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Goblin

Contamination

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1980
Besonderheiten/Stil: instrumental; Elektronische Musik; Jazzrock / Fusion; Klassischer Prog
Label: Cinevox
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Agostino Marangolo Drums, Percussion
Fabio Pignatelli Bass, Guitar
Carlo Pennisi Guitars
Roberto Puelo Guitars
Maurizio Guarini Keyboards

Tracklist

Disc 1
1. Connexion 3:27
2. Withy 3:21
3. Bikini Island 3:51
4. Flood 2:33
5. Pillage 2:16
6. The Carver 3:09
7. Rush 4:14
8. Fright 2:44
9. Time is on 2:06
10. Orge 1:53
11. Quiet Drops 2:19
12. Withy (alternate version)   (12-17 Bonustracks CD-Reissue) 2:25
13. Contamination (suite I) 2:59
14. The Carver (alternate version) 1:41
15. Fright (alternate version) 3:25
16. Contamination (suite II) 6:21
17. Contamination (alien world) 1:45
Gesamtlaufzeit50:29


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Nachdem Regisseur Luigi Cozzi mit "Starcrash" ein Trash-Ripp-Off von "Star Wars" produziert hatte (Kurt Dahlke nennt den Film treffend "a masterpiece of unintentionally bad filmmaking" – ist wirklich totkomisch anzusehen), war dann wohl "Alien" an der Reihe. Zumindest erinnern die in Cozzis nächstem Werk, dem 1980 erschienen "Contamination", an zentraler Stelle auftauchenden Gebilde schwer an Alien-Eier, die sich beim Annähern eines Lebewesens (vor allem eines menschlichen) öffnen und einen schleimigen Sabber verspritzen, der davon Getroffene auf äußerst ekelhafte Weise zum Platzen bringt. Angeblich war der ursprünglich geplante Titel des Werkes "Alien Arrives on Earth", und das fasst dann auch ganz gut den Inhalt zusammen: Ein fieses Weltraummonster hat sich auf der Erde eingenistet und schickt die Ekeleier in die Welt mit dem Ziel die Menschheit zu vernichten. Eine mutige Polizistin und eine ehemaliger Astronaut (der dem Viech schon einmal auf dem Mars begegnet ist) schaffen es am Ende das Alien und seine humanen Helfer zu erledigen. Offenbar lief der Streifen auch unter dem Titel "Alien Contamination" in den Kinos. In Deutschland war das Teil als "Astaron – Brut des Schreckens" zu sehen.

Einmal mehr haben Goblin diese Italienisch/Deutsche Produktion (da ist doch tatsächlich Traumschiff-Kapitän Siegfried Rauch als gemeiner Alien-Helfer zu sehen) mit entsprechender Musik versehen. Recht aktiv waren die Italiener Ende der 70er im Filmmusikgeschäft, hat man doch nach "Zombi" (1978) die Streifen "Patrick", "Amo Non Amo" und "Squadra Antigangsters" mit Ton versehen (alle 1979). Ein Jahr später war dann "Contamination" dran, dessen Musik im selben Jahr auch auf LP veröffentlicht wurde (offenbar auch schon damals mit englischem Titel). Das Album wurde schon einige Male wieder aufgelegt, zuletzt 2016 von Cinevox auf CD, versehen mit sechs Bonusnummern.

In musikalischer Hinsicht unterscheidet sich das hier Gebotene wenig vom schon erwähnten "Zombi"-Soundtrack, kommt aber, vielleicht ob der SF –Thematik etwas elektronischer aus den Boxen. Im Grunde ist hier der typische, von den Tasten (E-Orgel, Synthesizer, String-Ensemble, Piano) dominierte Soundtrack-Instrumentalprog von Goblin zu finden (auch wenn hier Maurizio Guarini, der einstmals auf "Roller" zur Band gehört hatte, Claudio Simonetti an den Tasten ersetzt hatte), der symphonisch-klangvoll, meist etwas mysteriös-angedüstert vorn gleitet, bisweilen druckvoll von der Rhythmusabteilung angetrieben, meist aber freiformatiger schwebend und formloser wabernd. Recht prominent steht dabei oft Pignatellis Bass, der erstaunlich druckvoll und verspielt zu Gange ist. Aber auch die Gitarre kommt nicht selten zum Einsatz (ist sogar doppelt besetzt) und sorgt zusammen mit den anderen Instrumenten für dichte, sehr farbige proggige Klanggebilde.

Dazu kommt allerlei Jazzrock (der wohl die heitereren Momente des Films untermalte – man höre z.B. "Bikini Island" oder "Pillage"), eine recht zeittypische, leicht funkige Fusion, die mitunter auch latineske Elemente enthalten ("The Carver" z.B.), das Alien hat sich nämlich auf einer Kaffeeplantage in Kolumbien eingenistet (logisch). Das Bonusmaterial bietet klanglich nicht anderes als die eigentlichen Albumtracks, drei Alternativversionen, und drei weitere Nummern mit zu kurzen Suiten kombinierten Soundtrackschnipseln (der Marke Elektro-Instrumentalprog).

"Contamination" ist alles in allem ein durchaus unterhaltsames Scheibchen mit farbige, elektronisch-waberndem bis jazzig-rockig vorn schreitendem Spät-70er-Prog, den sich zumindest Goblin- bzw. Italo-Horroprog-Adepten zulegen können. Die klangliche Dichte und Komplexität von "Suspiria" wird hier zwar nicht erreicht, doch ist das Gebotene eine Spur kantiger, intensiver und gespenstischer ausgefallen als "Zombi". Außerdem wird man von kitschigen Streichereinlagen oder Disco-Ausflügen verschont. Nach "Suspiria" und "Profondo Rosso" ist "Contamination" damit wohl das drittbeste der klassischen Soundtrackalben von Goblin.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 12.8.2017
Letzte Änderung: 5.10.2017
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Goblin

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1975 Profondo Rosso 10.00 1
1976 Roller 10.50 2
1977 Suspiria 12.00 1
1978 Il fantastico viaggio del bagarozzo Mark 11.00 1
1978 Zombi 9.00 1
2000 The Fantastic Journey Of Goblin - Best Of Vol. 1 12.00 1
2000 Nonhosonno 11.50 2
2015 Four Of A Kind 11.00 1

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