelt sich in wilde Gefilde und ertrinkt im Noise, fängt sich fast und hört erstaunlich abrupt auf. Ein paar Stimmenfetzen, womöglich aus einem Radio, klingen noch nach und man darf aus seinem Trip erwachen. Bardo Pond machen treibende Musik für den Körper, versetzen einem aber auch gehörig den Kopf. Herbe Psychedelic für schwüle Sommernächte.

Anspieltipp(s): Tommy Gun Angel, Pick My Brain
Vergleichbar mit: Acid Mothers Temple, The Dead C, Skullflower, Les Rallizes Dénudés
Veröffentlicht am: 12.7.2017
Letzte Änderung: 20.7.2017
Wertung: 12/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Bardo Pond

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2001 Dilate 12.00 1
2016 Acid Guru Pond 11.00 1

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