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North Sea Radio Orchestra

Dronne

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2016
Besonderheiten/Stil: ArtPop; Elektronische Musik; Folk; Moderne Klassik; sonstiges
Label: The Household Mark
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Nicola Baigent Clarinet
Luke Crookes Bassoon
Harry Escott Cello
Craig Fortnam Guitars, Organ, Synthesizers, Percussion, Vocals
Sharron Fortnam Vocals
James Larcombe Piano, Organ, Synthesizer
Hugh Wilkinson-Hunt Vibes, Percussion
Brian Wright Violin, Viola

Gastmusiker

William D Drake Piano (Track 7)
Stephen Gilchrist Viola (Track 7)

Tracklist

Disc 1
1. Arcade 3:15
2. Vishnu Schist 5:48
3. The Britisch Road 7:26
4. Guitar Miniature No. 4 1:36
5. Queen Of All The Day And Night 3:18
6. Dronne 8:01
7. Alsace Lorraine 5:13
8. Dinosaurus Rex Pt. 1 4:42
9. Dinosaurus Rex Pt. 2 2:38
Gesamtlaufzeit41:57


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Mit "Dronne" veröffentlichte das North Sea Radio Orchestra um das Ehepaar Fortnam 2016 sein viertes Album. In stilistischer Hinsicht blieb sich das Ensemble weitestgehend treu, bzw. setzte den mit dem Vorgänger "I am a Moon" eingeschlagenen Weg fort. Ein elegantes und rundes Gemenge irgendwo im Grenzgebiet von Folk, ArtPop, Kammerprog, Elektronik und zeitgenössischer Kammermusik wird auch hier geboten, das die Formation zu einem sehr eigenen und überzeugenden Ganzen verschmolzen hat.

Bestimmt von traditionellen akustischen Instrumenten (Streicher, Klarinetten, Fagott, Akustikgitarre) gleitet die Musik aus den Boxen, vernetzt durch diverse Tastensounds (Piano, E-Orgel, Synthesizer) und Elektronisches, und bisweilen rhythmisch gefügt durch Perkussives (oft ein Vibraphon). Dazu erklingt meist die wunderbare Stimme Sharron Fortnams, gelegentlich auch ergänzt um etwas tiefere Einlagen ihres Lebenspartners (wie z.B. im wunderbaren "Alsace Lorraine"). Sehr luftig und schwungvoll schwebt die Musik meist voran, dicht verwoben und klangvoll, reich instrumentiert und sehr farbig.

Gewisse verwandtschaftliche Bezüge könnte man vielleicht zu den Soloalben Robert Wyatts herstellen, oder zu Canterburyartigem im weiteren Sinne, versehen aber mit einem deutlichen kammermusikalisch-intellektuellen Element. Die krautigen Einflüsse hat man dagegen etwas reduziert. Oder, man hat diese homogener in die Musik eingewoben, klingt das Album eigentlich nirgends wirklich nach Krautrock. Doch fallen immer wieder gewisse repetitiv-rhythmische Muster (à la Neu! – in "The Britisch Road" z.B.) oder entsprechendes elektronisches Wabern und Fiepen auf (man höre das Titelstück), gewisse minimalistisch-elektronische Momente, die man auch in die Tradition von Terry Riley stellen könnte (siehe "A Rainbow in Curved Air"). Gepaart werden solche Abschnitte aber meist mit allerlei Kammermusikalischem, was dann für eine ganz eigene Atmosphäre sorgt (wie man z.B. in der zweiten Hälfte des Titelstücks nachhören kann).

Kurzum, "Dronne" bietet eine knappe Dreiviertelstunde an ausgesprochen schöner Musik, eine abwechslungsreiche Sammlung an gut ins Ohr gehenden, gleichzeitig aber durchaus komplexen Liedern und Instrumentalnummern, die Liebhabern von progressiver, songorientierter Kammermusik sehr zusagen sollte. Reinhören!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 16.7.2017
Letzte Änderung: 16.7.2017
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von North Sea Radio Orchestra

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2011 I am a Moon 11.00 1

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